Deutscher Kanzler-PokerAuch die SPD zog mehrfach als nur zweitstärkste Partei ins Kanzleramt ein

Wenn es also für die SPD mehrfach eine Selbstverständlichkeit war, als nur zweitstärkste Partei mit einem Partner eine Regierung zu bilden, warum sollte es dann verwegen sein, wenn auch die Union mit Armin Laschet jetzt selbiges für sich einfordert?

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Wenn Olaf Scholz, der Kanzler-Kandidat der SPD, nun als knapper Sieger dieser Bundestagswahl die Kanzlerschaft für sich einfordert, steht seine Argumentation eigentlich auf tönernen Füßen. Aus der eigenen Parteigeschichte heraus. Denn morgen, am 28. September, jährt sich eine westdeutsche Schicksalswahl. Diese Wahl zum Bundestag 1969 endete zwar mit einer deutlichen Stimmenmehrheit für die Union aus CDU und CSU, aber die zweitstärkste Partei, die SPD, einigte sich mit der FDP auf eine Koalitionsregierung unter dem neuen Bundeskanzler Willy Brandt. Die Union ging in Opposition, wo sie auch bis 1. Oktober 1982 blieb, und erst durch ein erfolgreiches konstruktives Misstrauensvotum im Bundestag Helmut Schmidt als Kanzler und Chef einer SPD/FDP-Regierung stürzte, und mit der FDP unter Kanzler Helmut Kohl eine neue Regierung bildete.

Kommentare (5)
Baldur1981
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Unterschied

Der feine Unterschied ist halt der, dass Laschet auch innerparteilich schwer in der Kritik ist, und die CDU massiv verloren hat, die SPD aber stark dazugewonnen hat. Klar, in der Welt des Herrn Weniger ist die SPD ja die Vorstufe zum Kommunismus. Und der hat auch noch in Graz gewonnen, Herr Jesus hilf.

Luger13
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Eine völlig einleuchtende Meinung ,

wie sie Herr Weniger vertritt, wird gerade in der ARD bei „ Hart aber (richtig:) unfair“ von den linken deutschen Parteien und insbesondere vom ( völlig einseitigen ) Moderator und den beiden ( ebenso unobjektiven ) Medienvertretern als absurd angesehen , wobei das eher enge demokratische Wählerstimmenverhältnis beiseitegewischt und durch (fragwürdige) Meinungsumfragen ersetzt wird ! Wozu wurde nach Meinung der Medien eigentlich gewählt ?

voit60
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Herr Weninger

und der Schüssel als drittstärkste Partei. Wissen wir, nur hat es noch nie so einen großen Verlierer gegeben, der sich dann noch frech her stellt, und den Kanzleranspruch erhebt. Der sollte schleunigst seine Koffer packen, er hat es absolut versaut. Wenn jemand in nur ein paar Monaten an die 10 Prozent an Zustimmung verliert, dann sagt das wohl alles. Alles sagen auch seine Werte, die er im Moment hat. Nur Steherqualitäten zu haben, ist absolut zu wenig.

wjs13
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Gute Idee Laschet, den offensichtlich kaum jemand mag,

durch Merz, dem als Spitzenkandidaten das Malheur nicht passiert wäre zu ersetzen und dann eine Jamaikakoalition und das Schlimmste wäre abgewendet.,

voit60
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der Nagl

wusste gestern auch, was nach so einer Pleite zu tun ist.