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BrexitGroßbritannien lehnt EU-Regeln für künftige Beziehungen ab

London droht mit einem Abbruch von Gesprächen bis Ende Juni.

Boris Johnson spricht Klartext
Boris Johnson spricht Klartext © APA/AFP/POOL/MATT DUNHAM
 

Großbritannien geht vor Beginn der Verhandlungen mit der EU auf Kollisionskurs: Das Land will sich in den künftigen Beziehungen zur Europäischen Union nicht den EU-Regeln anpassen. Das geht aus dem am Donnerstag in London veröffentlichten Verhandlungsmandat des Landes hervor.

Großbritannien war am 31. Jänner aus der EU ausgetreten; am nächsten Montag beginnen beide Seiten die schwierigen Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen. London und Brüssel haben nur bis Ende des Jahres Zeit, um sich auf ein Freihandelsabkommen und die Kooperation in weiteren Bereichen zu einigen, bevor die Brexit-Übergangsphase ausläuft. Ansonsten drohen vor allem der Wirtschaft schwere Konsequenzen.

Abbruch-Drohung

Die britische Regierung hat mit einem Abbruch der Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zur EU gedroht, sollte sich bis Ende Juni kein Abkommen abzeichnen. Das geht aus dem britischen Verhandlungsmandat hervor, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Beginnen sollen die Verhandlungen am Montag in Brüssel. Sollten sie scheitern, will sich London ganz auf einen Austritt ohne Anschlussabkommen nach Auslaufen der Übergangsphase Ende des Jahres vorbereiten.

Harte Position

In dem Dokument nimmt London wie erwartet eine harte Position ein. Eine Anpassung britischer Gesetze an EU-Regeln werde nicht akzeptiert, heißt es darin. Auch der Europäische Gerichtshof solle keinerlei Rechtsprechung in Großbritannien ausüben dürfen. Neben einem Freihandelsabkommen wollen die Briten separat Bereiche wie Fischerei, Strafverfolgung und justizielle Zusammenarbeit klären.

Vor allem die Fischerei gilt als umstritten. Brüssel will möglichst die derzeitigen Abmachungen beibehalten, wonach EU-Boote Zugang zu den besonders reichen britischen Fischereigewässern haben. Das lehnt London aber ab. Stattdessen wollen die Briten jährlich festsetzen, welchen Zugang sie zu ihren Gewässern erlauben. Mit dem Zugang um europäischen Markt, wohin der größte Teil des britischen Fischs exportiert wird, soll das nach dem Willen Londons nicht verknüpft werden.

Kommentare (25)

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limbo17
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Die Briten sind

zu beneiden!
Sind raus aus dem Verein und dürfen über ihr Land selber entscheiden!

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UHBP
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Es ist ja eigentlich sehr einfach.

Es gibt die Schweiz, es gibt Norwegen.
Beide haben sehr umfangreiche Verträge mit der EU.
GB wird wohl keine "Sonderverträge" bekommen können, wenn die EU keinen Zerfall riskieren möchte.

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bgb
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Brexit

Da wird sich der mit der großen Klappe Boris J Noch die Zähne ausbeißen!
GB 🇬🇧 liefert 3x soviel Waren an die EU als umgekehrt, wenn GB nicht die wichtigsten EU Regeln einhält, werden die die Importe von GB sinken!!!!
Daher sind Gespräche und Verhandlungen sinnvoll!
Außerdem werden weitere Branchen abwandern und Firmen wie zb BMW den Mini in EU Produzieren!
Groß reden kann er schon aber....

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HB2USD
0
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Sie haben etwas verwechselt

Import und Export läuft gerade umgekehrt.

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Katschy
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Die Positionen sind bezogen.

Keine EU - Ausnahmen für die Briten und natürlich auch kein Rosinenpicken.
Wenn sie einen harten Brexit wollen, sollen sie in auch bekommen.
Keine EU Banklizenzen für die Briten sind ein Teil davon.

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Sakul1
7
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Besuch...

Den besucht Kurz, und begeht "Verrat" an der EU, denn was kann man mit diesem Querulanten eigentlich besprechen, außer dass er einem seine wirren Gedanken mitteilt....

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Stefan123
2
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Es gibt einen Vertrag

der ausgehandelte Vertrag sollte auf Punkt und Beistrich umgesetzt werden!
Ein Zugang zum Markt wird wegen der Interessen von Deutschland und Frankreich jedoch sicher kommen.
Dann spart sich GB tatsächlich die 7 Mrd. Euro welchen sie netto bezahlt haben und haben weiterhin alle Vorzüge!

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UHBP
2
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@stef..

Welchen Vertrag meinst du?

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SoundofThunder
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🤔

Wir brauchen die nicht. Macht das denen klar.

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Balrog206
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Keine

Sorge , Kosovo Albanien usw warten schon auf die Aufnahme in die Eu ! Da können wir auf 55 Mill Briten als Markt locker verzichten , vor allem wenn das Geld aus Roten Bankomaten kommt !

