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Was Sie nun wissen müssenFragen und Antworten zu Schule und Kindergarten

Von Betreuung und pädagogischer Unterstützung bis Schularbeiten und Tests.

Sujetbild © Markus Traussnig
 

Am Dienstag stellen nach den AHS-Oberstufen, Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) und Berufsschulen auch die Volksschulen, Mittelschulen, AHS-Unterstufen und Polytechnischen Schulen auf Distance Learning um. Einzig die Sonderschulen verbleiben im Präsenzbetrieb. Im Anschluss Fragen und Antworten.

Kann ich mein Kind auch ab Dienstag in die Schule schicken?

Grundsätzlich sollen alle Kinder, die daheim betreut werden können, auch zuhause bleiben. An Volksschulen, Mittelschulen, AHS-Unterstufen und Polytechnischen Schulen wird aber Betreuung und pädagogische Unterstützung angeboten. Diese kann von allen Schülern ohne Einschränkung auf Berufstätigkeit der Eltern in Anspruch genommen werden - auch stunden- oder tageweise. Dazu werden neben den Lehrern (die ja das Distance Learning übernehmen müssen) auch Studenten eingesetzt. Schüler mit Förderbedarf sollen von den Lehrern aktiv angesprochen werden, an die Schule zu kommen.

Ist am Montag noch normaler Unterricht?

Grundsätzlich ja. Allerdings soll der Tag dafür genutzt werden, die Schüler auf das Distance Learning vorzubereiten und ihnen etwaige Unterlagen mitzugeben. Außerdem soll der Bedarf an Betreuung und pädagogischer Unterstützung erhoben werden.

Was ist mit den Sonderschulen?

Diese verbleiben weiter im Präsenzbetrieb - aufgrund der Einschränkungen der Kinder wäre Distance Learning nur schwer umsetzbar. In Ausnahmefällen kann der Direktor aber ein Fernbleiben vom Unterricht genehmigen.

Was ändert sich an den AHS-Oberstufen, BMHS und Berufsschulen?

Sie verbleiben wie bisher im Distance Learning. An diesen Schulen können weiter temporär einzelne Gruppen "hereingeholt" werden - etwa für fachpraktischen Unterricht in Kleingruppen oder Schularbeiten. Dann gelten aber verschärfte Hygienebedingungen, außerdem dürfen nie mehr als 25 Prozent der Schüler eines Standorts gleichzeitig anwesend sein.

Was ist mit Kindern, die keine für das Distance Learning geeignete technische Ausstattung zu Hause haben?

Im Frühjahr haben sowohl Bund als auch Länder Endgeräte beschafft. Diese können erneut verliehen werden. Fehlt es sonst an Ausstattung, können die Schüler an die Schulen kommen und die Homeschooling-Aufgaben unter Anleitung dort erledigen.

Wann sollen die Schüler an die Schulen zurückkehren?

Am 7. Dezember - das gilt für alle Schulstufen. Die entsprechenden Verordnungen zum Distance Learning laufen am 6. Dezember aus. Soll die Maßnahme verlängert werden, bräuchte es eine neue Verordnung.

Welche Hygienebedingungen gelten an den Schulen?

Ab sofort gilt eine verschärfte Maskenpflicht: Im gesamten Schulgebäude muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden - nur an Volks- und Sonderschulen kann er im eigenen Klassen- bzw. Gruppenraum abgenommen werden.

Gibt es auch am Nachmittag Betreuung?

Ja. Diese kann von all jenen in Anspruch genommen werden, die auch bisher dafür angemeldet waren.

Was ist mit Schularbeiten und Tests?

An den Volksschulen, Mittelschulen, AHS-Unterstufen und Polytechnischen Schulen werden Schularbeiten auf die Zeit nach dem Distance Learning verschoben. Gehen sie sich aufgrund der Kollision mit anderen Schularbeiten dann nicht mehr aus, können sie entfallen, wenn auch anderweitig (z.B. über die Mitarbeit) eine Zeugnisnote gegeben werden kann. Tests finden nur mehr statt, wenn eine sichere Beurteilung nicht anders möglich ist. An den Oberstufenschulen ist es ähnlich: In Abschlussklassen soll die Absage von Schularbeiten aber möglichst vermieden werden.

Darf in der Zeit des Distance Learning neuer Stoff durchgenommen werden?

Diese Entscheidung liegt bei der jeweiligen Lehrkraft. Vorgabe des Ministeriums ist aber, dass der Schwerpunkt "auf der Vertiefung des bereits Erlernten" liegen soll. "Sofern es pädagogisch vertretbar und machbar ist, können auch neue Inhalte vermittelt werden."

Wie sieht es an den Kindergärten aus?

