"Geht darum, ob ich meine Kinder aufwachsen sehen kann"Kein Intensivbett mehr frei: Krebs-OP im letzten Moment abgesagt

Weil die Intensivstation des Krankenhauses mit Corona-Patienten belegt war, musste die Operation von Thomas Stadlbauer im letzten Moment abgesagt werden. "Es geht um mein Leben und darum, ob ich meine Kinder aufwachsen sehen kann", sagt der schwer an Krebs erkrankte Mann.

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Da kein Intensivbett mehr frei war, muss ein schwer an Krebs erkrankter Mann weiterhin auf eine Operation warten
Da kein Intensivbett mehr frei war, muss ein schwer an Krebs erkrankter Mann weiterhin auf eine Operation warten © APA/HELMUT FOHRINGER
 

In letzter Minute ist am Mittwoch eine Operation eines schwer an Krebs erkrankten Oberösterreichers in einem Wiener Krankenhaus abgesagt worden. Der Grund: die Intensivstation des Krankenhauses sei mit Covid-19-Patienten belegt und das für den Krebspatienten gedachte Bett sei doch nicht frei geworden, berichtete die "Kronen Zeitung" online. Am Abend schilderte der Betroffene auch im "ORF Oberösterreich heute" und "Wien heute" seinen Fall.

Bei dem Patienten handelt es sich um Thomas Stadlbauer, bis vor kurzem Büroleiter von oö. Landesrat Stefan Kaineder (Grüne), bestätigte dessen Büro. Für Mittwoch war der für den 46-Jährigen lebensnotwendige Eingriff vorgesehen gewesen. Dem Spital sei aber nichts anders übrig geblieben, als den bereits für die OP vorbereiteten Patienten wird zu entlassen. Auf dem Weg zurück nach Linz informierte er Freunde und Bekannten: "Gerade wurde ich auf dem Weg in den OP gestoppt und nach Hause geschickt, da die Covid-Patienten den letzten Intensivplatz belegen", zitierte die "Krone" aus der Mitteilung. Stadlbauer zeigte vollstes Verständnis für das Krankenhauspersonal. "Was ich nie verstanden habe, ist, dass Coronaleugner und Maßnahmengegner nie daran denken, dass es beim Impfen um Fremd- und Eigenschutz geht. Es wird nur die Impfpflicht sein, die uns befreit - und diese kommt durch die Schwäche der Politik viel zu spät", wurde er weiter zitiert.

Er könne auch nicht verstehen, warum man einen "milliardenfach verabreichten Impfstoff" ablehne, sich aber "für Urlaubsreisen problemlos gegen Krankheiten impfen lasse, egal wie erprobt ein Impfstoff" sei, drückte er seine Enttäuschung aus. "Aber mir ist es nicht egal, denn es geht um mein Leben und darum, ob ich meine Kinder aufwachsen sehen kann", sagt der schwerkranke, werdende Vater.

Kommentare (46)
Stratusin
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Er soll sich ins Krankenhaus setzen und dort bleiben,

bis er behandelt wird. Damit alle TV-Sender und Medien es sehen können. Es sollen nicht nur die Impfverweigerer demonstrieren. Vielleicht schließen sich einige ihm an.

Paparazzo
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Und dann ist doch noch ein Bett frei

Für einen Ungeimpften Patienten von der unnötigen Kasperlepartei... 😡😡😡😡😡😡Sauerei!!!!! 😡😡😡😡😡😡😡😡😡

EvilC
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Laut ORF News…

Ist ein MF G Politiker mit Covid auf der Intensivstation. Für diesen Herren hatte man also ein Bett.
Bitte um eine Erklärung Herr Gesundheitsminister!

EvilC
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Für diesen Herren hatte man schon ein Bett?

M FG Politiker auf Intensivstation.
https://orf.at/stories/3237821/

Bitte um eine Erklärung Herr Mückstein!

future4you
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Am Samstag bei der Demo in Klagenfurt

sollten die Freiheitlichen klar sagen, dass es ihnen egal ist, wenn andere Menschen durch ihr Parteiprogramm sterben müssen.

voit60
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Schämt euch

Ihr Impfverweigerer. Wegen euch kommen kranke Menschen in Lebensgefahr.

hansi01
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So hart es klingen mag

Aber bis zur Entspannung der Lage, kein Bett mehr frei für einen freiwillig ungeimpften Covid Patienten.
Die Ungeimpften müssen die Lage neu bewerten denn ihre Meinung, dass der Virus eh so harmlos ist und die Impfung Langzeit Schäden verursacht muss am eigenem Laib spürbar werden.

heiditscherne
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Politik & Ärzte gefordert

