Ob er Viktor Orbán schon getroffen habe, wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Rande des EU-Gipfels in Brüssel gefragt: „Ja, ich habe ihn gemeinsam mit den anderen getroffen“, sagt Selenskyj. Nachsatz: „Er hat mich gegrüßt, das ist schon mal gut.“ Das leise Gelächter im Pressesaal bringt etwas Erleichterung in die angespannte Situation. Selenskyj ist unermüdlich auf Tour, um für seinen „Siegesplan“ zu werben. Es gehe darum, schon zugesagte 50 Milliarden Dollar der G-7-Staaten bzw. 35 Milliarden der EU „so schnell wie möglich zu bekommen“, sagte Selenskyj. Außerdem forderte er dringend weitere Kapazitäten zur Luftabwehr und Langstreckenwaffen. Der Gipfel bleibt bei der Zusage, jedoch muss, auch auf Drängen der USA, nun das Sanktionsregime so geändert werden, dass zur Bezahlung die Gewinne aus eingefrorenen russischen Vermögen herangezogen werden.