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Auch Beifahrer gestorbenZwei Todesopfer bei Crash von Pkw mit Zug im Burgenland

Für die 73-jährige Lenkerin des Wagens aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung kam jede Hilfe zu spät, sie starb an der Unfallstelle. Ihr 79-jähriger Mann, der sich als Beifahrer im Auto befand, erlag seinen Verletzungen später im Krankenhaus.

++ HANDOUT ++ BURGENLAND: EIN TODESOPFER BEI ZUSAMMENSTOSS PKW-ZUG IN EISENSTADT
© APA/FEUERWEHR EISENSTADT
 

Der Zusammenstoß eines Pkw mit einem Zug in Eisenstadt am Mittwoch hat ein zweites Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Feuerwehr ist der 79-jährige Beifahrer des Pkw im Krankenhaus Wiener Neustadt seinen Verletzungen erlegen. Unterdessen wiesen die ÖBB Kritik aus dem Eisenstädter Rathaus zurück, die Bahn müsse endlich für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

Die Sicherungsart an einer Eisenbahnkreuzung werde durch die zuständige Eisenbahnbehörde bei einer Verhandlung vor Ort individuell festgelegt, erläuterten die ÖBB in einer Aussendung. Verantwortlich für die Art der Sicherung sei die Eisenbahnbehörde. Diese sei in der Regel (in rund 90 Prozent der Fälle) beim zuständigen Landeshauptmann angesiedelt, nur bei Hochleistungsstrecken liegt die Verantwortung beim Bund, sprich beim Verkehrsministerium.

Bei jedem Neubau, Auflassung oder Änderung einer Eisenbahnkreuzung müsse die Behörde auf Grundlage von Rahmenbedingungen eine für alle Partner verbindliche Entscheidung treffen. Diese werde dann von den ÖBB - wenn auch bei der Straße etwas gemacht werden müsse, gemeinsam mit dem Straßenverwalter - umgesetzt.

Dieser Entscheid sei für alle Beteiligten verbindlich. Das bedeute, die ÖBB verabsäume nichts bzw. lehne auch nichts ab. Beteiligte Partner seien der Straßenverwalter (Gemeinde, Land oder Bund), ÖBB und die Eisenbahnbehörde, wurde in der Aussendung betont.

Ein Ziel als ÖBB sei es, gemeinsam mit Bund, Land und Gemeinden niveaugleiche Bahnübergänge laufend zu reduzieren. Seit dem Jahr 2000 sei österreichweit die Zahl der Eisenbahnübergänge von rund 6.100 auf rund 3.100 nahezu halbiert worden. Auch heuer zu Jahresende werde sich diese Zahl weiter verringert haben. Die ÖBB investiere zudem rund 25 Millionen Euro pro Jahr in die Verbesserung der Sicherheit bei Eisenbahnkreuzungen, dazu kämen weitere Maßnahmen wie Bewusstseinsbildung, besonders bei jungen Verkehrsteilnehmern.

Kritik vom Bürgermeister

Der Eisenstädter Bürgermeister Thomas Steiner wies in einer Aussendung darauf hin, dass auf dem Bahnübergang erst Ende Juni der bis dahin letzte Unfall passiert war. Er forderte erneut die Errichtung einer Schrankenanlage. "Dieser Bahnübergang ist lebensgefährlich. Die ÖBB muss hier endlich für mehr Verkehrssicherheit sorgen und diese Eisenbahnkreuzung dringend entschärfen. Hier darf es kein Unglück mehr geben", stellte Steiner fest.

 

Kommentare (4)

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Hildegard11
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Es gehört längst ein...

...verpflichtender Gesundheitscheck ab 50 alle 10 Jahre. Was da alles unterwegs ist. Als brillentragender Führerschein C,E Besitzer muss ich alle 5 Jahre antreten. Die meisten nach dem Führerscheinerwerb nie mehr.

dieRealität2020
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das werde ich nicht bis an meine Lebensende nachvollziehen können,

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@Hildegard11 das hat im Detail nichts mit Gesundheitscheck zu tun, ich fahre seit 195und habe seit dieser Zeit ABCE fahre aber größtenteil mit A und B (ohne Führerschein schon 1957) Millionen KM "unfallfrei", allerdings bin ich selbst der Ansicht seit den letzten 10 Jahren nur mehr bedingt aus gesundheitlichen Gründen einen PKW zu benutzen. Ich bewegte mich in den letzten Jahrzehnten in manchen Ländern auch im Linksverkehr. Ausgenommen London. Nach 1h stellte ich den Leihwagen zurück und fahre bis heute in London mit öffentlichen Verkehrsmitteln die zur Verfügung stehen.
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Die Zahlen zeigen das auf unbeschrankten Bahnübergängen mit/ohne Ampelregelung (siehe Austria Statistik) junge Menschen schwere Unfälle mit tödlichem Ausgang verursacht haben. Keine Meinung, sondern Fakten. Die schwersten Unfälle gibt es in wesentlich jüngeren Altersgruppen. Schlagen sie nach.
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Einfach und unkompliziert. Ohne Wenn und Aber, man bleibt stehen und versichert sich, dass kein Zug unterwegs ist. Auch bei Rot oder Schranken oben habe ich mich immer versichert. Es ist dokumentiert, dass auch bei Schranken oben und bei Grün durch den Zug Unfälle passiert sind. Diese Unfälle, die Unfallberichte und Zahlen zeigen es: beruhen u.a. auf Unachtsamkeit, nicht Beachtung des Ampelsignals (ROT), einfach Missachtung der Verkehrssituation. Es gibt nur wenige Übergänge nur begrenzt einsehbar sind.

dieRealität2020
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sorry, "ich fahre seit 195"

Richtigstellung: "ich fahre seit 1958" natürlich mit Führerschein. Genaugenommen müsste ich alle Verkehrsteilnehmer von Zeit zu Zeit checken. Schon allein ob sie noch die gesetzlichen Auflagen als Verkehrsteilnehmer erf+llen. Manchmal denke ich hallo? kennt dieser Teilnehmer noch die gesetzlichen Auflagen oder handeltl er hier fahrlässig bzw. vorsätzlich? Das ist die tatsächliche Krux der hunderten von Unfällen die auch jährlich vor Gericht landen.

Starfox
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