Portugals ''Wunderpremier''Antonio Costa am Streit ums Budget gescheitert - jetzt droht Neuwahl

Portugals viel gelobtem Premierminister zerbröselt seine Regierung. Der Sozialist galt vielen in der EU als Vorbild.

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Antonio Costa
Antonio Costa © AFP
 

Das hat er sich eindeutig anders vorgestellt. Er habe alles getan, was in seiner Macht stehe, seufzte Antonio Costa, hörbar enttäuscht, und sprach von einer „persönlichen Niederlage“. Portugals Premierminister, der im In- und Ausland vielen als Hoffnungsträger galt, der sein Land mit sicherer Hand durch die Krisen der vergangenen Jahre führte, musste gestern eine Abstimmungsniederlage einstecken, die nun aller Wahrscheinlichkeit nach Anfang nächsten Jahres zu Neuwahlen führen wird.

Zerbrochen ist seine Regierung am Streit ums Budget: Costas frühere linke Bündnispartner verweigerten dem sozialistischen Premier im Parlament die Zustimmung zu seinem Haushaltsentwurf. Der Bruch kommt zur Unzeit: Eigentlich sollte mit dem Budget der Wiederaufbau des Landes nach der Corona-Krise in Angriff genommen werden, die Portugal schwer getroffen hat. Das Bruttoinlandsprodukt war im Vorjahr um 8,4 Prozent eingebrochen.

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