Ähnlich wie an den Pflichtschulen: Die Kindergartenpflicht für Kinder im letzten Kindergartenjahr wird aufgehoben, Distance Learning klarerweise nicht angeboten. Auch hier werden aber Kinder ohne Einschränkung auf eine Berufstätigkeit der Eltern betreut.

Wohin kann man sich bei Fragen wenden?

Bei Fragen zum Schulbetrieb und Corona stehen die Corona-Hotline des Bildungsministeriums unter der Nummer 0800 21 65 95 (Mo-Fr von 8.00-16.00 Uhr) und das Bürger/innenservice des BMBWF unter 0800 20 56 76 (Mo-Fr von 9.00-16.00 Uhr) zur Verfügung

Kommentare (15)
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mahue
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Bedarfserhebung im 2. Lockdown, Schulinfo

Bedarfserhebung im 2. Lockdown, Schulinformation

Mein Sohn besucht die 2. Klasse der Mittelschule Althofen. Ich habe rechtzeitig über SchoolFox von der Direktion dieser Schule die Info erhalten, dass die Schule für einen eventuelle päd. Betreuung und Unterweisung der Kinder ab 17.11.2020 offen und vorgesorgt hat. Wir wurden ersucht bis Termin Montag dem 16.11.2020 1300 Uhr mitzuteilen, wann in Tage/Stunden in der ersten Woche dies notwendig ist. Die Meldetermine für die zweite und dritte Woche sind auch schon bekannt. Auch eine Schule (Personaleinsatz für Präsenzunterricht und Distance Learning) hat zu planen, unsere hat es transparent zeitgerecht getan. Mein Sohn kann das Distance Learning in Anspruch nehmen, weil die notwendige Infrastruktur zu Hause vorhanden ist.

krautundrüben
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Erhebungen?

Ich frage mich, warum in den Schulen nicht schon viel früher mit Bedarfserhebungen für den Fall eines 2. Lockdowns begonnen werden durfte? Dass das leierhafte Wiederholen des BM Faßmann, dass es zu keinen Schulschließungen kommen werden würde, nicht haltbar war, war mit dem Ansteigen der Infektionen zumindest absehbar. Dass die Schulen in dieser Sache keinen Handlungsspielraum haben, war auch klar. Dass aber eine Bildungsdirektorin, eine Bildungslandesrätin und nicht einmal ein LH schaffen, gemeinsam mit dem Bund rasche Lösungen zu erzielen, ist mehr als schwach! Die sitzen auf wohldotiertesten Posten und man fragt sich echt wofür! Wie leicht wäre es möglich gewesen, schon vor zwei, drei, vier Wochen zu erheben, welche leistungsschwachen Kinder, welche Kinder, die man schwer erreicht und Kinder, deren Eltern in systemrelaventen Berufen arbeiten, im Falle eines Lockdowns wie und von wem in den Schulen unterrichtet werden müssen! Dasselbe mit den Laptops! Viel früher hätte man in den Schulen erheben müssen, wer einen Laptop braucht und diejenigen dann auch einschult. Wenn wir alle so unprofessionell arbeiten und handeln würden, wäre unsere Gesellschaft schon längst runtergefahren!

mahue
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Bedarfserhebung im 2. Lockdown, Schulinformation

Mein Sohn besucht die 2. Klasse der Mittelschule Althofen. Ich habe rechtzeitig über SchoolFox von der Direktion dieser Schule die Info erhalten, dass die Schule für einen eventuelle päd. Betreuung und Unterweisung der Kinder ab 17.11.2020 offen und vorgesorgt hat. Wir wurden ersucht bis Termin Montag dem 16.11.2020 1300 Uhr mitzuteilen, wann in Tage/Stunden in der ersten Woche dies notwendig ist. Die Meldetermine für die zweite und dritte Woche sind auch schon bekannt. Auch eine Schule (Personaleinsatz für Präsenzunterricht und Distance Learning) hat zu planen, unsere hat es transparent zeitgerecht getan. Mein Sohn kann das Distance Learning in Anspruch nehmen, weil die notwendige Infrastruktur zu Hause vorhanden ist.

Carina25
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Unser spitzen Bildungsminister

Fassmann ist für mich kein Bildungsminister. Wenn er Anstand hätte würde er das selbst erkennen und zurück treten. Spätestens im September hätte man die Herbstferien streichen müssen.

UHBP
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Was ich nicht verstehe!

