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Volksanwalt schlägt Alarm

Pflegepatienten reihenweise ruhiggestellt

In Österreichs Pflege- und Altenheimen werden 74 Prozent der Personen regelmäßig mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln behandelt. Das ist im internationalen Vergleich überproportional hoch.

THEMENBILD:  PHARMAZIE / MEDIKAMENTE / TABLETTEN
In Österreichs Altersheimen werden überproportional Tabletten verabreicht © APA/BARBARA GINDL
 

Volksanwalt Günther Kräuter schlägt Alarm. Einer internationalen Studie zufolge werden in Österreichs Alten- und Pflegeheim überproportional viele Beruhigungsmittel an Alte und Betagte verabreichte. 74,6 Prozent (!) der Heimbewohner werden in Österreich regelmäßig mit solchen Medikamenten behandelt. 66 Prozent werden damit über Nacht sediert und ruhig gestellt.

„Diese Zahlen decken sich mit den Ergebnissen unserer Experten, die unangekündigte Kontrollbesuche in den Einrichtungen vornehmen können“, so Kräuter zur Kleinen Zeitung. Der unkritische Umgang mit Schlaf- und Beruhigungsmittel muss überdacht werden.“

Die internationale Studie beruht auf der Auswertung von Daten von 5336 Personen in 136 Alten- oder Pflegeheimen. Im aktuellen Bericht der Volksanwaltschaft wird klar festgehalten, dass Bewohner von Pflegeheimen „nach Verabreichung entsprechender Medikamente häufig bereits am Nachmittag wieder in den Betten liegen.“

Forderung nach "kleiner Impfpflicht"

In einem anderen Punkt lässt Kräuter aufhorchen: Angesichts niedriger Impfzahlen gegen Masern und Röteln spricht sich die Volksanwaltschaft für eine "kleine Impfpflicht" aus. Diese soll in öffentlichen Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen gelten, und zwar für Betreuungspersonal und Kinder.

Kräuter erinnerte bei der Präsentation des Jahresberichts 2014 an das WHO-Ziel der Masern- und Röteln-Elimination bis 2015. Von der angestrebten Durchimpfungsrate von 95 Prozent sei man hierzulande weit entfernt. Die beiden Masern-Mumps-Röteln-Impfungen erreichen in Österreich laut Kräuter nur zwischen 63 und 83 Prozent der Kinder, und die Zahl der Masern-Erkrankungen sei signifikant gestiegen.

Kommentare (54)

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1am
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Man liegt, wie man sich bettet!

Die Situation ist ja nicht neu und die Verantwortung dafür tragen zum Teil auch die, die heute betroffen sind. Der Pflegeberuf ist unattraktiv. Junge Leute sind kaum mehr bereit diesen Beruf zu ergreifen. Wir kommen wieder in die Situation, in der Pflegekräfte aus allen Teilen der Welt herangekarrt werden, damit man zumindest das Prinzip "satt und sauber" einigermaßen erfüllen kann. Sogar in China werden schon Pflegekräfte für den europäischen Raum ausgebildet. Politisch ist dieses Thema "uncharmant", weil man den Menschen beibringen müsste, dass gute Pflege halt was kostet. Und letztlich ist es ein Kostenproblem. Arbeitsverdichtung ist das aktuelle Schlagwort in der Pflege, da bleibt eben für´s Händchenhalten keine Zeit mehr und die Pflegenden werden wieder in ein Fließbandsystem gezwungen. Da vergeht so manchen die Freude an der Arbeit. Besser wird´s nicht werden. Es darf ja jeder einmal selbst probieren, wie es ist, andere zu pflegen. Mit allen damit verbundenen Unannehmlichkeiten.

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Ichweissetwas
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Und 2 Tage vorher hat Drexler die Pflege allgemein als EXzellent bezeichnet.....

was soll man davon jetzt halten..? Ohne Kommentar......!

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Es wird dann eben auch

ein "exzellentes" Wahlergebnis geben.

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Ein riesen Geschäft

wird noch mit den alten Menschen gemacht, eine bodenlose Frechheit. Diese nennen sich auch Christen, pfui teibl.

