Am Montag fand am Landesgericht Eisenstadt der Prozess gegen einen 19-jährigen Schlepper statt, in dessen Klein-Lkw im vergangenen Oktober an der Grenze zu Ungarn bei Siegendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) zwei tote Flüchtlinge gefunden worden waren. Die Staatsanwaltschaft warf ihm Schlepperei und Mord vor. Er soll 30 Flüchtlinge für rund acht Stunden Fahrt ohne Pause im Laderaum eingeschlossen haben. Der Schlepperei bekannte er sich schuldig, des Mordes nicht. Ein Geschworenengericht sprach ihn der Schlepperei und der Körperverletzung mit tödlichem Ausgang schuldig - den Vorwurf des Mordes verneinte es. Das Strafausmaß lautet sieben Jahre Haft.