Massiver Anstieg370 Anträge wegen Impfschäden, Großteil betrifft Corona

Die Zahl der Anträge wegen möglicher Impfschäden ist vom Jahr 2020 auf das Jahr 2021 um das 37-fache angestiegen. Die meisten Anträge betreffen die Corona-Impfung.

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© APA/dpa/Christian Charisius
 

Im Jahr 2020 gab es zehn Anträge nach dem Impfschadengesetz, etwa wegen FSME- oder Masernimpfungen. Im Vorjahr ist die Zahl der Anträge auf Schadenersatz wegen eines vermuteten Impfschadens in Österreich indes massiv gestiegen. Exakt 367 Österreicher haben laut Zahlen des Gesundheitsministeriums 2021 einen derartigen Antrag gestellt. Die meisten Anträge betreffen die Corona-Impfungen. Darunter befinden sich Fälle von leichten Impfnebenwirkungen, aber auch das Auftreten von Herzmuskelentzündungen oder Sinusvenenthrombosen. Ansprüche auf Leistungen nach Impfschäden werden in Österreich auf Basis des Impfschadengesetzes geregelt.

"Für die Anerkennung muss eine Wahrscheinlichkeit gegeben sein", so Impfstoffexperte und Infektiologe Herwig Kollaritsch gegenüber dem Ö1-Morgenjournal. Diese muss in einem Gutachten festgehalten sein. Laut wissenschaftlicher Lehrmeinung müsse mehr für als gegen einen Zusammenhang des Schadens mit der Impfung sprechen. "Die alleinige Möglichkeit einer Verursachung reicht nicht." 

Bis zu 2700 Euro monatlich

Laut Gesetz ist eine Entschädigung von 1300 Euro vorgesehen, wenn jemand einen schweren Impfschaden ohne Dauerfolgen erlitten hat. Bei Dauerfolgen kann die Entschädigung bis zu 2700 Euro pro Monat betragen. Um Anspruch zu haben, muss die Impfung in Österreich vorgenommen worden sein. Kollaritsch: "Wenn wir jetzt 350 Anträge nach dem Impfschadengesetz haben, betrifft das etwa einen Antrag auf 50.000 durchgeführte Impfungen." Zuletzt wurde etwa "zehn bis 15 Prozent" der Anträge positiv erledigt, also etwa jeder zehnte Antrag.

Unter den Vorjahres-Anträgen seien wohl einige Impfschäden bereits bekannter möglicher Nebenwirkungen, glaubt Kollaritsch. Das sei "unter den Vektorimpfstoffen (z.B. AstraZeneca) die Sinusvenenthrombose." Bei mRNA-Impfstoffen (Biontech/Pfizer, Moderna) etwa würde es häufiger zu "harmlosen" Fällen von Herzmuskelentzündungen kommen. Tritt eine solche in zeitlicher Nähe zur Impfung mit einem mRNA-Impstoff auf, sei dies "mit hoher Wahrscheinlichkeit der Impfung zuzuschreiben". Risiko und Gefahren einer Covid-Erkrankung seien aber weit höher.

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Danke für Ihr Verständnis.

BrMairitsch
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Gitti

370 Anträge bedeuten ja nicht 370 festgestellte Impfschäden. Übrig bleiben wird wahrscheinlich nicht einmal die Hälfte, wo möglicherweise ein Impfschaden verifizierbar sein wird, und das bei Millionen von Impfungen.

excalibur
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Am 23.9.2021 wurde im EU-Parlament folgender Antrag zur Haftungsübernahme eingebracht:

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zur Einrichtung eines europäischen Fonds zur Entschädigung der Opfer der „COVID-19-Impfstoffe“

Das Europäische Parlament,
– gestützt auf Artikel 143 seiner Geschäftsordnung,

A. in der Erwägung, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur bereits rund eine Million Fälle von Nebenwirkungen nach der Impfung mit COVID-19-Impfstoffen aufführt:
– 435 779 Fälle beim Impfstoff von Pfizer BioNTech,
– 373 285 Fälle beim Impfstoff von AstraZeneca,
– 117 243 Fälle beim Impfstoff von Moderna,
– und 27 694 Fälle beim Impfstoff von Janssen[1];

