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100 Jahre LibanonEine frische Zeder und harte Worte für die Staatsspitze

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reiste zum 100. Gründungstag des Libanon nach Beirut. Hilfe soll es erst nach Reformen geben.

Macron beim Zedernplanzen
Macron beim Zedernplanzen © (c) AFP (GONZALO FUENTES)
 

Emmanuel Macron sparte nicht mit düsteren Warnungen. Der Libanon riskiere einen erneuten Bürgerkrieg, wenn er in dieser Krise allein gelassen werde, mahnte der französische Präsident. Vier Wochen nach der Megaexplosion im Hafen reiste er zum zweiten Mal nach Beirut, um der herrschenden Klasse erneut ins Gewissen zu reden und an einer Feier zum 100. Jahrestag der Gründung des Landes teilzunehmen. In Beirut pflanzte er einen Zedernbaum, das Nationalsymbol des Landes. Danach besuchte er erneut den Hafen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Dort prangerte er unter anderem die weit verbreite Korruption an. Notwendig seien Reformen im Energiesektor, Bankwesen und in der Justiz. „Alles ist bereit, aber ein politischer Wille ist nötig“, sagte er und mahnte, langfristige Hilfe werde nur ausgezahlt, wenn bis zum Oktober Reformmaßnahmen eingeleitet worden seien.

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