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500 Millionen EuroWirtshaus-Paket: Trotz Steuersenkung sollen Preise gleich bleiben

Die Mehrwertsteuer auf nicht-alkoholische Getränke wird von 20 auf zehn Prozent gesenkt, die Schaumwein-Steuer ganz abgeschafft.

CORONAVIRUS - VORBEREITUNG DER GASTRONOMIE FUeR DIE OeFFNUNG AB 15. MAI
Die Gastrobetriebe stehen in den Startlöchern © APA/BARBARA GINDL
 

Am Freitag, den 15. Mai, ist es soweit: Die heimische Gastronomie darf teilweise und unter Einhaltung strenger Auflagen wieder aufsperren. Ein Schritt, der auch deshalb möglich wird, weil es bereits in manchen Bundesländern "keine einzige Neuansteckung" gebe, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einer Pressekonferenz erklärte. "Aber wir wissen, dass es mit der Öffnung alleine nicht erledigt ist", deshalb werde die Anfangsphase nun "eine schwierige sein".

Deshalb habe sich die Regierung auf ein "Wirtshaus-Paket" geeinigt. Damit sollen der Konsum angekurbelt und die Wirte unterstützt werden. 500 Millionen Euro soll es dafür geben, unter anderem ist auch eine Senkung der Mehrwertsteuer für nicht-alkoholische Getränke geplant - von 20 auf 10 Prozent. Im Vorfeld war von 400 Millionen die Rede gewesen. Gelten sollen die Steuererleichterungen laut Kurz ab 1. Juli, sie sind bis Ende des Jahres begrenzt.

Zudem seien Unterstützungen für Betriebe im ländlichen Raum geplant. Diesen soll insbesondere die Anhebung der Pauschalierungsgrenze von 255.000 Euro auf 400.000 Euro entgegenkommen, zudem wird die Mobilitätspauschale für Dorfwirtshäuser von 2 auf 6 Prozent erhöht.

Wirtshaus-Paket bringt Steuererleichterungen von 500 Mio. Euro

Geschäftsessen bis 75 Prozent steuerbefreit

Ebenfalls Teil des Paketes ist die Erhöhung der Steuerbefreiung für Essensgutscheine von derzeit 4,40 Euro auf bis zu 8 Euro und von Lebensmittelgutscheinen auf zwei Euro. Auch die Absetzbarkeit auf Geschäftsessen wird von 50 auf 75 Prozent erweitert. Damit soll der Konsum gefördert werden.

Die größten "Brocken" im Paket

Am schwersten wiegen im "Wirtshaus-Paket" die Senkung der Mehrwertsteuer von 20 auf 10 Prozent auf alkoholfreie Getränke - das Ausmaß beträgt 200 Millionen Euro. Die erweitere Absetzbarkeit von Geschäftsessen und die Abschaffung der Schaumweinsteuer kosten den Staat jeweils 25 Millionen Euro. Die Anhebung von Pauschalierungen bringen eine Entlastung von 100 Millionen Euro, die weiteren Maßnahmen in Summe 150 Millionen Euro. Macht unterm Strich 500 Millionen Euro.

Aber auch für andere betroffene Gruppe in Gastronomie und Tourismus wie Sport- und Kultur-Veranstalter sowie die Nachtgastronomie werde es bald Hilfsmaßnahmen geben, kündigte Kurz an. An die Bevölkerung appellierte er: "Bitte konsumieren Sie in Österreich und bei der heimischen Gastronomie."

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) betonte die Wichtigkeit, dass auch anderen touristischen Betrieben geholfen werde, "damit es hier zu keinen Eifersüchteleien kommt". Es solle hier "extra Pakete" geben. Die Abstandsregelungen müssen jedoch strikt eingehalten werden, so Kogler. Es gelte, eine zweite Welle zu vermeiden.

Aus für Schaumwein-Steuer

Die Senkung der Mehrwertsteuer von 20 auf 10 Prozent sei eine guter und wichtiger Schritt, erklärte Tourismus-Ministerin Elisabeth Köstinger. Die Preise auf den Karten sollen jedoch unverändert bleiben, die Steuersenkung also explizit nicht an die Gäste weitergegeben werden. Auf alkoholische Getränke sei eine solche Senkung auf Grund von EU-Regelungen nicht möglich. Die Schaumwein-Steuer von einem Euro pro Liter Schaumwein werde aber abgeschafft, verkündete die Ministerin. Zudem solle das Einstellen von Aushilfskräften erleichtert werden.

