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Völlig überfordertDem kriegsgebeutelten Jemen gibt das Corona-Virus den Rest

Die Zahl der Covid-19-Toten steigt rasant. Die wenigen noch intakten Krankenhäuser weigern sich, Infizierte überhaupt aufzunehmen, weil das Personal keinerlei Schutzkleidung hat. Derzeit kämen mehr Tote auf den Friedhof als zu den blutigsten Phasen des Bürgerkrieges, sagte ein Totengräber.

Im Jemen versucht man trotz des Bürgerkriegs der Virus-Ausbreitung etwas entgegenzusetzen
Im Jemen versucht man trotz des Bürgerkriegs der Virus-Ausbreitung etwas entgegenzusetzen © AFP
 

Erst die Cholera-Epidemie, jetzt die Corona-Seuche – dem Jemen droht die Apokalypse. Die Zahl der Covid-19-Toten steigt rasant. Ende April meldeten die Behörden die ersten fünf Erkrankten in Aden. Zwei Wochen später bereits waren in der Hafenstadt über 600 Menschen an der Lungenseuche gestorben, darunter ein Vizeminister, wie der Chef des Zivilschutzes, Sanad Jamil, bekannt gab. Nach seinen Worten grassiert das Virus „in rasendem Tempo“ unter der Bevölkerung, die durch fünf Jahre Krieg, Hunger, Obdachlosigkeit und andere Infektionen extrem geschwächt ist. Schon die weltweit größte Cholera-Epidemie mit bisher 2,3 Millionen Infizierten forderte 4000 Tote. Bei Corona befürchten die Vereinten Nationen nun 40.000 Tote. 16 der 29 Millionen Jemeniten könnten sich mit dem tödlichen Virus anstecken. Das sei das „wahrscheinlichste Szenario”, warnte Lisa Grande, UN-Nothilfe-Koordinatorin für den Jemen.

Kommentare (1)

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jaenner61
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4
Lesenswert?

wäre schön.....

wenn das die richtigen personen lesen würden! all jene, die zur zeit parteipolitik über zusammenarbeit stellen, um daraus politischen kleingeld zu schlagen. all jene, die das virus als harmlose grippe belächeln, und die maßnahmen der regierung ignorieren. all jene, denen es dank kurzarbeit und anderen hilfsmaßnahmen wirtschaftlich noch immer relativ gut geht, aber beklagen, dass es vermutlich keinen urlaub am meer gibt, weil wir in unseren persönlichen rechten ja so eingeschränkt werden!

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