Der gestrige Jahrestag von 9/11 war ein trauriges Mahnmal in doppelter Hinsicht: Der beispiellose Terror schweißte das amerikanische Volk in seiner Fassungslosigkeit auf Zeit zusammen. Heute, 24 Jahre danach, sind die Lehren daraus längst verschüttet. Politischer Diskurs scheint abgemeldet zu sein, Gegensätze liegen unter dem Brennglas. Demokratie lebt auch von Respekt – fehlt dieser, sind die Folgen fatal. Und das Weiße Haus trägt offenkundig nichts dazu bei, der fortschreitenden Radikalisierung entgegenzusteuern.
Gewalt in Taten und Worten
Auch dieses Attentat ist Amerikas bittere Ernte
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