B. in der Erwägung, dass diese Nebenwirkungen mitunter schwerwiegend ausfallen; in der Erwägung, dass beispielsweise etwa 75 000 Personen nach der Verabreichung des Pfizer-Impfstoffs schwerwiegende neurologische Nebenwirkungen erlitten haben sollen;

C. in der Erwägung, dass nach Angaben der Europäischen Arzneimittel-Agentur die Verabreichung von COVID-19-Impfstoffen für rund 5 000 Personen in der Europäischen Union tödliche Folgen hatte:
– bei 4 198 Personen beim Impfstoff von Pfizer[2],
– bei 1 053 Personen beim Impfstoff von AstraZeneca,
– bei 392 Personen beim Impfstoff von Moderna,
– und bei 138 Personen beim Impfstoff von Janssen

excalibur
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Fortsetzung:

D. in der Erwägung, dass die Europäische Kommission die Kaufverträge ausgehandelt hat und dabei kein Interesse an der Haftung der Arzneimittelhersteller zeigte; in der Erwägung, dass die Mitglieder des Europäischen Parlaments bei den Verhandlungen keinen Zugang zu den Verträgen hatten;

1. fordert die Kommission auf, einen Fonds zur Entschädigung der Opfer von COVID-19-Impfstoffen einzurichten;

2. beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung der Kommission und den Mitgliedstaaten zu übermitteln.

***********
Ende Originalzitat von HP des EU Parlaments
Die o.a. Zahlen dürften sich zwischenzeitig geändert haben.

rehlein
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@excalibur

Der EU-Abgeordnete Terhes war auf einer EU-Konferenz in Brüssel erschüttert, dass nicht einmal Mitglieder des EU-Parlaments Details zu den Verträgen mit den Pharmaunternehmen kennen.
"Auf der Pressekonferenz sagte Terheș:
«Sie zwingen also den europäischen Bürgern ein medizinisches Produkt auf, ohne dass diese wissen, was in diesem Vertrag steht. Nicht nur sie wissen es nicht, sondern auch wir wissen es nicht. Nach vielen Fragen an das Parlament wurden diese Verträge uns und der Öffentlichkeit gegenüber offengelegt. Ich möchte Ihnen einige dieser Seiten zeigen, damit Sie mir sagen können, ob es für die europäischen Bürger in Ordnung ist, diesen Situationen ausgesetzt zu sein: Sie können nicht arbeiten. Sie können nicht in ein Geschäft gehen. Sie können nicht mit ihren Kindern zur Schule gehen. Sie können sich nicht frei von einem Land ins andere bewegen. Es sei denn, sie werden mit einem dieser Produkte geimpft.»

Er zeigte dann die den Parlamentariern zugänglich gemachten Verträge, auf denen teilweise ganze Seiten eingeschwärzt sind und meinte:

"Dies sind also die Verträge, die von der Kommission mit Zustimmung des Unternehmens offengelegt wurden. Das ist unerhört. Ich werde Ihnen die Seiten zeigen. Das sind die Seiten." (Danach folgt ein Video auf der er die geschwärzten Seiten der Pharmaverträge zeigt, findet man, wenn man danach googelt).

Was steht in diesen Verträgen, dass sogar EU Abgeordnete den Inhalt nur als geschwärzte Seiten bekommen?

excalibur
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Es geht hier um Macht und um Geld, unvorstellbar, abartig viel Geld...

...hochoffiziell mitgetragen von U. v.d. Leyen auf Kosten der breiten Masse...

checker43
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Das

war sicher ein Antrag von FPÖ-Abgeordneten, stimmts? Also Leute, die den Unterschied zwischen gemeldeten Verdachtsfällen und verfizierten Impfschäden nicht kennen. Und nicht wissen, dass die Haftung für Impfschäden bereits von den Staaten übernommen wird.

calcit
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Der Antrag wurde von der Abgeordneten Virginie Joron gestellt...

...Mitglied der Partei Rassemblement National (früher Front National) - also der Partei von Marine Le Pen - also da weiß man schon aus welchen rechten Eck das kommt... mehr braucht man dazu nicht sagen...

