Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat am Freitag mit ihrem US-Amtskollegen Marco Rubio telefoniert. Im Fokus des Telefonats standen die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen sowie Sicherheit und Verteidigung insbesondere im Hinblick auf einen Frieden in der Ukraine, Stabilität am Westbalkan, die Rolle der OSZE und Wien als Ort für diplomatische Verhandlungen, teilte das Außenministerium der APA im Anschluss mit.
Meinl-Reisinger sprach mit Rubio während sie auf der Rückreise aus der Ukraine war. Sie habe dem US-Außenminister über das Treffen zahlreicher Außenminister in Lwiw berichtet, hieß es weiters. Laut ukrainischen Angaben waren 35 Top-Diplomaten nach Lwiw gereist, um über die weitere Unterstützung der Ukraine gegenüber den russischen Aggressor zu beraten.
Meinl-Reisinger lud Rubio zu einem Besuch nach Österreich ein
Beide Außenminister erörterten zudem, wie die weitere Zusammenarbeit am Westbalkan aussehen könnte. Meinl-Reisinger erinnerte auch an die wichtige Rolle der USA für Frieden und Wiederaufbau in Österreich und ganz Europa nach dem Zweiten Weltkrieg und lud Rubio zu einem Besuch in Österreich ein.
Rubio, der das Gespräch nicht öffentlich machte, begrüßte österreichische Investitionen in den Vereinigten Staaten; er hofft, wie auch Meinl-Reisinger, dass sich das noch ausweiten werde. Beide Politiker waren sich einig — erklärte Rubios Pressestelle —, dass die europäischen Nationen mehr für die Rüstung ausgeben müssten. Rubio versicherte, die USA seien entschlossen, Stabilität in Bosnien und Herzegowina zu unterstützen, aber auch, einen Waffenstillstand in der Ukraine zu erreichen. Die USA setzten sich für demokratische Werte und Sicherheit in Europa ein, sagte Rubio.
Das Gespräch gehörte zu den Bemühungen des Republikaners seit seinem Amtsantritt im Jänner 2025, das Gespräch mit Europa zu suchen, um gemeinsame außenpolitische Ziele auszuloten. Die Trump-Regierung hat in letzter Zeit auch Kontakte zu neurechten Parteien aufgenommen, etwa die AfD in Deutschland.