EU-Minister tagenSchallenberg: Noch 25 Österreicher in Afghanistan

Heute Nachmittag besprechen die EU-Außenminister via Video-Konferenz in einer Krisensitzung die Lage in Afghanistan. Zuvor werden auch die Botschafter der NATO-Mitgliedstaaten zu einer Krisensitzung zusammenkommen.

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DOORSTEP VON AUSSENMINISTER SCHALLENBERG ZU INFORMELLEM EU-RAT
Schallenberg © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die EU-Außenminister beraten heute Nachmittag in einer Krisensitzung über die Lage in Afghanistan. Außenminister Alexander Schallenberg erklärte im Vorfeld: "Angesichts der sich rasant überschlagenden und dramatischen Ereignisse" sei jetzt eine "enge Koordination zwischen den EU-Partnern essenziell." Der Westen stehe vor einem "Scherbenhaufen". Die Stärke der Taliban sei "völlig falsch eingeschätzt" worden.

Noch rund 25 Österreicher befinden sich weiterhin in Afghanistan und wollen das Land nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban verlassen.

Seit gestern hätten sich weitere österreichische Staatsbürger beim Außenministerium und der für Afghanistan zuständigen österreichischen Botschaft in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gemeldet, teilte das Außenministerium mit. Am Vortag war von rund 15 Österreichern die Rede. Diplomatisches Personal hatte Österreich keines im Land, Afghanistan wird von Islamabad aus betreut.

Video-Konferenz

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell setzte angesichts der jüngsten Entwicklungen eine Video-Konferenz an. Die EU-Staaten versuchen nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban laut Borrell, die Evakuierung von Personal aus Afghanistan zu beschleunigen. Zuvor werden auch die Botschafter der NATO-Mitgliedstaaten zu einer Krisensitzung zusammenkommen.

Nach Angaben von Diplomaten forderten Vertreter der EU-Kommission die Mitgliedstaaten auf, Visa an die 500 bis 600 afghanischen Mitarbeiter der EU-Vertretung in Kabul und ihre Familienangehörigen zu vergeben. Angesichts der chaotischen Lage in Kabul war aber unklar, wie alle Ortskräfte an den Flughafen gelangen sollten, von dem aus die Evakuierungsflüge starten. Die Taliban hatten am Sonntag die afghanische Hauptstadt Kabul erobert und die Macht übernommen. Die afghanische Regierung räumte ihre Niederlage ein, Präsident Ashraf Ghani floh ins Ausland.

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herwig67
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Die mit

Rot-Weiß-Rot + Karte muss man nicht retten. Dabei handelt es sich um ehem. Asylwerber, deren Verfahren neg. entschieden wurde und ein Bleiberecht erhalten haben. Selber schuld, wenn man dann ins Herkunftsland zurückkehrt (Soviel zum Fluchtgrund).

andy379
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Die 25 Österreicher

können dann eh mit dem Abschiebeflieger des Hr. Nehammer wieder mit nach Hause fliegen.

mtttt
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Der naechste

Rote Niveauposter

Planck
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Ähm ...

"Bundeskanzler Sebastian Kurz und Innenminister Karl Nehammer bekräftigen ihre Asyl-Linie: "Ein Abschiebungsstopp kommt definitiv nicht." ("Heute", 20. 6. 2021)

"Definitiv" ist ziemlich definitiv, oder? Nicht "so weit wir heute sehen können", das wäre ja knapp an der Realität, das geht schon mal gar nicht *gg

Ihr lasst euch verarschen, und das auch noch gernstens.

"Nicht das Erreichte zählt, das Erzählte reicht", wie Alfred Dorfer so treffend sagte.

Die Frage wird halt sein: Wann reicht es euch?

Denn davon hängt ganz direkt die Zukunft des Rechtsstaates Österreich ab.

hansi01
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Was macht ein Österreicher in Afghanistan?

Haben wir etwa Geschäftsverbindungen dahin?
Kann die KLZ dazu aufklären?

Mitte1
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KLZ kann oder will nicht…

Lt. anderen Medien handelt es sich dabei um „Österreicher“ mit afghanischen Hintergrund.

hansi01
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In Afghanistan sieht man die Falscheinschätzung

Bei allen andern nicht so direkt was unsere Politiker (weltweit) so veranstalten.

duesenwerni
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Die Stärke der Taliban sei "völlig falsch eingeschätzt" worden.

Ich würde eher sagen, dass der Westen die Stärke der mit US-Milliarden aufgerüsteten afghanischen Streitkräfte "völlig falsch eingeschätzt" bzw. dramatisch überschätzt hat.

heri13
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Blöd reden über Rückführungen kann er..

Seine Aufgabe, Österreichische Staatsbürger zurückholen kann er nicht.
Der Außenminister soll sein Amt zurücklegen.

cheol80
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"Österreicher"

.

Lodengrün
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Seine theatralischen Auftritte

und sein intellektuelles Gequassel beeindrucken, sind aber im Endeffekt heiße Luft und leere Kilometer.

user10335
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"Sich rasant überschlagende und dramatische Ereignisse" aber:

Abschiebung ist noch immer kein Problem? (Zumindest theoretisch). Die derzeit (noch) gültigen negativen Asylbescheide wurden großteils unter vollkommen anderen Voraussetzungen erstellt! Für mich wäre es selbstverständlich, dass diese Bescheide unter Berücksichtigung der geänderten Lage (und ohne Vorurteile) überarbeitet werden!

hoferalois
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Wohin?

Es wird lt Dublin Abkommen in die zuständigen Länder abgeschoben und nicht nach Afghanistan.

cheol80
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Mörder, Vergewaltiger

Als würden sie den Asylbescheid eines verurteilten afghanischen Straftäters nochmal überarbeiten? Wegen der "vollkommen" anderen Voraussetzungen?

user10335
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Es geht hier nicht um Mörder und Vergewaltiger!

In diesem Land gab es genug andere Gründe, zu flüchten!

melahide
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@cheo

Oh, ein Experte. Schauen sie sich mal den 13er im Asylgesetz an …

Ragnar Lodbrok
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Afghanistan ist doch eh so sicher.

Unser "Außen schön und InnenMinister" sollte sich persönlich ein Bild vor Ort machen. Aber außer einer großen Klappe hat er nichts zu bieten.

SoundofThunder
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Beratungen

Bla Bla Bla. Wissen eh nicht mit wem sie verhandeln sollen ohne ihr eigenes Gesicht zu verlieren.

Rot-Weiss-Rot
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Die versuchen alles um ihr Gesicht nicht zu verlieren ....

allerdings nimm das keiner mehr ernst.

Planck
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Keiner?

Ich fürchte, das stimmt nicht.