Die Kinder von Familie X müssen in die Schule, da beide Eltern berufstätig sind.
In der Schule könne sie natürlich den Online-Unterricht nicht verfolgen, da sie ja keine entsprechenden Geräte haben.
Müssen diese Kinder dann die Aufgaben am Abend mit den Eltern machen?
Die Regierung hat sich das über dem Sommer sicher gut überlegt.

princeofbelair
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Kein Grund zur Panik

Neuer Stoff soll eh nicht vermittelt werden. Schülerinnen und Schüler hatten im Frühjahr schon weniger zu tun, da kommt es auf diese 3 Wochen auch nicht mehr an....(Liebe Schülerinnen und Schüler: Ich entschuldige mich stellvertretend für diese Regierung, dass sie euch nicht jene Bildung zugesteht, die ihr bräuchtet)

Madame Curie
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Darf doch nicht wahr sein!

Schüler wurden ausreichen (VS) und mehr als das im Gymnasium mit Stoff versorgt und über Lernplattformen instruiert und unterrichtet. Teilweise war es zuviel, weil zu ungewohnt. Bitte macht den viel Mehraufwand und das Engagement unserer Lehrer nicht in unbedachter FPÖ-Manier zunichte! Die Kids werdens schon noch wissen, wies war!

princeofbelair
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Stimme zu

Ist ein immenser Mehraufwand (danke an die Pädagoginnen und Pädagogen), auch Lehrerinnen und Lehrer an unserer Schule engagieren sich sehr. Aber Vorgabe von BM Faßmann lautet nun einmal: “Grundsätzlich soll während des Distance-Learning in allen Fächern und Schulstufen nur das bisher Gelernte vertieft werden. Sofern „pädagogisch vertretbar und machbar“, kann aber auch „neuer Stoff in Maßen“ vermittelt werden. “ (ORF.at)
Das klingt jetzt nicht nach Lehrplan, oder? (Und ja, das liegt nicht an den Lehrenden) Die angehenden Maturantinnen und Maturanten hatten laut OE1-Journal übrigens auch eine andere Sichtweise als Madame Curie (siehe https://www.sn.at/salzburg/politik/maturanten-pochen-auf-mehr-unterricht-in-der-schule-95449600)

Ba.Ge.
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Soweit ich das verstanden habe

können die Kinder dort am pc den online Unterricht in der Betreuung verfolgen, sowie Aufgaben lösen. Viele Lehrer sind ja sowieso mit dem online-Unterricht beschäftigt; solche, welche nicht oder nur im geringen Ausmaß online unterrichten, werden die Betreuung übernehmen. Würde meine Logik mir sagen ;)

sonne72
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An unserer (Volks-) Schule gibt es nicht einmal..

...funktionierendes Internet. Dazu kommt, dass nicht mehr als 20 Kinder zugleich "betreut" werden dürfen, wenn es nach Fassmann geht dann sowieso "in Kleingruppen". Und die Lernschwachen sollen definitiv in die Schule kommen, um gefördert zu werden. Gut, an unserer Schule gibt es 260 Schüler, 4 Lehrer sind keine Klassenlehrer, 2 davon arbeiten teilzeit, eine Klassenlehrerin liegt mit Covid19 ziemlich krank im Bett. Erste Umfragen zeigen, dass etwa die Hälfte der Schüler zur Betreuung kommen wird.
Ich habe keine Ahnung, wie das funktionieren soll..

Madame Curie
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Abholen

Eltern werden wohl das Lernpackerl in Papierform abholen können, wie an sehr vielen VS üblich.

Ba.Ge.
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Auch funktionierendes Internet

zu bekommen, sollte heutzutage kein Problem sein. Ganz egal, wo in Österreich besagte Volksschule liegt...

HauRen
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Internet

Es geht hier um die Kosten des Internets, soweit ich es verstanden habe. Und auch um die Wartung desselben.

UHBP
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@ba...

Soweit theoretisch vielleicht möglich, aber ich habe eher an die Praxis gedacht.
Angenommen eine VS 100 Kinder. 30 kommen wegen Betreuungsmangel in die Schule. Die Lehrer sind größtenteil zu Hause.
Abgesehen davon, dass wahrscheinlich in keiner VS mit 100 Schülern 30 PCs herumstehen, müsste das auch von den Lehrern vor Ort administriert werden.
Ich glaube, das wird sicher lustig.

Ba.Ge.
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Klassenweise

(oder hoffentlich nur ein kleiner Teil davon, welcher in die Schule kommt) wird in der jeweiligen Klasse „unterrichtet“ und der jeweiligen Unterricht wird auf eine Leinwand projiziert. So können es alle gleichzeitig sehen und dann können die Hausübung gemacht werden. Ein Gerät pro Klasse sollte aufzustellen sein, falls dieses heutzutage nicht sowieso gegeben ist. Wir leben ja nicht mehr im 20. Jahrhundert ;)