Rinder
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Japan

Die japanische Bevölkerung kann man mit unserer zunehmend verweichlichten Bevölkerung nicht vergleichen. Verantwortung und Eigenverantwortung hat bei den Japanern einen großen Stellenwert.

nasowasaberauch
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Dort trägt man schon seit Jahrzehnten Maske, wenn man verkühlt ist

Das ist dort einfach selbstverständlich. Und keiner ist dort deswegen in Ohnmacht gefalle, wie unsere Mimimi Bürger und Seuchenfreunde.

Christoph7286
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Wieder ein super reißerischerer Titel, kleine Zeitung. Chapeau!

Gratulation dazu!

Reipsi
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Alle riechen das

Geld , nach dem Impfschadengesetz, zockma holt den Staat ab , zahlen e Alle , is e Wurscht .

owlet123
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Einige riechen dieses Geld bei drei Tage Kopfweh...

schon abartig, immer muss wer Schuld sein, immer will man bei der kleinsten Unannehmlichkeiten eine teure Entschädigung. Den wenigen, die tatsächlich einem schweren Impfschaden davon getragen haben wünsche ich alles Gute und mögen sie die Entschädigung, die ihnen zusteht erhalten.

ralfg
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.

Zu überlegen ist, das so was wie einen Antrag grundsätzlich jeder stellen konnte. Ich hatte Herzrasen als impfwirkung besonders nach der zweiten. Andere hatten Fieber.
Ob ein Antrag berechtigt ist oder einfach eine Impfwirkung müssen ja Gutachten klären, wobei ich glaube, dass ein Großteil einfach so abgelehnt werden kann.
Wenn man 4-5 Tage mit Fieber im Bett liegt braucht man keine Entschädigung für Verdienstverlust erwarten das regeln die Kassen.

umo10
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Wieviel fach sind heuer mehr geimpft worden?

😶

eleasar
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Aufklärung über Nebenwirkungen ist Teil der vorher individuell zu treffenden Risiko-Nutzen-Abwägung

Wie man Vertrauen schafft und seine Bürger als mündige Erwachsene behandelt, zeigt Japan mit einer höheren Impfquote als Ö, ganz ohne Impfpflicht und Druck ausüben.

Auszug aus der Homepage des japanischen Gesundheitsministeriums (übersetzt aus dem englischen, Stand 3.1.2022):

---
Zustimmung zur Impfung

Obwohl wir alle Bürger dazu ermutigen, die COVID-19-Impfung zu erhalten, ist diese weder zwangsweise noch vorgeschrieben. Die Impfung erfolgt nur mit Zustimmung der zu impfenden Person, nachdem die Informationen zur Verfügung gestellt wurden. Bitte lassen Sie sich aus eigener Entscheidung impfen im Wissen sowohl um die Wirksamkeit bei der Vorbeugung von Infektionskrankheiten als auch um das Risiko von Nebenwirkungen. Ohne Einwilligung erfolgt keine Impfung. Bitte zwingen Sie niemanden an Ihrem Arbeitsplatz oder Ihre Umgebung,
sich impfen zu lassen, und diskriminieren Sie nicht diejenigen, die nicht geimpft wurden.

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newkid
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haben wir

ja gesehen wie gt das funktioniert bis jetzt!

Reipsi
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Also die Japaner mit

den Österreichern zu vergleichen ist schon stork, bitte genau anschauen , dann weiss mann es, oder auch nicht .

DannyHanny
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Elesar

Sind jetzt die Japaner dran? Jetzt haben Sie bald die ganze Welt durch, um Argumente gegen die Impfung/ Impfpflicht zu finden!!
Vielleicht ist die Lösung aber ganz einfach......die Japaner sind einfach nicht so fetzen******, wie ein Teil unserer Bevölkerung! Und deshalb brauchte es einfach keine Impfpflicht!
Ausserdem wird es in Japan, als äusserst verwerflich angesehen, nicht solidarisch mit der Gemeinschaft zu sein und für das Gemeinwohl etwas zu tun! Und das in vielen Lebensbereichen! Und wenn wer diese ungeschriebenen Regeln nicht befolgen will, wird er sehr wohl von der Gemeinschaft ausgeschlossen und zwar derart massiv, dagegen ist die Stimmung gegenüber den Impf/ Massnahmen Verweigerern hier noch sehr moderat!

