Die meisten Metro-Passagiere eilen vorbei, achtlos oder mit einem kurzen Seitenblick. Doch ein paar Leute bleiben stehen, betrachten schweigend das Denkmal mit dem Schnauzbart an der Stirnwand der Metro-Plattform. Dann knipsen sie Selfies mit Josef Stalin. Auch Nina, eine stämmige Russischlehrerin, lässt sich von Alla, Pensionistin, vor dem Sowjetdiktator fotografieren. „Stalin war hart, er hat sehr viele Menschen umgebracht. Aber er war unser Führer im Krieg“. Seine Eltern suche man sich ja auch nicht aus, sie lächelt etwas schräg.