30.000 VerletzteSo viele Radunfälle gab es in Österreich noch nie

Das Risiko, in Österreich einen Radunfall zu haben, ist doppelt so hoch wie in manchen anderen Ländern. Gezielte Maßnahmen könnten die Zahl senken, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© APA/ROLAND SCHLAGER
 

Mehr als 30.000 Radfahrende verletzen sich jährlich so schwer, dass eine Behandlung im Krankenhaus notwendig wird. Berücksichtigt man ausschließlich die polizeilich gemeldeten Unfälle, sind dies rund 8.500 verletzte Personen pro Jahr, berichtete das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) am Donnerstag. Das Risiko, in Österreich einen Radunfall zu haben, sei doppelt so hoch wie in manchen anderen Ländern. Gezielte Maßnahmen könnten die Zahl senken, so das KFV.

Allein im Jahr 2020 verunglückten 40 Radfahrende tödlich, davon war jeder Zweite zum Unfallzeitpunkt mit dem E-Bike unterwegs. Es müsse noch viel getan werden, um die Radinfrastruktur möglichst sicher zu gestalten und dem Radfahrboom gerecht zu werden, betonte Klaus Robatsch, Leiter der Verkehrssicherheitsforschung im KFV. "Gemessen am Unfallrisiko ist Radfahren hierzulande sogar risikoreicher als Motorradfahren und auch deutlich gefährlicher als Autofahren", berichtete Robatsch.

Während die Zahl der verunglückten Verkehrsteilnehmenden von 2012 bis 2020 insgesamt um 28 Prozent zurückgegangen ist, sei die Zahl der verunglückten Radfahrer um 42 Prozent angestiegen, so das KFV. Laut Statistik Austria variieren die Zahlen leicht: Demnach gibt es ein Plus von 39 Prozent bei den Radfahrern und  ein Minus von 25,9 Prozent bei allen Verkehrsteilnehmern.

Das ist laut KFV nicht nur darauf zurückzuführen, dass immer mehr Radfahrer unterwegs sind, "sondern auch darauf, dass die Radverkehrsinfrastruktur großes Verbesserungspotenzial hat". Konkret nannte Robatsch ausreichend breite Radfahranlagen, die Entschärfung von Kreuzungssituationen, gesetzliche Änderungen wie die Etablierung eines Mindestüberholabstands von 1,5 Meter sowie auch verstärkte Bewusstseinsbildung.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

unterhundert
0
1
Lesenswert?

eineinhalb Meter Abstand,

beim überholen, so breit sind ja unsere asphaltierten Feldwege, sprich Landstrassen nicht, geschweige die Radwege, die diesen Namen nicht verdienen.

HRGallist
6
15
Lesenswert?

30000 Verletzte

Man muss sich nur einmal an eine Hauswand in einer Grazer Fußgängerzone stellen, inclusive Herrengasse, und schauen, wie verantwortungslos Radler im Slalom um die Fußgänger herum rasen; übrigens unabhängig von Geschlecht und Alter, in vollem Bewußtsein und voller Arroganz. Ähnliches gilt für Kreuzungen, wo Ampeln für Radler kaum Bedeutung haben. Konsequente Kontrollen in den Fußgängerzonen existieren nicht. Sind auch mühsam.

HansWurst
9
2
Lesenswert?

Rasen?

Spielt sich ihr Leben schon in Zeitlupe ab?
Aber sie haben vollkommen recht:
Verantwortungslose Fußgänger oder Autofahrer gibt es keine.

schandopr
2
13
Lesenswert?

Radfahrer

Auto - Rad = Problem, klar! Auch auf den Radwegen wird gedankenlos drauflosgefahren, nebeneinander, weil sowieso nur einer entgegenkommt, der dann auch noch extra ausweichen muss, was beim Hintereinanderfahren nicht notwendig wäre. Wir haben (noch ) keine Radautobahnen. Und bergab ist keine Autogeschwindigkeit angebracht, denn ein Rad hat keine Knautschzonen, oft auch nicht einmal einen Helm, ohne dem ich praktisch nie unterwegs war und bin. Und viele tragen zwar einen Helm, ohne geschlossenen Riemen oder eigenartig auf den Hinterkopf geschoben (vielleicht um das schöne Gesicht nicht zu verdecken), und wundern sich dann, wenn die Verletzungen es dann entstellen.

Guccighost
10
18
Lesenswert?

Rennrad Fahrer

an stark befahrenen Strassen sind ein Wahnsinn
Das gehört Verboten

HansWurst
5
3
Lesenswert?

Rennradfahrer

trainieren vielleicht?

alphaalpha
0
2
Lesenswert?

Trainieren ja!

Aber im Interesse der eigenen Sicherheit und Gesundheit doch nicht auf stark und schnell befahrenen Straßen!

einmischer
5
15
Lesenswert?

Guccighost

Das Hauptproblem befindet sich zwischen Lenker und Sattel(für Neueinsteiger Steuerstange und Sitzgelegenheit). An der Tatsache dass mehr als die Hälfte der Radler unbeleuchtet unterwegs sind, ist weder Schuld der Infrastruktur noch die des Fahrzeuges.
Vor Kurzem begegnet. Mutter(nehme ich an) ein Kind im Kindersitz, ein Kind am Kinderfahrrad hinten nach, ........Beleuchtung? Fehlanzeige. Die Strassenlaternen müssen wohl reichen.
Rotlicht, Zebrastreifen,.........wohl nur für Autofahrer bindend. Viele scheitern schon beim Anfahren.
Vom Bremsen wohl auch noch nicht viel gehört. Vor dem Einschlag noch kräftig klingeln ist da schon eher Usus. Entweder sind die vom KFV oder VCO blind für Tatsachen oder man such krampfhaft an einer Daseinsberechtigung.