US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat nach Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Irans eine Untersuchung angekündigt. „Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir das untersuchen“, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz zur US-Militäroperation gegen den Iran. „Wir greifen natürlich niemals zivile Ziele an.“

Der Minister äußerte sich damit zu Medienberichten über einen Angriff auf eine Schule am Samstag. Berichten zufolge wurden mehr als 160 Menschen getötet, die meisten davon Kinder. Die Schule liegt nahe einer Anlage der Revolutionsgarden; internationale Medien fanden bisher jedoch keine Hinweise auf eine militärische Nutzung des Schulgebäudes. Weitere Details zu möglichen Verantwortlichen oder zur eingesetzten Munition nannte er nicht.

Hegseth kritisiert Medienberichterstattung

Hegseth kritisierte zugleich die Berichterstattung über solche Vorfälle. Alles laufe erfolgreich und zielgerichtet ab, „aber wenn ein paar Drohnen durchkommen oder tragische Dinge passieren, ist das eine Schlagzeile auf Seite eins“, sagte er mit Blick auf Iran.

Die USA führen seit mehreren Tagen Luftangriffe gegen Ziele im Iran durch. Ziel der Operation sei es nach Angaben der Regierung, Irans Raketen- und Drohnenkapazitäten sowie militärische Infrastruktur zu zerstören.

Amnesty International warnt: Tausende Schülerinnen in akuter Gefahr

Nach neuesten iranischen Angaben stieg die Zahl der Todesopfer auf 1.045. Das berichten staatliche iranische Medien. Darunter seien 165 Mädchen, die bei der Bombardierung einer Schule ums Leben gekommen seien. Das Pentagon kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. 

Amnesty International verifizierte sechs Videos aus dem Nachgang des Angriffs auf die Schule, die schwarzen Rauch aus dem teilweise eingestürzten Gebäude sowie Rettungskräfte und Bagger bei der Suche nach Überlebenden in den Trümmern zeigen. Aufnahmen, die vom Eingang der Schule aus gefilmt wurden, zeigen Mauern, die den Schulhof und das Gebäude umgeben, während im Hintergrund Rauch aus Richtung eines nahegelegenen Stützpunkts der Revolutionsgarden aufsteigt.