Der Vater von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), Franz Stocker, ist im 93. Lebensjahr verstorben. Entsprechende Medienberichte wurden am Sonntag auf APA-Anfrage im Bundeskanzleramt bestätigt. Der ehemalige Nationalratsabgeordnete Franz Stocker war u.a. auch als Arbeitnehmervertreter und in der Gewerkschaft tätig.

Der am 1. Jänner 1933 geborene Christgewerkschafter saß nicht nur im Nationalrat (1983 bis 1993), sondern davor auch im Bundesrat (1979 bis 1983). Beruflich war er bis in die 90er-Jahre als Elektromonteur bei der NEWAG (heute: EVN) beschäftigt, davor als Elektroinstallateur bei einer Firma in Wiener Neustadt.

Auszeichnung mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen

Politische Arbeit leistete Stocker u.a. als Betriebsratsvorsitzender der NEWAG, als Kammerrat in der Arbeiterkammer Niederösterreich, ebenso im Vorstand und im Präsidium der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie und im Vorstand des Gewerkschaftsbundes. Außerdem betätigte er sich als Vorsitzender der Fraktion Christlicher Gewerkschafter der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie. Für seine Verdienste um die Republik Österreich erhielt er das Große Silberne Ehrenzeichen.

Wegen des Todesfalls wurde eine Verhandlungsrunde in der ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition zum Budget am Sonntag verschoben, hieß es aus dem Kanzleramt. Diese soll aber ehestmöglich - voraussichtlich noch in der kommenden Woche - nachgeholt werden.