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Stoansteirer
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„Der unkritische Umgang mit Schlaf- und Beruhigungsmittel muss überdacht werden“,

ist nicht’s Anderes, als die Umformulierung menschenverachtender Handlungen wehrloser Menschen gegenüber. Das alles ist Systembedingt und Ausdruck einer Geisteshaltung- es sind in Wahrheit, Konzentrationslager für alte Menschen. Der liebe Gott möge mir die Gnade erteilen, dass ich niemals in eine solche Situation komme und mir vorher einen gnädigen Tod schenken. Ich schäme mich für diese Gesellschaft-ich schäme mich für Österreich.

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2f12da7953e63452bc0f382d8b1cee3f
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nicht für Österreich, sondern für all die Menschen in Österreich, die sich christlich nennen und solche Gutmenschen sind, die über ihr Volk regieren. Derer muss man sich schämen, dass dies alles zugelassen wird!

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..

man muss aber auch einmal das pflegepersonal ankreiden. es war aber früher besser, weil damals leute in den pflegebereich gingen die ein "herz" hatten. heute bekommst beim ams eine "umschulung" in den pflegebereich. egal was für eine kretzn das vorher war. ich kenne leute von solchen kurschen, denen würde ich nichtmal einen hund in die hand drücken. wie die dann arbeiten kann sich jeder ausmalen. dazu kommen auch noch die zig tausenden ausländischen pfleger, die das sowieso nur wegen dem geld machen. vorallem in der hauspflege ist das ganz extrem. da kommen teilweise 50 jährige unhygienische frauen daher, die man nicht einmal die hand geben würde..

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auch

Himmelszuckerĺ genannt!!!

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scutum
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arzt schreibt medikamente vor

Für die heimbewohner wird jedes schlaf, - beruhigungsmittel vom jeweiligen hausarzt des bewohners angeordnet , und darf nur dann verabreicht werden.- nur damit jeder weiß das hier nicht willkürlich gearbeitet wird.

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"Risperdal statt Personal" !

.
Sedierte Patient/inn/en sind "pflege"-leicht ...

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pflegeheim123
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Re: "Risperdal statt Personal" !

Das stimmt - das Personal kann die Anzahl an Heimbewohnern sowieso nicht mehr adäquat versorgen! Weiß nicht wann sich da was ändern wird

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Der Herr Kräuter

sollte weniger auf Studien und sogenannte Experten hören, sondern seinen Verstand einschalten.

Schlaf und Beruhigungsmittel hat ein Arzt zu verschreiben, der sicher besser entscheiden kann, als ein Pflegekontrolleur.(Experten die unangekündigt in Pflegeheime kommen sind Pflegekontrolleure) Diese Pflegekontrolleure schauen einen Pflegeheimbewohner ca. eine halbe Stunde an, stellen ihm fragen zu Befindlichkeit etc. Diese "Experten" haben aber kein Medizinstudium(sind ja selbst Leute aus der Pflege), werden hier aber als Experten verkauft. Man sollte die Medikation auch in Pflegeheimen gefälligst den zuständigen Ärzten überlassen und nicht durch Studien und falsch dargestellte Experten ankreiden

Vermutlich musste Herr Kräuter einfach medienwirksam etwas zum Besten geben, ansonsten hört man von Ihm überhaupt nichts.

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8a1aa94dc7ad15de4193b663346d842a
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lauben Sie wirklich, dass drei Viertel der Bewohner/innen sediert werden müssen ?

.
Die Ärztinnen und Ärzt verschreiben doch aufgrund der Schilderung des "Pflege"-Personals ! Außerdem sind die missbrauchten Neuroleptika an einige wenige Krankheiten (1 - 2 %) GEBUNDEN !

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bin dafür das wir die tabletten unseren politiker unterjubeln dann machens weniger schaden.

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Nur ein kleiner Gedanke

Die betagten Heimbewohner bekommen Unmengen an "Ruhigstellern" die aufgrund verminderten Stoffwechsel und oft eingeschränkter Nierenfunktion eine verlängerte Wirkung haben sodass die Bewohner morgens noch so mitgenommen sind dass Stürze im Zimmer vorprogrammiert sind was Schenkelhalsbrüche Blutungen und Verletzungen aller Art mit sich zieht. Die Konsequenz daraus ist ein Spitalsaufenthalt mit Operation und schlechter Wundheilung und vielleicht auch noch eine Lungenentzündung und damit hätt' sich's dann erledigt.
Oder: die Bewohner werden wegen Verwirrtheit und Bewusstseinstrübung ins Spital eingewiesen und keiner weiß warum...

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b3c21f550e2d0d6bd94c253b54ab905e
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Ohne Tabletterln

gibs von der Pharmaindustrie keine 'Fortbildungsreisen" Für das Dokterl und Frau Gemahlin....Umsatz Umsatz....

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top8
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in

Pflegeheimen für psychisch Kranke gehts gar nicht anders besonders bei skizophrenen und manischen Krankheitenbildern! Das ist Tatsache!

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hotchef
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ist doch auch viel einfacher für euch

habe selber bei meiner Oma erlebt.

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Und wenn so ein alter Mensch

selber nicht mehr als Kranker den Löffel zum Mund führen kann und keinen Becher mehr, dann kann er entweder verdursten oder verhungern. Im Totenscheion steht dann ganz was anderes, ja wen kümmert das auch schon. Da bekommt man Sehnsucht nach einem Altersheim, das zig Tausende Euros im Monat kostet. Dafür fühlt sich auch keiner zuständig, ist das nicht toll.

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Phoenix198
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Die Pflegekräfte fühlen sich schon zuständig... nur leider besteht folgendes Problem: auf eine Pflegekraft kommen ca. 15 zu pflegende... man hat einfach nicht die Zeit, sich um alles zu kümmern, so traurig das ist. Genau aus diesem Grund habe ich nach 5 Jahren in diesem Beruf aufgehört.

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ist die Würde des menschen, welche man bei jeden anderen Menschen lautstark einfordert, wem dem nicht so ist. Wo versagt denn die Politik nicht und das Geschwafel von den Kirchenmännern und Gutmenschen, ist sowieso uninteressant.Die schauen nur auf die Fremden im land.

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Zahlt ja keiner...

das dringend benötigte Geld fließt ja in die EU-Bruderstaaten.

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ich kenne viele leute die in pflegeheimen arbeiten und kann von erzählungen bestätigen das alten menschen mehr oder weniger mit tapletten vollgepumpt und ruhiggestellt werden, das ist gängige praxis. die pfleger wiederum werden mit antidepressiva vertröstet um diese alltags tristesse zu entkommen.

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Eagle67
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Den unkritische Umgang mit Schlaf- und Beruhigungsmittel anprangern aber eine Impfpflicht fordern!

Das sagt wohl schon alles über ihre Sichtweise in Gesundheitsfragen Herr Volksanwalt! Seit wann sind sie ein Lobbyist der Pharmaindustrie? Sie sollten sich eigentlich für die Interessen des Volkes einsetzen anstatt Werbung für das gut untereinander vernetzte Konglomerat aus Gesundheitsbehörden, Ärzten und der Pharmaindustrie zu betreiben das (nicht uneigennützig) mit dem Verkaufsargument Angst behauptet, dass Impfen unsere schütze und deren Gesundheit fördere.

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Windstille
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Eine Impfplicht als Vorbeugung für diverse (Kinder)Krankheiten wie z.B. Masern wäre sicher sinnvoll - aber erkläre das einmal vor allem "Grüninnen"... Warum kommen plötzlich diverse Krankheiten wieder? Warum begann man überhaupt mit der Impferei? Sicher nicht nur zum Wohle der Pharmaindustrie...

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Eagle67
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Wer nichts weiß, muss alles glauben!

Oder warum werden heute Kinderkrankeiten von der Pharmaindustrie plötzlich als totbringende Seuchen hochgespielt? Die Angst und Sorge der Eltern um ihre Kleinen ist halt ein spitzen Verkaufsargument der Pharmaindustrie. In den Generationen 40+ müssten 10000ende an Gehirnhautentzündungen oder SSPE gestorben sein oder an Folgeschäden leiden. Das genaue Gegenteil ist in Wirklichkeit der Fall. Kritische Auseinandersetzung statt Panikmache ist gefragt! Heute können sich gebildete Eltern - sehr zum Missfallen der Impflobby - sehr genau über die Wahrheit zum Thema Impfen informieren! Und immer mehr tun das auch!

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