US-Präsident Donald Trump hat den Abschluss eines Handelsabkommens mit Großbritannien bestätigt. Das Vertragswerk sei „vollständig und umfassend“, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Medien hatten zuvor berichtet, es handle sich lediglich um ein Rahmenabkommen.
Trump hatte am Mittwoch ein „wichtiges“ Handelsabkommen mit einem „großen, hochgeschätzten Land“ angekündigt. Es handle sich um das „erste von vielen“ Vertragswerken - dies wiederholte er am Donnerstag. Das Abkommen mit Großbritannien werde die Beziehungen zwischen beiden Ländern „auf lange Jahre festigen“, fügte er hinzu.
Eine Pressekonferenz ist für 10.00 Ortszeit (16.00 Uhr MESZ) geplant. In London sagte ein Regierungssprecher, Premier Keir Starmer werde sich im Laufe des Tages zum Fortgang der Verhandlungen mit den USA äußern.
Bisher war die Rede von „produktiven Verhandlungen“
Trump und Starmer hatten in den vergangenen Wochen von „produktiven Verhandlungen“ zwischen ihren geschichtlich eng verbundenen Ländern gesprochen. Die USA und Großbritannien hätten eine diplomatische und wirtschaftliche „Sonderbeziehung“.
Der Handel zwischen beiden Volkswirtschaften ist aktuell relativ ausgeglichen - laut Statistik exportierte Großbritannien 2024 Waren im Wert von 59,3 Milliarden Pfund (69,7 Milliarden Euro) in die USA und importierte von dort Waren im Wert von 57,1 Milliarden Euro. Das dürfte beim Abschluss eines Abkommens helfen. Trump will mit seinen hohen Zöllen nach eigenen Angaben das Handelsdefizit der USA mit anderen Staaten senken und Arbeitsplätze zurück ins Land holen.
Trump nennt Powell nach erneuter Zinspause „einen Narren“
Nach der Zinspause der US-Notenbank ist der Fed-Chef erneut in die Kritik des Weißen Hauses geraten. US-Präsident Donald Trump nannte Zentralbankchef Jerome Powell am Donnerstag „einen Narren“: „Zuspät(kommer) Jerome Powell ist ein Dummkopf, der keine Ahnung hat. Abgesehen davon mag ich ihn sehr!“, schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform. Der Präsident verwies mit Blick auf die von ihm geforderte Zinssenkung auf sinkende Energiekosten und seine Zollpolitik.
Trump hatte Powell erst vor wenigen Tagen erneut gedrängt, die Zinsen zu senken. Der Fed-Chef betonte am Mittwoch nach dem Zinsbeschluss, die Zwischenrufe aus dem Weißen Haus hätten keinen Einfluss auf die Arbeit der Zentralbank: „Wir sind in einer guten Position, um abzuwarten und haben es nicht eilig.“ Die unabhängigen Währungshüter beließen den Leitzins in einer einstimmigen Entscheidung in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent.