Elf Stunden nach der in der Zib2 publik gewordenen, ungewöhnlich heftigen Doppelkritik von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in den „Vorarlberger Nachrichten“, wonach FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky mit seinen „unflätigen“ Bemerkungen über Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker „dem Ansehen Österreichs geschadet“ habe bzw. die Bundesregierung durch ihr Schweigen dem Land keinen guten Dienst erwiesen habe: Um 9.05 Uhr startet ein lange vereinbartes Sommerinterview mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck in den weitläufigen Räumlichkeiten des ehemaligen Kriegsministerium am Stubenring. Die Tour d’horizon führt von den digitalen Herausforderungen für Ältere über einen möglichen nationalen Alleingang bei der Google-Steuer, den drohenden Handelskrieg mit den USA bis hin zum Bleiberecht für Lehrlinge und den Unwägbarkeiten der Roboterisierung.
Warum der Kanzler schweigt
Die seltsame Logik einer Koalition
ANALYSE. Ungewohnt heftig rüffelte der
Bundespräsident den Bundeskanzler, weil sich Kurz in der Causa
Vilimsky in Schweigen hüllt. Davon
unbeeindruckt bleibt der Kanzler weiterhin auf Tauchstation.
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