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Friedensnobelpreis Der Scheinwerfer beleuchtet ein Thema, das wir lieber verdrängen

Der Nobelpreis für das Welternährungsprogramm der UNO ist keine spektakuläre Entscheidung, über die es sich gut streiten lässt. Sie ist unbequem - und gerade deshalb wichtig.

© AP
 

Spektakulär ist die Entscheidung nicht. Als Barack Obama den Friedensnobelpreis erhielt, oder die Europäische Union, konnte man sich leichter darüber freuen oder auch empören. Auch über eine Ehrung für die Klima-Aktivistin Greta Thunberg oder den russischen Kreml-Kritiker Nawalny hätte es sich leichter streiten lassen. Heuer hat sich das Nobelpreis-Komitee dafür entschieden, das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen auszuzeichnen - und dieses widmet sich dem Kampf gegen Hunger.

Kommentare (4)

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duerni
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Ja, die WFP, das Welternährungsprogramm ist eine sehr gute Sache - ABER....

. es löst doch das Problem nicht. Das eigentliche Problem ist, dass sich diese Verhungernden nicht selbst helfen können. Das würden sie liebend gerne tun - aber es sind WIR, die durch Lieferung von Waffen und Munition in diese Länder für Tod und Unterdrückung durch afrikanische Oligarchen sorgen. Und wir liefern jetzt Nahrung - das ist für diese Menschen ÜBERLEBENSHILFE aber KEINE LEBENSHILFE, sich selbst zu helfen.
Die Profitsucht unserer Wirtschaft zerstört unsere Erde - und das Leben dieser Menschen dort. WFP muss ersetzt werden durch HILFE ZUR SELBSTHILFE.
Die Erde wird schon in fünfzig Jahren zu klein sein, zehn Milliarden Menschen zu ernähren. Wir leisten es uns, den ganzen Kontinent Afrika zu entvölkern und ihn zum Selbstbedienungsladen für Rohstoffe von China und den USA zu machen. Dass von dort hunderte Millionen nach Europa fliehen, ist doch die natürliche Folge.
Dieser Nobelpreis ist nur ein Alibi - aber er könnte ENDLICH dazu beitragen den Afrikaner WIRKLICH zu helfen - mit Hilfe zur Selbsthilfe VOR ORT!

feringo
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Global agieren

Es ist ein Zeichen, ein gutes Zeichen und ein starkes Zeichen!
Einen Nobelpreis zu erhalten ist ein höchst erstrebenswertes Ziel.
Dass dies die UNO schaffte, ist der Beginn weiterer global koordinierter Aktionen zur Verbesserung der Lebensweisen leidender Kreaturen.
Stärken wir die UNO weiterhin durch intensive Berichterstattung über weltweite Hilfsaktionen.

xandilus
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wird nicht viel bringen

Bitte nicht falsch verstehen: es ist wichtig und richtig, daß der Preis in dieser Form vergeben wird.
Doch in einigen Wochen spricht davon leider niemand mehr, da "wir" unser Gewissen ausreichend beruhigt haben und wir alle wieder zum gewohnten Alltag übergehen werden, der da besteht aus Völlerei, Genußsucht, Lebensmittelvernichtung, Umweltzerstörung uswusf. durch jeden einzelnen(!). Da nehme ich mich gar nicht aus davon.
Jedem, der meint das wäre Schwarzmalerei, dem kann ich nur empfehlen, die Augen aufzumachen und die Entwicklung zu beobachten.

mobile49
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der friedensnobelpreis ist meist ein preis für mut

heuer hat das gremium selbst mut bewiesen
bravo
danke