Mein Graz
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@eleasar

Und du glaubst tatsächlich, dass es in Österreich so funktionieren würde? 😂

Die Japaner haben keinen Kickl, vermutlich keine "Ärzte" mit undurchschaubaren Intentionen und sind vermutlich auch resistenter gegen Verschwörungstheorien.
Oder sie sind einfach klüger.

wischi_waschi
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Mein Graz

Sie immer mit den Kickl, Kickl ist einfach gut.....
Hoffentlich zeigt er noch mehr auf , was diese Regierung für ein Wahnsinn ist.
Die wievielte Booster Impfung haben Sie schon?

Mein Graz
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@wischi_waschi

"Ja, über den Kickl , darf man ja nichts positives schreiben!
Meine Likes werden immer gelöscht!
Ich, liebe Kickl"

Mehr brauch ich nicht zu wissen...

GanzObjektivGesehen
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Kickl ist eine Fehlbesetzung.

War er als Innenminister, ist er als Oppositionpolitiker, Parteivorsitzender und Mensch.
Er ist ein Schande. Und es ist eine absolute Frechheit , dass er vom Staat Österreich bezahlt wird, da er ja ständig gegen ihn auftritt.

Aber das Geschwätz (wische-waschi) das er absondert ist ja scheinbar ihr Lebensinhalt. Traurig.

peso
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wischi_waschi

lassen Sie mich raten...... den nickname hat Ihnen Ihr Lehrer vrerpasst

eleasar
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@mein Graz: Ich denke schon, dass es in Ö funktionieren könnte.

Das Impfmarketing in Ö war mehr für Infantile aufbereitet ("Baby, lass uns impfen, denn dann sind wir frei.." oder "Alle gehen in den Club. Nur nicht Jochen, er ist noch nicht gestochen.")

Anstatt mit transparenter Kommunikation auch auf das (geringe) Risiko von Nebenwirkungen hinzuweisen, wurden dieses lange Zeit ausgeblendet oder klein geredet. Generell war die Kommunikationspolitik der Regierung in den letzten 2 Jahren eher mau. Verbale Drohrufe Richtung Ungeimpfte (Schallenberg: "Wir werden die Zügel für die Ungeimpften straffer ziehen müssen" oder Köstinger "Die Zeit der Solidarität ist vorbei.") wirken eher hilflos als staatsmännisch. Vertrauensbildung schaut anders aus. Da ist viel schief gelaufen und ich sehe viel Verbesserungspotenzial. Miteinander reden und einander zuhören wäre ein Anfang.

Mein Graz
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@eleasar

Stimmt, es wurde viel verabsäumt, Information gab es, nur erreichte sie gewisse Bevölkerungsschichten nicht. Diese suchten sich ihre Infos schon zu Beginn der Pandemie bei "alternativen Medien", und Kickl sah schnell das Wählerpotential, das dort vorhanden war.

Zu spätestens diesem Zeitpunkt hätte die Regierung massiv etwas unternehmen müssen.

Trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass die Österreicher auf dem Niveau von Japan oder auch Schweden sind, vor allem in Bezug auf Solidarität und beim Wunsch, gemeinsam die Pandemie zu bekämpfen.
Es gibt viel zu viele Egoisten bei uns.

selbstdenker70
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..

Weil's zum Thema Impfstoff passt....die Erstimpfungen stagnieren, eine große Mehrheit der ungeimpften wartet auf Novavax und Co. Und jetzt meine Kritik. In Oberösterreich kann man sich bereits seit über einer Woche für Novavax anmelden. Somit hat man einmal ungefähr einem Überblick wer impfwillig ist, welches Kontingent man braucht und welcher Prozentsatz bleibt dann noch über. Wäre hilfreich für eine Impfpflicht weil man auch sehen würde welcher Verwaltungsaufwand dann tatsächlich entstehen würde. Muss man 1,5 Millionen Menschen anschreiben, Strafen, und dann Hunderttausende Rechtsmittel abhandeln oder bleiben nur paar wenige über. In der Steiermark funktioniert das natürlich wieder nicht. Es gibt einfach keine Anmeldung und es gilt, wenn der Impfstoff kommt gilt das first come Prinzip. Und wenn's aus ist ist's aus. Pech gehabt. Kann man da als eine der größten Zeitungen des Landes einmal einen Druck aufbauen und diese Anmeldung einfach verlangen? Weil von selber passiert bei uns gar nix.

 
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