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Kampf gegen CoronaWas wir von Südkorea lernen können

In keinem Land nach China wütete das Coronavirus anfangs so schlimm wie in Südkorea. Doch scheint im Land inzwischen nicht nur die Epidemie eingedämmt. Es wird auch nicht gehamstert, sondern solidarisch gesammelt.

Südkoreanische Soldaten in Schutzanzügen desinfizieren einen Bahnhof in der Stadt Daegu
Südkoreanische Soldaten in Schutzanzügen desinfizieren einen Bahnhof in der Stadt Daegu © (c) AP (Kim Hyun-tai)
 

Als Hyomin Han davon hörte, dass jetzt in anderen Ländern Klopapier und Seife aus sind, wollte sie zuerst ihren Ohren nicht trauen. Dann stieß sie online gleich auf mehrere Artikel, in denen aus allen Erdteilen über dieses Problem geklagt wird. Die Berichte kamen aus Japan, Europa und den USA, jenen Ländern also, die man in Südkorea eigentlich die wichtigsten Partner nennt. Plötzlich kamen ihr diese Länder fremd vor. „Ich kann es nicht glauben, dass man so etwas tut. Was soll das?“ Die 29-Jährige aus Seoul habe dann mit ihren Freunden im In- und Ausland darüber gesprochen, ob so etwas normal sei. In ihrem Land sei es das jedenfalls nicht.

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duerni
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Corona - Covid 19 - ist die Strafe, die wir Menschen längst verdient haben, denn ....

wie wir - damit meine ich die überwiegende, verwöhnte Mehrheit der Menschheit - weltweit - gelebt haben, spottet jeder Beschreibung. Die Wirtschaft, ihre Superreichen, diktierten, was zu geschehen hat, um ihren Reichtum ins Unermessliche zu steigern. Neue Märkte mussten geschaffen werden, damit der Fetisch "Wachstum" bedient werden konnte. Und wir kauften Zeug, was wir zwar nicht brauchten - aber ist war "cool"! Früher gab es Weltkriege, die für neuen Bedarf sorgten - heute heißt Krieg - Covid19!
Die Menschen in Südkorea - in Asien - haben eine andere Mentalität als wir. Sie leben auch Solidarität - wie wir - aber sie denken vorher nach, wie das Volk am wirksamsten vor einer Bedrohung geschützt werden kann.
Unsere Solidarität mag auf den ersten Blick richtig sein - aber sie ist es nicht.
Es macht keinen Sinn, UNS ALLE wegzusperren - und damit nicht nur UNSER LEBEN drastisch einzuschränken sondern auch UNSERE LEBENSGRUNDLAGE ZU ZERSTÖREN!
Ich gehöre zur "Risikogruppe > 65" - also erlaube ich mir zu sagen - hätte unsere Regierung uns "Risikomenschen" durch Wegsperren GESCHÜTZT - die Wirtschaft aber mit den Jüngeren weitergeführt, wäre ALLEN geholfen gewesen.
Ja - es wären auch Jüngere krank geworden - auch gestorben aber das wäre marginal gewesen.
Wir ALLE werden die nächsten ZEHN BIS ZWANZIG JAHRE unter diesem Fehler leiden - leider die Ärmsten am meisten.

scaramango
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Great Britain sieht jetzt, was es von "diesem" Ansatz hat!

Es funktioniert schlichtweg nicht ohne einer enormen Anzahl an Totesopfern...

Niknaks
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Die besten Zeilen die ich in der jetztigen Zeit gelesen habe !!

Ein herzliches Dankeschön für diesen Kommentar !! Er spricht mir aus der Seele !! Und zurzeit liesst man sowas nicht !! Jetzt ist man Unmenschlich wenn man nicht das tut was alle tun. Ich bin gespannt wieviele nach dieser Situation umdenken... oder auch nicht.. man hatt es jetzt gesehen es kommt zu einer Krise und jeder kauft Klopapier.. das spiegelt unsere heutige und in Zukünftige Gesellschaft..