Es ist zwar traurig, dass die Intensivstationen, mit COVID- Patienten belegt sind, aber man sollte einmal darüber nachdenken, ob man nicht in jedem Krankenhaus, zumindest 2 Intensivbetten reserviert, für "NICHT- COVID- PATIENTEN"!
Ich bin selbst Hochrisikopatient, und geimpft, aber Ich finde es kann nicht sein, das jemand, welcher eine lebensverlängernde Krebs- OP, benötigt, oder andere OPs benötigt, wegen COVID- Pandemie, das Nachsehen hat.
Außerdem, haben wir sehr viele Privatkliniken, wo auch so manche, mittlerweile mit einer Intensivstation ausgerüstet sind, man könnte sich ja unkompliziert solidarisch zeigen!
Den Krebspatienten wünsche Ich viel Kraft und geben Sie nicht auf, man muss heute leider lästig sein, sonst hat man meistens schon verloren!

steirischemitzi
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.

was ich an der ganzen Geschichte nicht verstehe: warum richtet sich unser ganzes Leben nach diesen Leugner und Ungeimpften im Krankenhaus? Es gab genug Zeit sich impfen zu lassen. Warum müssen sich nicht die Covid-Patienten hinten anstellen? Dann hat eben jener mit Covid ein Problem und bekommt kein Bett, es würde vielleicht viele zum umdenken bringen.... Langsam kommt mir vor, denen wird noch zusätzlich der rote Teppich ausgerollt...

Steiermark14
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Das darf nicht wahr sein

Wie kommt ein Krebspatient dazu auf seine rettende OP zu verzichten wegen wieder einen Corona ungeimpften, diese unverbesserlichen Corona leugner und Impfverweigerer nehmen schwerkranken Patienten das Intensivbett weg und das in Österreich, Impflicht ab sofort und Kostenersatz für alle ungeimpften. Dieser Egoismus und Verantwortung slosigkeit gegenüber Mitmenschen geht gar nicht.

goergXV
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???

vielleicht solltest Du besser schreiben " ... alle Ungeimpften sollten (im Corona-Krankheitsfalle) die Kosten für die medizinische Betreuung / ihren Krankenhausaufenthalt selbst bezahlen ..."

lombok
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Es treibt einem die Tränen in die Augen!

Lässt Euch doch bitte endlich impfen, dass so etwas nicht mehr passiert. Es geht nicht um Schuldzuweisungen ... Aber es liegt niemand auf einer Intensivstation wegen Impf-Folgen (ja, auch wenn es - wie immer bei Impfungen - in Einzelfällen passieren könnte).

Aber es liegen nun etwa 450 ungeimpfte Menschen auf Intensivstationen mit Corona.

Bitte lasst uns zusammenstehen, solidarisch und menschlich sein!

selbstdenker70
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..

Muss man das jetzt verstehen? Wien hat eine angebliche Auslastung der Corona Intensivbetten von 22%. Was läuft da jetzt falsch?

calcit
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Nun...denken und nachlesen hilft...

22% heißt, dass 22% der Intensivbetten mit Covid-19 Patienten belegt sind, der Rest ist mit anderen Intensivpatienten belegt und eine gewissen "Notfallkapazität" muss freigehalten werden... es heißt also nicht dass 22% der Intensivbetten die nur für Covid-19 Patienten vorgesehen sind erst belegt sind und noch 78% nur für Covid-19 Patienten frei sind...

KVKG
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Calcit

Erst gestern oder vorgestern war irgendwo zu lesen, dass Wien etliche FREIE Betten zur Verfügung hat die man auch belegen könnte. So dramatisch sich das alles anhört, mittlerweile befürchte ich, dass auch in Sachen ICU gelogen wird.

imogdi
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Die INFO

haben sie nicht IRGENDWO her, sondern in wirklich "GEFAKTEN" und gesteuerten PARTEI-AUSSENDUNGEN ...

Nur die für die Person "PASSENDEN" Meldungen werden wahrgenommen - So die Einstellungstheorie der persönlichen Wahrnehmung - vielleicht ist es nicht so schlecht, sich besser zu informieren ...

owlet123
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@KVKG

Wer lügt den bezüglich was? Das Pflegepersonal, wenn es von den katastrophalen Zuständen in den Spitälern spricht? Oder Virologen, die immer wieder Wellen vorraussagen, die uns mit voller Wucht treffen werden? Und nur mal nebenbei gefragt: Was würde es der Regierung bringen, uns hohe Infektionszahlen und volle Spitäler vorzulügen? Der Lockdown kostet dem Staat Milliarden und auch davon, dass es zu kollateral Schäden in Spitälern (wie dem Herren in diesem Artikel) kommt, hat die Regierung nichts!

scaramango
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Danke für den Mut, damit an die Öffentlichkeit zu gehen...