Laut Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) bemühe sich die Regierung nun, "rasch und unbürokratisch" zu helfen. "Deshalb werden wir die Wirtschaft schneller hochfahren können als andere." Laut Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer handle es sich bei dem Paket "auch um eine Job-Offensive", wofür er "sehr dankbar" sei.

Hoffnung auf Grenzöffnung

Angesprochen auf Details für den Tourismus, heimisch wie in anderen Ländern, könne Kurz keine Auskunft geben. Aktuell wisse niemand, wie sich die Lage entwickeln wird. Ziel sei es dennoch, die Grenze zu Deutschland möglichst schnell wieder zu öffnen.

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Danke für Ihr Verständnis.

Miraculix11
3
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Geniale Maßnahme

Es muss kein Geld ausbezahlt werden.
Kleine Wirte erhalten weniger als Große
Der Wirt wird versuchen weniger Alkoholisches zu verkaufen und mehr Alkoholfreies.
Im Gegensatz zu vielen anderen Maßnahmen gut durchdacht.

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Mein Graz
1
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@Miraculix11

"Genial"?
😂😂😂

Du musst tatsächlich glauben, dass diese Aktion die Wirte vor der Insolvenz rettet.

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beneathome
6
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Kosmetik

die, wenn man sie nicht pflegt, abplattert. Also wieder irgendwann neue Subventionen. Weil mehr ist das nicht. Denn eine Konsumanregung ist das ja auch nicht. Also das alte Problem der abnehmenden Attraktivität der Gastronomie, weil Preis-Leistung oft nicht passt, wird mit dieser Maßnahme wohl nicht gelöst, nur versteckt. Vielleicht ist es auch nur ein natürlicher Trend. Traditionelle Gastronomie wird in Zukunft durch Diskont, MC‘s, türkische Pizzerias und Kebabs und China Restaurants ersetzt. Na dann Mahlzeit!

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Luitpold
7
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Preiserhöhung ?

Steuern gesenkt und die Preise bleiben gleich. Aber wenn das Bonusprgramm ausläuft und wieder die üblichen Steuersätze gelten, wird man die Preise natürlich erhöhen, denn man muss ja mehr Steuern bezahlen!

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selbstdenker70
3
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..

Wenns dir im Gasthaus zu teuer ist, dann bleib zuhause... Ich kann das Gejammer nicht hören. Dem Wirt 20 Cent zu neidig sein, aber fürs hinfahren 10 Euro Sprit verbrauchen...

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eyofaz80
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Neid

also, wenn ich hier lese, wie einzelne die Unterstützung der Gastronomie mit dem Wirtshauspaket kommentieren glaubt man echt, man ist im falschem Film!
Leute, darf ich fragen woher euer Neid kommt? Glaubt ihr wirklich die 10% weniger AF-Steuer macht die Wirte reich? Wieso könnt ihr das nicht einfach als Maßnahmenpaket sehen, welches die Gastronomie unterstützt und zugleich wieder in Schwung bringt? Wieso zeigen sich hier viele derart respektlos und wenig wertschätzend gegenüber den Gastronomie? Aber zum Wirten schon gehen und am liebsten nicht mehr als 1.- für die halbe Bier zahlen....Alle die hier so negativ und neidvoll posten sollten sich was schämen!!

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harri156
8
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Schade dass

ich keinen Wirt unterstützen werde. Ich trinke Bier!

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VH7F
12
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Wie heize ich die Inflation an?

Ich senke für 6 Monate die Steuern und erwarte, dass die Preise gleich bleiben. Dann erhöhe ich die Steuern ab 1.1.2021 wieder und es gibt Inflation, die die Staaten zur Entschuldung brauchen?

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samro
10
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inflation

was bedeutet inflation?
genau erklaeren und ueberlegen?
preise und warenmengen auch.

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Apulio
12
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Die Abschaffung der

Schaumweinsteuer hilft den 600.000 Arbeitslosen ungemein viel.

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samro
10
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tun

ok tun wir nichts.
wie kurbeln sie konsum an? wie wertschoepfung im sektor?

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Schladming47
16
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Der Schaumwein....

wird den Wirten Gasthäuser .. retten. Das ich nicht lache. Sollten lieber die Bürokratie abschaffen.

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harri156
5
10
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Ist nur ein Geschenk

an die Sekt Industrie.... 25 Mill. Spenden haben sich schon wieder ausgezahlt!

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CloneOne
29
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Auf Alkoholfreie Getränke ?

