Stark steigende ZahlenFFP2-Maskenpflicht wird in Oberösterreich ausgeweitet

Aufgrund steigender Corona-Zahlen wird die FFP2-Maskenpflicht in Oberösterreich ausgeweitet.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Ab Freitag, 29. Oktober, gilt für Kundinnen und Kunden in allen Geschäften, Einkaufszentren und Kultureinrichtungen wie Museen und Bibliotheken eine FFP2-Maskenpflicht
Ab Freitag, 29. Oktober, gilt für Kundinnen und Kunden in allen Geschäften, Einkaufszentren und Kultureinrichtungen wie Museen und Bibliotheken eine FFP2-Maskenpflicht © (c) Kzenon - stock.adobe.com (Kzenon)
 

Wegen der steigenden Corona-Zahlen verschärft das Land Oberösterreich die Corona-Maßnahmen. Ab Freitag, 29. Oktober, gilt für Kundinnen und Kunden in allen Geschäften, Einkaufszentren und Kultureinrichtungen wie Museen und Bibliotheken eine FFP2-Maskenpflicht. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird per 1. November die 3G-Regel nach der Bundesvorgabe in Kraft treten, wie die Landeskorrespondenz am Dienstag informierte.

Angesichts der steigenden Infektionszahlen hatten Montagabend Politik und Experten des Landeskrisenstabs getagt, um über zusätzliche Schutzmaßnahmen zu beraten. Oberstes Ziel sei die Verhinderung von Lockdowns und Schließungen von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, hieß es. Die bisher schon für das Tragen einer FFP2-Maske gültigen Ausnahmen gelten auch für die neue oberösterreichische Verordnung, die bis auf weiteres gilt.

Am Montag verzeichnete Oberösterreich mehr als 7.000 aktiv nachweisbare Infektionen, fast 12.000 Menschen befanden sich in Quarantäne. Die 7-Tages-Inzidenz lag bei 388 pro 100.000 Einwohnern. 204 Covid-19-Spitalspatienten waren stationär auf Normalbetten in Behandlung, und 37 auf den Intensivstationen.

Impfrate bliebt zu niedrig

Der Schutz der Gesundheit aller Oberösterreicherinnen und Oberösterreich steht an oberster Stelle", erklärte Gesundheitsreferentin LHStv. Christine Haberlander (ÖVP). Die zusätzlichen Maßnahmen seien ein Resultat von steigenden Infektionszahlen und einer nicht ausreichend hohen Impfrate. Mit der Schutzimpfung gebe es die wirksamste Möglichkeit, sich und andere auch weiterhin zu schützen, appellierte sie an die Bevölkerung.

Bereits seit der Nacht auf Dienstag sind Ausreisekontrollen im Bezirk Braunau in Kraft. Denn am Montag war im Bundesland der für den Hochinzidenzerlass des Bundes maßgebliche Schwellenwert von 34 mit Corona-Patienten belegten Intensivbetten überschritten worden. Auch die Bezirke Gmunden und Freistadt könnten demnächst auf ähnliche Maßnahmen zusteuern.

In Oberösterreich wurden am Dienstag 821 Neuinfektionen verzeichnet, die Sieben-Tages-Inzidenz im Bundesland lag bei 387,9 und die Durchimpfungsrate bei 58,7 Prozent. Von den zuletzt 204 Covid-19-Patienten auf den Normalstationen der Spitäler waren 59,8 Prozent nicht vollständig immunisiert, von den 37 Intensivpatienten 75,7 Prozent.

Angesichts der "noch zu niedrigen generellen Impfquote erkranken auch Geimpfte", erklärte Tilman Königswieser, Leiter des Salzkammergutklinikums und Mitglied des Krisenstabs des Landes. Manche von ihnen würden sogar Krankenhausaufenthalte benötigen, "individuell ist der Verlauf aber trotzdem abgeschwächt", betonte er. Bei jenen Geimpften, die auf den Intensivstationen landen, handle es sich "fast ausschließlich um Personen mit schweren Grunderkrankungen und eingeschränktem Immunsystem". Laut Königswieser hätten "gerade diese Patientinnen und Patienten eine hohe Herdenimmunität benötigt".

Kommentare (7)
blackpanther
1
6
Lesenswert?

Vielleicht sollte gerade Oberösterreich

wo der LH Stv dem Coronatod von der Schaufel gesprungen ist, besonders für die Impfung mobil machen. Denn schlechteste Impfquote unf höchste Inzidenz sagt einiges über das warum aus! Leider hat es Haimbuchner verabsäumt, klar zur Impfung zu animieren, nachdem er sich und seinen Ärzten mit einer Impfung viel Stress und Leiden erspart hätte!

STEG
0
4
Lesenswert?

@blackpanther

Genauso läuft es., leider! Weil folgenlos, gibt es schon die 3. Ausreisekontrolle, wieder nur auf dem Papier.

lucie24
18
14
Lesenswert?

Sinnlos

Der Rest der Welt kommt ohne FFP2 aus.

madermax
10
12
Lesenswert?

Richtig…

Wir sind das einzige Land der Welt mit FFP2 Pflicht und trotzdem springen wir von Welle zu Welle. Als ob der Unterschied zwischen FFP2 und MNS auch nur irgendwas bewirkt…

STEG
12
40
Lesenswert?

Dank FPÖ hat OÖ

eine niedrige Impfquote.
Was dabei rauskommt , sieht man.
HOHE INFEKTIONSZAHLEN !!! Als Draufgabe Maskenpflicht und Ausreisekontrollen. Wer auf die FPÖ hört, kriegt mehr als ihm lieb ist :-)

Hazel15
27
12
Lesenswert?

Dank FPÖ

FPÖ-Hochburg in unserem Bezirk 67% Impfquote
ÖVP-SPÖ Hochburg 60% Impfquote.
Was Oberösterreich betrift: ÖVP, SPÖ, Grüne, Neos ca. 75 %
FPÖ und Mfg bei 25 % also müste die Impfquote mindestens 70 % betragen, wenn die Wähler dieser Parteien sich nicht impfen haben (wollen) lassen.
Es ist halt nichts neues, das unsere Regierung und deren Anhänger von ihrem Unvermögen ablenken und anderswo schuldige suchen. Traurig. Da ist unser Nachbar uns einiges voraus, da gibt es keine einzige Anschuldigung, das die Afd schuld an der niedrigen Impfquote ist.

STEG
1
4
Lesenswert?

Dank Ibiza, schlechtes FPÖ-Ergebnis,

jedoch nicht nach Gesinnung. Kickl werken lassen und dann die Schuld anderen geben, ist auch zu hinterfragen.