... und alles erdenklich Gute für die eigene Gesundheit und Zukunft !!!

Vielleicht denkt wenigstens ein "Corona-Leugner" oder "Impfskeptiker" darüber nach, das wäre schon ein Gewinn.

samro
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ja man kann

ihm nur von herzen alles gute wuenschen!

Nora
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Danke!

Ein DANKE an alle Impfverweigerer und Coronaleugner!
Ihr seid Schuld an der jetzigen Situation in den Spitälern!!

MichaelP
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Grenzen

Da sind einfach alle Grenzen eines Sozialstaates und einer Solidargemeinschaft überschritten.

Einfach jeden ungeimpften vorladen (muss unter Abgleich von Melderegister mit Impfdaten ja möglich sein) und vor die Wahl stellen: Impfen oder Revers unterschreiben lassen, dass im Krankheitsfall bei Platzknappheit keine Spitalsversorgung erfolgen wird.

Ist die freie Entscheidung des Einzelnen; wer Glück hat, kommt auch ohne Impfung durch, wer Pech hat ..... na ja .... soll dem Vernehmen nicht so lustig sein.

Aber es hätte ja Shorty's Image angekratzt zu safgen, wir haben es noch immer nicht geschaftt ...

RonaldMessics
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völlig richtig...

.....Ihre Forderungen.
Es bleibt einem echt die Spucke weg, wenn man im Servus-TV dem Fleischhacker seine Talkshow schaut oder Kickl und seine Trittbrettfahrer hört.

dude
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Dass BK Schallenberg und die Landeshauptleute von OÖ und SBG...

.... Anfang November den Lockdown für alle trotz aller Warnungen der Ärzte abgelehnt haben, wird jetzt nach 3 1/2 Wochen bereits wieder vergessen. Damals wurde von den ärztlichen Leitern der Kliniken in Sbg und Linz eindringlich vor dieser Situation gewarnt und genau dieses Chaos und diese tragischen Engpässe vorhergesagt. Sehenden Auges wurden diese Warnungen aus taktischen Gründen in den Wind geschlagen!
Zu dieser Zeit galt es nicht, die Schuldigen für diese Situation herauszufinden oder zu bestrafen, sondern nur "das brennende Haus zu löschen!" Und das wurde von Kanzler und LHs nicht gemacht bzw. 2 Wochen sinnloserweise verzögert! Der Hr. Gesundheitsminister wollte bereits damals den Lockdown, ist aber beim Bundeskanzler und bei den Landeshauptleuten "abgeblitzt" und die Frau Tourismusministerin bezeichnete Mücksteins Forderung nach einem Lockdown zynischerweise als "entbehrliche Wortmeldung"!

owlet123
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Bitte nicht vergessen

dass ein Lockdown weder vor zwei Wochen noch heute notwendig wäre, wenn mehr Leute Verantwortung gezeigt hätten und der Wissenschaft vertrauen würden und nicht abstrusen Berichten auf fragwürdigen Telegramkanälen und ähnlichem. Es ist sehr ironisch wenn man auf der Straße "Wir sind das Volk" schreit, aber schulterzuckend hinnimmt, dass Mitmenschen auf dringend notwendige Operationen verzichten müssen.
P.S. der zweit beliebteste Satz ist wohl "Finger weg von unseren Kindern" während in Oberösterreich schon Herz-OPs von Kindern verschoben werden müssen aufgrund der hohen Spitalsauslastung (wurde gestern von ZIB auf Instagram mitgeteilt).

Lamax2
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@ dude

Na Gott sei dank gibt einen Schuldigen- den Bundeskanzler und nicht die vielen Unsolitarischen, die nur an sich denken.

hfg
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Es wird schön langsam Zeit

eigene Krankenhäuser oder Stationen nur für COVID Patienten einzuteilen. Besonders eigene Intensivstationen - es sollten klare Trennungen COVID Intensiv - normale Intensiv und auch COVID geimpft und COVID nicht geimpft gemacht werden. Sprich klare geänderte Triage Regeln. Mehr Zusätzliche Intensiv Betten, ausgelagert vom normalen Krankenhausbetrieb aber mit wesentlich weniger Aufwand, sollten geschaffen werden. Eine Pandemie ist wie ein Krieg und verlangt unbedingt geänderte Maßnahmen. Speziell wenn sich zu viele Menschen, ungeachtet der Folgen, überhaupt nicht schützen wollen.

 
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