Österreich ist ein Alkoholikerstaat - natürlich werden hier die Steuern nicht gesenkt. Aber gut...fahren wir weiter mit Schneeketten auf der sommerlichen Fahrbahn...

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tomtitan
4
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Von der neuen Regelung wird auch

der Schachterlwirt ordentlich profitieren!

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archiv
54
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Warum soll ich eine Steuer weiter bezahlen und ...


.. der Wirt muss mein "Steuergeld" nicht mehr abliefern?

Schön langsam werden die Ideen der türkisen Politfunktionäre "anstrengend"?

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Lepus52
4
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Vielleicht merken jetzt viele erst,

dass nicht die Betriebe die Steuwrn zahlen, sondern ausschließlich die Konsumenten. Eine Nachhilfe in Ökonomie auch für frau Hartinger-Klein, die im Prlament einen diesbezüglichen Schreikrampf bekam. Alles zahlt der Konsument, die Löhne und die Steuern darauf, die Investitionen und den Gewinn der Unternehmen. Wenn nicht gekauft wird, geht gar nichts. Deutlicher als jetzt kann man es gar nicht demonstrieren.

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Mein Graz
10
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@archiv

Ist ein Geschenk für die Wirte.
Und da werden noch viel mehr und ganz andere Geschenke für die Unternehmer kommen, die nagen jetzt ja alle am Hungertuch und müssen sich vor dem Konkurs fürchten.

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Miraculix11
6
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Es ist kein Geschenk für die Wirte

Wenn Du Wirt wärst und Dir jemand anbietet Du darfst nur mehr halb soviel Leute bewirten und bekommst dafür 10% vom Getränkeumsatz - würdest Du so ein Geschenk annehmen oder ablehnen?

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Mein Graz
2
10
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@Miraculix11

Wieder einmal recht Kurz-Sichtig.
Jetzt behalten die Wirte einen Teil der Steuer ein, die Preise bleiben gleich.
Wenn dieses Paket ausläuft, was glaubst wie viele Wirte die Preise dann NICHT erhöhen werden?

Also ein doppeltes Geschenk.

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samro
4
6
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unternehmer

ja leider gibts genug bestimmt die die situation nutzen und wie oft die die brav selbst arbeiten und wurschteln aber nict jammern oder betteln, die gibts auch.
aber die gunst der stunde ist sie noch so dunkel nutzen ist eben kein charakterzug.

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wiesengasse10
7
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Ja mathematisch ist das ein bisschen schwer zu rechnen, weil wir zum erklären in den Nachkommabereich kommen

Bisher zahltest du für ein Glas Limo 2,40.
2,- blieben beim Wirt, die 20% Steuer ( 0,40) hat er abgeliefert.
Jetzt zahlst du für ein Glas Limo wieder 2,40.
2,18 bleiben beim Wirt, die "neue" 10% Steuer (0,22) liefert er ab.
Der Wirt hat so mehr Einnahmen, der Staat weniger, für dich bleibts komplett egal !!!

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bertl2811
9
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@wiesengasse10, schöne Rechnung und wer zahlt das aufgerissene Finanzloch? Dem Staat fehlen bei deiner Lino-Rechnung 10%!

Was glauben sie, wer diese "Zuckerln" zurückzahlt? Von den ca. 40 Milliarden an Geldmittel fließen 80% in die Wirtschaft! Was bekommt die Familie, wo beide plötzlich arbeitslos wurden, womöglich Kinder da sind und vielleicht noch Haus gebaut wird? Was bekommen diese Menschen!!!! - Für diese Menschen hatte die ÖVP noch nie ein offenes Ohr und Kurz schon gar nicht. Alles für die Wohlhabenden. Ist auch logisch! Von dort fließen auch die Parteigelder. Um bei ihrer Rechnung zu bleiben. Was nützt es einem Wirt, wenn er sich 10% erspart aber nur sehr wenige sich einen Besuch im Wirtshaus leisten können?

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compositore
9
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wiesengasse10

Das ist es ja, fürn Konsument bleibts gleich. Jeder soll unterstützt werden, wer bezahlts? Und wenn der Staat weniger Einnahmen hat, wo fängt er dann zu sparen an?

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Lepus52
16
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Nicht egal, denn ich bin als Konsument der Steuerzahler und

muss damit rechnen, dass weniger Steuereinnahmen für den Staat weniger an Leistungen in Bildung, Sicherheit, Gesundheit, Straßenbau etc. bedeutet.

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GustavoGans
5
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Die Steuer wird eh gesenkt

Der Deckungsbeitrag steigt. Somit bleibt der Preis für den Kunden gleich.

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