Politik ist längst ein schnelllebiges Geschäft geworden. Man steigt schnell ganz hoch und ist anschließend schnell wieder ganz unten – und noch öfters einfach weg. Doris Bures verkörpert jenes Gegenmodell, das es vor allem dort noch gibt, wo die politischen Machtverhältnisse eindeutig und stabil sind, im schwarzen Niederösterreich etwa oder eben auch im roten Wien. Die 62-jährige Wienerin startete ihre Karriere 1980 im Sekretariat der Sozialistischen Jugend, 1990 wurde die Wienerin erstmals in den Nationalrat gewählt – und stieg von da an die Karriereleiter konsequent nach oben.