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Empfindliche NiederlageTrump verliert Testwahl in Republikanerhochburg Kentucky

Ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl hat Donald Trump am Dienstag seinen ersten großen Stimmungstest verloren.

Trump mit Matt Bevin
Trump mit Matt Bevin © APA/AFP/MANDEL NGAN
 

Bei der Gouverneurswahl in der Republikanerhochburg Kentucky musste sich Amtsinhaber Matt Bevin (52) knapp seinem demokratischen Herausforderer Andy Beshear (41) geschlagen geben, teile Wahlleiterin Alison Lundergan Grimes am Abend dem US-Sender CNN mit.

Der populäre bisherige regionale Justizminister Beshear setzte sich demnach mit 49,2 zu 48,9 Prozent der Stimmen gegen den republikanischen Amtsinhaber Bevin durch. Damit misslang der Versuch Trumps, die Gouverneurswahl zu einem Votum gegen die in Kentucky unbeliebten Amtsenthebungs-Ermittlungen umzufunktionieren. Vor drei Jahren hatte Trump die Präsidentenwahl in Kentucky noch erdrutschartig mit 30 Prozentpunkten Vorsprung auf Hillary Clinton gewonnen.

Trump hatte Kentucky am Tag vor der Wahl besucht, um dem Gouverneur den Rücken zu stärken. Bei einem Wahlkampfauftritt forderte Trump, dass die Bürger Kentuckys Bevin wiederwählen müssen. Täten sie dies nicht, würden die Politikbeobachter nämlich sofort sagen, "dass Trump die größte Niederlage der Weltgeschichte erlitten hat". "Ihr könnt mir das nicht antun", appellierte der Präsident.

Voll auf "Trump-Karte" gesetzt

Bevin hatte im Wahlkampffinish voll auf die "Trump-Karte" gesetzt, um seine schlechten Beliebtheitswerte zu überdecken. "Die radikalen Liberalen in Washington wollen nur eines: Präsident Trump des Amtes entheben. Wählt am 5. November Matt Bevin, um ihnen eine Botschaft zu schicken", trommelte er in Facebook-Werbeanzeigen.

Die Gouverneurswahl in Kentucky war somit auch "das erste Referendum über das Impeachment", sagte die Kommentatorin der Zeitung "USA Today", Kirsten Stewart, am Dienstagabend im US-Nachrichtensender CNN. Vertreter der Republikaner wiesen aber darauf hin, dass sich bei den zeitgleichen Wahlen anderer Spitzenposten durchgehend Republikaner durchsetzten. Zudem unterscheide sich Beshear deutlich vom demokratischen Establishment in Washington. Tatsächlich vermied der Sohn von Ex-Gouverneur Steve Beshear (2007-2015) offene Kritik an Trump und hielt sich auch in der Frage eines Amtsenthebungsverfahrens bedeckt.

Den Republikanern müssten sich wegen der Niederlage "große Sorgen" machen, sagte hingegen der frühere Wahlkampfberater von Trumps Vorgänger Barack Obama, David Axelrod. Trump habe sich im Wahlkampf engagiert, "um diesen Typen (Bevin) zu retten. Er hätte das nicht gemacht, wenn er nicht geglaubt hätte, ihn retten zu können", betonte Axelrod.

Republikanisches Kernland

Kentucky gilt als republikanisches Kernland. Die "Grand Old Party" hat im Geburtsstaat von Abraham Lincoln eine satte Mehrheit im Regionalparlament, auch die beiden US-Senatoren Kentuckys sind Republikaner. Trump war es bei der Präsidentenwahl 2016 gelungen, die ohnehin schon starke konservative Wählerbasis in Kentucky um vom Strukturwandel betroffene Arbeiter und Bergleute zu erweitern. Mit 62,5 Prozent der Stimmen erzielte er in Kentucky sein landesweit fünftbestes Ergebnis.

Gewählt wurde am Dienstag auch in Mississippi und Virginia. In Mississippi, wo Trump die Präsidentenwahl mit knapp 58 Prozent gewonnen hatte, konnte sich der republikanische Vizegouverneur bei der Gouverneurswahl mit 54,4 zu 44,3 Prozent gegen den Demokraten Jim Hood durchsetzen. In Virginia gelang es den Demokraten, beide Häuser des Regionalparlaments zu erobern.

Kommentare (7)

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BernddasBrot
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US Medien berichten , Matt Bevin von den Reps

war äußerst unbeliebt und verlor dennoch nur ganz knapp . Daher keine Euphorie , wenn sogar Michael Moor meint , die Wiederwahl vom Donald wäre sehr wahrscheinlich.....

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Irgendeiner
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Naja,Trump wäre nicht gewählt worden wenn die

Demokraten nicht denselben turbokapitalistischen Schmarrn wie die Republikaner umarmt hätten und die Underdogs die von dort auch nichts zu erwarten hatten einfach den nahmen der anders war und ihnen tatsächlich ein paar Dinge versprach die er dann nicht hielt. Und hätte die Kriegstreiberin und Turbokapitalistin Clinton den beliebteren Sanders nicht auf grundschäbigste Weise ausgebootet wärs mit ziemlicher Sicherheit anders ausgegangen.Und die jungen Demokraten beißen schon ihr eigenes neoliberales Establishment in Sukzession raus und kehren zu ihren grundsätzlichen Themen zurück.Trump ist ein nachweislich gestörter schwer narzistischer Mensch der wirklich der Meinung zu sein scheint er könne wen erschießen ohne daß ihm was passiert,der ist eine Gefahr über die bildungsferne USA, mehr Analphabeten als viele Drittweltländer,hinaus.Ich würde Sanders ins Rennen schicken.
Wobei man zugeben muß, daß es auch anderswo wahrheitsscheue kleine IchbinIchs mit turbokapitalistischer Agenda gibt.

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Irgendeiner
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Da ist was nicht einverstanden,

da kommt sicher gleich die Expertise nach,man lacht.

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Strama72
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Eine

Schwalbe macht noch keinen Sommer.

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KnairolF
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Wer

zuletzt lacht, lacht am besten.

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VH7F
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Die Hoffnung stirbt zuletzt

;-)

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tomtitan
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"Trump hatte Kentucky am Tag vor der Wahl besucht, um dem Gouverneur den Rücken zu stärken." -

Diese Aktion war eher kontraproduktiv ;-))))))))

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