Wir stecken in der nächsten Welle der Corona-Pandemie, es gibt Tote, die Wirtschaft schwächelt, viele Menschen sind psychisch angeschlagen. Muss es jetzt wirklich noch ein Buch über den Tod sein?
RUDOLF LIKAR: Es geht um ein anderes Verständnis vom Tod. Es lebe der Tod, damit wir leben können! Wenn ich nicht gelebt habe, kann ich auch nicht sterben. Das heißt, ich muss das Leben leben, es genießen. Wenn man so wie ich als Arzt immer wieder Menschen sterben sieht, dann bekommt man eine andere Einstellung. Wir wollen Menschen die Angst vorm Sterben nehmen, auch wenn es etwas Finales, Endgültiges hat.
HERBERT JANIG: Man hat man zwei Möglichkeiten: Man wird ob der Tatsache, dass man irgendwann stirbt, depressiv und schmeißt alles hin, oder ich sage, okay, das Leben ist dazu da, gelebt zu werden.
Neues Buch
Experten über Tabuthema Tod: "Wir wollen die Angst vor dem Sterben nehmen"
Ein Buch über den Tod als Plädoyer fürs Leben. Mediziner und Experten behandeln das Tabuthema: Vom assistierten Suizid, über Managementmethoden gegen Ängste und wie man sich mit dem Tod arrangiert.
© KK