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Deutscher Ex-Minister Schmidt als Nachfolger Österreicher Inzko hört im August als Bosnien-Beauftragter auf

Friedensimplementierungsrat einigte sich auf deutschen Ex-Minister Schmidt als Nachfolger.

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Der Kärntner Diplomat wachte seit März 2009 als Vertreter der internationalen Gemeinschaft über die Einhaltung des Dayton-Friedensvertrags © AP
 

Der österreichische Spitzendiplomat Valentin Inzko (72) gibt sein Amt als internationaler Bosnien-Beauftragter am 1. August auf. Nach monatelangem Tauziehen hat sich der Lenkungsausschuss des Friedensimplementierungsrates (PIC) für Bosnien-Herzegowina am Donnerstag auf die Ernennung des deutschen Ex-Ministers Christian Schmidt zum Nachfolger Inzkos verständigt. Inzko hatte schon länger auf eine Staffelübergabe gedrängt, doch scheiterte dies an einer Blockade Russlands.

"Die Botschafter des Lenkungsausschusses des Friedensimplementierungsrates haben heute formell Christian Schmidt zum nächsten Hohen Repräsentanten in Bosnien-Herzegowina ernannt", hieß es in einer Aussendung. Schmidt werde sein Amt am 1. August übernehmen, "wenn der Rücktritt Herrn Inzkos wirksam wird". Der Lenkungsausschuss dankte Inzko "für sein lange währendes, außerordentliches Engagement und seinen gewaltigen Beitrag zur Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens und zur Sicherheit und Stabilität in Bosnien-Herzegowina".

Zeichen des erneuten Engagements

Der Kärntner Diplomat wachte seit März 2009 als Vertreter der internationalen Gemeinschaft über die Einhaltung des Dayton-Friedensvertrags und war damit fast so lange im Amt wie seine sechs Vorgänger zusammen, darunter sein Kärntner Landsmann Wolfgang Petritsch (1999-2002).

Die Ernennung Schmidts gilt als Zeichen des erneuten Engagements der internationalen Gemeinschaft für das frühere Bürgerkriegsland. Die nach Unabhängigkeit strebenden bosnischen Serben hatten sich nämlich für eine Abschaffung des Amtes des Bosnien-Beauftragten eingesetzt. Weil Moskau die Suche nach einem Nachfolger blockierte, musste Inzko weit über sein Pensionsalter hinaus den Statthalter in Sarajevo spielen, um das Amt zu retten.

Nach dem Abgang Inzkos werden weiterhin zwei der drei wichtigsten internationalen Positionen in Bosnien-Herzegowina von Österreichern besetzt. Es sind dies EU-Sonderbotschafter Johann Sattler und der Kommandant der EUFOR-Friedenstrupe, Alexander Platzer. Das Bundesheer ist mit 300 Soldaten an dem Einsatz beteiligt, so viel wie die restlichen 18 Truppensteller zusammen.

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Danke für Ihr Verständnis.

Hapi67
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Ob Inzko,

der richtige Friedensapostel für Bosnien war, darf bezweifelt werden.

Unvergessen ist und wahrscheinlich bleibt sein Trauma und seine Grundbeleidigkeit zum Thema
Lösung der Ortstafelfrage.
Während Sadovnik und Sturm von slowenischer Seite in die Geschichtsbücher eingegangenen sind, wird Herr Inzko als ständiger Unruhestifter enden.

Eigeninteresse vor Gemeinwohl.

Vielen Dank

Hildegard11
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Faktenumkehr

Wenn ein Land wie Bosnien so " komplex" ist mit vielen Interessen und wenig Willen, dann schiebt man die Schuld dem zu, der das Beste versucht. Komische Wahrnehmung.

zill1
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Inzko

Gott sei dank für Bosnien! Wie kann ein Mensch der auch in seiner Heimat Kärnten nur Zwietracht zwischen den Volksgruppen säät gut für Bosnien gut sein ? Hoch bezahlt noch dazu ! Bosnien und Kärnten hat Sie nicht verdient

wahlnuss
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Der feine Unterschied?

In Bosnien war Herr Inzko in diplomatischer Funktion. In vielen Fragen unlösbar und von der EU ins Eck gestellt. In Kärnten war er, aufgrund seiner Geschichte, ein Betroffener.