Die Entscheidung des Pariser Strafgerichts kommt einem politischen Erdbeben in Frankreich gleich. Marine Le Pen sprach schon im Vorfeld von einem „Todesurteil“: Sie wird bei den nächsten französischen Präsidentschaftswahlen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht antreten können. Die französische Rechtspopulistin und Fraktionschefin des Rassemblement National (RN) ist am Montag vor dem Pariser Strafgericht wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig gesprochen worden und hat ihr passives Wahlrecht für die Dauer von fünf Jahren mit sofortiger Wirkung verloren.