Eine Woche vor dem SPÖ-Parteitag zeigt sich Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner, die auch Frauenvorsitzende der SPÖ und Vizeparteichefin ist, ob der weniger werdenden Frauen in Spitzenpositionen ihrer Partei unzufrieden. Frauen müssten „an allen Schalthebeln der Macht und mit am Verhandlungstisch sitzen“, auch in der SPÖ, sagte Holzleitner der APA. Die Frauenorganisation wolle das Parteistatut auf Lücken in Bezug auf die Unterstützung von Frauen durchleuchten.
Aktuell sind der Bundes- und alle Landesparteichefs männlich. Mit der Rückkehr von Christoph Matznetter in den Nationalrat als Nachfolger von Elke Hanel-Torsch, die Wiener Stadträtin wird, sinkt der Frauenanteil im SPÖ-Klub außerdem auf unter 40 Prozent, womit auch eine Förderung wegfällt.
„Da kann ich als Frauenvorsitzende natürlich nicht zufrieden sein, wenn gesamthaft in unserer Partei der Frauenanteil abnimmt“, sagte die Ministerin. Laut Informationen der „ZIB 2“ verliert der rote Klub im Parlament durch das Nachrücken von Matznetter 160.000 Euro pro Jahr, weil drei Prozent Frauenförderbonus wegfallen.