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seinerwe
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Einzementiert

Die Briten haben sich einzementiert und die EU auch. Also kann nur ein harter Brexit folgen
Die Wirtschaft hatte genügend Zeit, sich darauf vorzubereiten. Trotzdem wird es Insolvenzen auf beiden Seiten geben. Die Dummheit siegt.

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walter1955
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warum überhaupt verhandeln

die sind raus !!
der wird sich noch wundern,wenn Schottland u.Nordirland zur EU kommen!!

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vilmaheinrich
1
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So starten auch die jährlichen Gehaltsverhandlungen

der Metaller. Nur damit am Ende alle Beteiligten von einer vernünftigen Einigung sprechen zu lassen. Show, alles Show.

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Tingletanglebob
27
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welch Wunder..

Großbritannien wird doch nicht aus der EU austreten um sich dann erst wieder an die Regeln der EU zu ketten. Somit haben sie freie Gestaltung in vielerlei Hinsicht, könnten zum Steuerparadies für Großkonzerne werden etc. Langfristig werden die Briten, so denke ich, ordentlich profitieren vom EU Austritt. Die Vorteile die, die Briten durch die EU gehabt haben können sie ohnehin mit den einzelnen Staaten ausverhandeln da diese vermutlich auch an einzelnen Vereinbarungen interessiert sind.

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SagServus
3
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Somit haben sie freie Gestaltung in vielerlei Hinsicht, könnten zum Steuerparadies für Großkonzerne werden etc.

Nachdem GB dann nicht mehr in der EU ist, kann die EU auch entsprechende Zölle dagegen einheben.

"Die Vorteile die, die Briten durch die EU gehabt haben können sie ohnehin mit den einzelnen Staaten ausverhandeln da diese vermutlich auch an einzelnen Vereinbarungen interessiert sind." - Die EU hat den weitaus größeren Wirtschaftsraum als GB. GB ist auf die EU mehr angewiesen als umgekehrt.

Und wieso sollten die EU Staaten plötzlich von ihrer Geschlossenheit in Sachen Wirtschaftsstandort abrücken?

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Lodengrün
2
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Klar

Wie viele Banken und Unternehmungen haben sich schon prophylaktisch verabschiedet. Wenn die EU einig ist und niemand ausschert ?!? dann wird es für ihn finster.

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HB2USD
3
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Internationale Banken

sind auf dem Weg nach London so siehts aus.

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Lodengrün
1
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Sind Sie?

Dann wäre ich wohl falsch informiert. Bitte klären Sie mich auf. Danke

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Horstreinhard
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Mit den EU-Staaten wohl nicht

Da steht das Gemeinschaftsrecht entgegen...

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Lodengrün
11
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Ja

wenn wir Politiker haben die allein für eine halbe Stunde bei Johnson antanzen und ihm den Kratzfuß machen dürfen wir nichts anderes erwarten. Ein Rezept gäbe es. Ihm mit der selben Härte begegnen denn das steht er nicht durch. Aber wie soll das gelingen wenn wir uns selbst auseinander dividieren. Und am Ende dieser Entwicklung werden Salvini, Vilimsky und co sagen: „wir haben es gewusst“. Typisch das damalige FPÖ Volksbegehren (261.000 Stimmen) zum EU Austritt. Das hat es dann nie gegeben😂

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HB2USD
0
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Wie soll man

mit aller Härte auftreten wenn die EU Länder einen großen Exportüberschuss nach GBR haben. Allein an den Fischereirechten sieht man wie andere Länder profitiert haben.

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ichbindermeinung
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EU-Haushalt u. Zahl der EU-Mitarbeiter kürzen

wegen dem Brexit, minus ca. 6-7 Mrd./J./netto bzw. minus 66 Millionen Unionsbürger müsste der ganze EU-Haushalt dementsprechend und die Zahl der ca. 50.000 EU-Mitarbeiter um 20% gekürzt werden, da es auch viel viel weniger Arbeit für die ganze EU Verwaltung gibt

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gonde
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Dieser Spinner! Wird halt ein harter Brexit!

Ist ihm anscheinend egal.

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wintis_kleine
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@gonde

Ja, und schön langsam hoffe ich sogar darauf, dass es ein harter Brexit wird. Nur sollte sich die EU und alle ihrer Mitgliedsstaaten auch gut darauf vorbereiten und nicht bis zum aller letzten Termin versuchen den Blondschopf auf der Insel noch bekehrern zu wollen. Das würde ich gerne sehen, wenn die EU die Grenzen zu England am 01.01.2021 hochzieht.
Dann werden die Briten außer Fish and Chips eh bald nix mehr am Teller haben - aber davon dann eben reichlich, wenn schon die Gewässer so fischreich sind.
Guten Appetit allen Engändern.

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HB2USD
11
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Dieser Blondschopf

hat an führenden Eliteschulen studiert, und war Bürgermeister von der größten Stadt Europas.

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