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Berg-KarabachJerewan und Baku werfen sich gegenseitig Bruch der Waffenruhe vor

Die Feuerpause im Konflikt um die Region Berg-Karabach sollte um Mitternacht in Kraft treten.

Der Kriegsausbruch hat die Region gezeichnet © AP/David Ghahramanyan
 

Im Konflikt um die Region Berg-Karabach haben sich Armenien und Aserbaidschan am Sonntag gegenseitig beschuldigt, die erst am Vorabend vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben. Die Feuerpause sollte um Mitternacht (22.00 Uhr MESZ) in Kraft treten.

Armenien und Aserbaidschan hatten bereits vor einer Woche einer Waffenruhe zugestimmt, diese wurde jedoch mehrfach gebrochen. Dafür gaben sich beide Länder gegenseitig die Schuld.

Opfer auf beiden Seiten

Beide Seiten warfen sich gegenseitig Verstöße vor und berichteten über Kämpfe. Aserbaidschan beschuldigte am Samstag Armenien bei dem Beschuss der Stadt Ganja 13 Zivilisten getötet zu haben, mehr als 50 weitere Menschen seien verletzt worden. Armenien wiederum warf Aserbaidschan anhaltende Angriffe vor.

Zunächst hatte eine Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums erklärt, es habe Raketen- und Artilleriefeuer von gegnerischer Seite gegeben. Aserbaidschan habe zudem einen Angriff aus südlicher Richtung der Konfliktregion begonnen. Es gebe Opfer auf beiden Seiten.

Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium wiederum warf Armenien später vor, "grob" gegen die Vereinbarung verstoßen zu haben. Demnach sollen die Stadt Jabrayil sowie mehrere zuvor von Aserbaidschan unter Kontrolle gebrachte Dörfer von armenischer Seite aus beschossen worden sein. Aserbaidschan habe darauf "Vergeltungsmaßnahmen ergriffen", hieß es.

Hintergrund

In der Region im Südkaukasus leben überwiegend christliche Armenier, die dortige Führung wird von der armenischen Regierung in Jerewan (Eriwan) unterstützt. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, von dem es sich jedoch 1991 losgesagt hatte. Da Armenien mit Russland verbündet ist und Aserbaidschan von der Türkei unterstützt wird, droht eine Ausweitung des Konflikts über die Region hinaus mit weitreichenden Folgen auch für die Wirtschaft. Durch den Südkaukasus laufen wichtige Erdgas-und Öl-Pipelines. Die gegenwärtigen Kämpfe begannen am 27. September und sind die schwersten seit dem Krieg 1991 bis 1994, in dem rund 30.000 Menschen getötet wurden.

 

 

Kommentare (1)

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Sam125
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Berg-Karabach! Nun geht es schon wieder den armenischen Christen an den Kragen!

Ausland:die Demokratie ist nur der Zug auf dem wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind! Die MOSCHEEN sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bayonette die Kuppeln unsere Helme und die GLÄUBIGEN unsere SOLDATEN! Wenn Tolerante sich gegen Intolerante nicht zur Wehr setzen, so wird die tolerante Gesellschaft zerstört und mit ihr stirbt auch die TOLERANZ! Es ist für die Armenier nur zu hoffen,dass Russland sein einstiges zur Sowjetunion gehörendes Land auch weiterhin großzügig unterstützt!