Noch Anfang September erklärte Grünen-Chef Werner Kogler, damals noch Vizekanzler, für die letzte Nationalratssitzung vor der Wahl die Umsetzung des Eheverbots bis 18 Jahre an. Doch das Vorhaben, das sich gegen Zwangsehen richtete und auf das vor allem die Volkspartei drängte, kommt nun nicht, wie das Ö1-Journal am Freitag berichtete. Wer dafür die Verantwortung trägt, darüber streitet die Noch-Koalition: ÖVP und Grüne – konkreter das Familienministerium von Susanne Raab (ÖVP) und das Justizministerium von Alma Zadic (Grüne) – schieben sich die Schuld gegenseitig zu. Dabei war dieser Beschluss schon im Regierungsübereinkommen vereinbart – allerdings als Teil eines umfassenderen Pakets.