Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Nach Feuer kam Regen"Zustände auf Lesbos sind absolut verheerend"

Klaus Schwertner, Geschäftsführender Direktor der Caritas Erzdiözese Wien, schildert die Situation auf Lesbos: Wenig habe sich in Moria zum Positiven verändert, Regen verschlimmerte die Lage.

© Caritas
 

Herr Schwertner, Sie sind Geschäftsführender Direktor der Caritas der Erzdiözese Wien und derzeit mit Katastrophenhelferin Daniela Pamminger auf Lesbos. Wie ist die Lage?
KLAUS SCHWERTNER: Absolut verheerend und besorgniserregend. Nach dem Brand von Moria vor einem Monat hieß es von offizieller Seite noch: Jetzt wird alles anders. Jetzt sehen wir: An den Bedingungen, unter denen tausende Menschen – 40 Prozent von ihnen sind Kinder – hier leben, hat sich wenig zum Positiven verändert. Diese Woche führten heftige Unwetter mit Starkregen und Sturm erneut dazu, dass viele Zelte weggeblasen wurden und unter Wasser standen. Die Menschen haben bis zuletzt versucht, Sandsäcke zu füllen und Dämme zu errichten. Wie es hier in wenigen Wochen aussehen wird, wenn der Winter Einzug hält, ist völlig offen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. An einer Sofortevakuierung der Lager auf den Inseln führt kein Weg vorbei, denn auch auf Samos und Chios ist die Lage für geflüchtete Menschen äußerst prekär und menschenunwürdig. Andernfalls ist die nächste Katastrophe bereits vorprogrammiert. Die gute Nachricht: Alle Staats- und Regierungschefs guten Willens können diese Katastrophe verhindern. Es ist ja keine Frage des Könnens, sondern des Wollens.

Kommentare (15)
Kommentieren
Sam125
0
3
Lesenswert?

Nach Feuer kam Regen! Ja,das mit dem Feuer und abfackeln des Lagers,haben

bestimmt alle Lagerbewohner selbst auch gewusst, denn es wurde niemand verletzt und die Verursacher des Feuers wurden sofort geschützt und sogar auf das Festland gebracht,wo sie bestimmt auch für ihre Tat gefeiert wurden und die jungen Männer sollten mit andere anerkannte Migranten mit in die Eu geschleußt werden! Doch bei diesen Regenwetter sollte man Kleinkinder bis 12 Jahre aufs Festland bringen,solange es noch ein so schlechtes Wetter gibt! Doch ich bin mir absolut sicher,dass KEIN Moslem sein Kind, UNGLÄUBIGEN freiwillig in die Hände gibt!!! Wir haben bei uns in Österreich nach dem Krieg tausende Kinder die es schlecht ging auf ganz Europa und OHNE Eltern verteilt, damit sie bei Gastfamilien überleben konnten!! Die Trennung von den Kindern fiel allen schwer,doch sie kamen ja wieder zurück!

100Hallo
2
1
Lesenswert?

Wahrheit

Kümmert es sich auch um die Österreicher so?

isteinschoenerName
2
0
Lesenswert?

Wen meinen sie mit "es"?

Und wo steht in Österreich, das schwer überschwemmte Zeltelager, in denen nach dem Willen der Politik traumatisierte und teils kranke Kinder den kommenden Winter irgendwie überleben sollen?

wjs13
4
10
Lesenswert?

Wann hört das Mitleidheischen endlich auf?

Alle kommen aus einem sicheren Land, haben sich nicht nur freiwillig auf Lesbos begeben, sondern haben auch noch viel dafür bezahlt. Seit mindestens 3 Jahren ist bekannt was sie dort erwartet.
Der Weg zurück steht allen frei.

isteinschoenerName
6
5
Lesenswert?

Soso? Woher nehmen Sie diese Infos, haben Sie vielleicht Kontakt zu Identibär Sellner

oder werden diese alternativen Fakten auf "FPÖ-TV" ausgestrahlt?

wjs13
2
2
Lesenswert?

Jeder der etwas über den Gutmenschentellerrand hinausblickt, es genügt schon Wikipedia, weiß das

In Moria sind 77% Afghanen, Schwarzafrikaner, eine Handvoll Iraner und nur ca. 12% Syrer und Iraker mit Asylchance. Islamisten aussortieren, dann sind es noch viel weniger. Der jämmerlich Rest von ca. 95% gehört umgehend zurück zu Erdogan geschickt.

isteinschoenerName
1
1
Lesenswert?

Ja, klar.

Ihre Polemik und ihre statistisches Zahlenwerk rechtfertigen natürlich absolut, dass man dort traumatisierte Kinder in überschwemmten, verschlammten Zelten dahinvegetieren, schwer krank werden, manche von ihnen im kommenden Winter bestimmt krepieren lässt.
Ist ja egal, viel wichtiger für unser eins ist doch, man hat in seinem letzten Online-Kommentar wieder mal die zwei Kampfbegriffe "Gutmenschen" und "Islamisten" untergebracht, dann fühlt man sich schon wesentlich besser, und die Schande von Lesbos ist sogleich vergessen.

herwig67
4
14
Lesenswert?

Verteilung wäre so einfach

In der EU gäbe es Platz genug, blöd halt, dass alle nur nach Deutschland, Skandinavien oder Österreich wollen. Glaube kaum, dass einer freiwillig in Rumänien, Bulgarien oder den Visagrad Staaten bleibt. Somt bleibt für sie nur der Verbleib in Griechenland. Allerdings ist es fragwürdig, wie sie sich nach solanger Zeit in diesem Lager noch integrieren lassen. Jene, deren Asyantrag negativ entschieden wurde, sollten freiwillig wieder zurückkehren, würde die Lage auch entspannen. Aber wichtig wären vor allem EU weite einheitliche Standards im Asylverfahren und gleiche Bedingungen in der Grundversorgung. Dann kann man auch Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen. Und die NGOs sind angehalten, ihnen zu erklären, dass die EU nicht nur aus Mitteleuropa besteht. Wer Schutz sucht, muss sich auch z.B. mit Rumänien abfinden.

Lodengrün
5
6
Lesenswert?

Wenn wir

denen helfen ist das reine Symbolpolitik. Sollen sich ruhig verhalten.

ichbindermeinung
6
9
Lesenswert?

EU hat im März 700 Millionen zugesprochen

die EU hat den Griechen im März noch extra ca. 700 Millionen EURO für die Migrantenversorgung u. die dazugehörige Infrastruktur zugesprochen und dort unten sieht man immer noch Zelte...

RonaldMessics
14
7
Lesenswert?

Es ist halt...

....leicht die EU zu kritisieren, nur Österreich macht es mit dieser Bundesregierung eben noch viel schlechter.

Lodengrün
5
5
Lesenswert?

Stimmt nicht

Her Nehammer hat sich sehr medienwirksam präsentiert. Wundert mich das der Kanzler nicht dabei war. Schlagzeile: „die erste Lieferung mit Herrn Kurz ist in Athen eingelangt“.

RonaldMessics
12
7
Lesenswert?

Österreich....

....hat nur Zelte geliefert.

soge
8
9
Lesenswert?

Regenschirme

Sollte Oesterreich nicht wieder als 1. und sehr effektiv , direkt vor Ort, mit Regenschirmen helfen?
Im Lager in Athen waere noch Platz!

X22
5
4
Lesenswert?

Türkisfärbige

mit Kurzslogan " Mutig in die neuen Zeiten"