Afghanistan und "America First" Wie der Rückzug der Amerikaner von der Weltbühne auch Europa schadet

Die Abzugs-Entscheidung des US-Präsidenten mag in Afghanistan zu noch mehr Chaos geführt haben – doch sie ist logische Fortsetzung der US-Außenpolitik der letzten Jahre.

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Am Tag nachdem die letzte amerikanische Militärmaschine den Flughafen von Kabul verlassen hatte, trat Joe Biden im State Dining Room an ein Rednerpult. Eine knappe halbe Stunde verteidigte er vehement die Entscheidung, das US-Militär aus Afghanistan abzuziehen und den längsten Krieg der amerikanischen Geschichte zu beenden. „Ich übernehme die Verantwortung für diese Entscheidung“, so der Präsident. „Es war an der Zeit, diesen Krieg zu beenden.“

Kommentare (1)
Lepus52
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Denkanstoß!

Europa sollte das als Denkanstoß benutzen, um die Beziehung mit der NATO zu überdenken. Es gibt schon lange keinen Warschauer Pakt mehr, durch den sich Westeuropa bedroht fühlen könnte. Das europäische Engagement in der NATO schadet Europa, denn die Amerikaner setzen die Prioritäten "Amerika first" eindeutig, auch unter Biden. Die NATO provoziert an Russlands Grenzen und im Konfliktfall ist Europa und nicht Amerika der Leidtragende. Europa muss sich von dieser Umklammerung befreien und ein Partner auf Augenhöhe werden und nicht ein Erfolgsgehilfe von Amerika.