AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Nichtraucherschutz neuDiese Regeln gelten ab heute für alle Raucher

Was ist ab heute neu für Raucher? In einer deutlich abgespeckten Version tritt heute das Nichtraucherschutzgesetz in Kraft. Vor allem für Arbeitnehmer ändert sich einiges.

Rauchen am Arbeitsplatz wird verboten
Rauchen am Arbeitsplatz wird verboten © dpa/dpaweb
 

Was ist ab heute neu für Raucher?

Ab heute gilt ein Rauchverbot an allen öffentlichen Orten – etwa Räume mit Kunden- oder Parteienverkehr, Unterrichtsräume, öffentliche Verkehrsmittel. Für das Gastgewerbe gilt bekanntermaßen eine Ausnahme. Außerdem ist das Rauchen im Auto verboten, wenn sich Kinder oder Jugendliche darin befinden. Bei Verstößen droht eine Verwaltungsstrafe von bis zu 100 Euro, im Wiederholungsfall drohen sogar bis zu 1000 Euro.

Der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz wird verschärft. Was ändert sich?

„Ab heute gilt in Betrieben ein generelles Rauchverbot“, erklärt Christoph Lorber von der Arbeiterkammer Kärnten. Das bedeutet: Arbeitgeber sind durch das Arbeitnehmerschutzgesetz ausdrücklich verpflichtet, Nichtraucher vor Tabakrauch zu schützen. In Arbeitsstätten ist deshalb das Rauchen ab heute verboten, sofern auch nur ein Nichtraucher im Betrieb beschäftigt ist. Dieses Rauchverbot gilt nicht nur für die Büroräume, sondern zum Beispiel auch für den Eingangsbereich, die Stiegenhäuser sowie in den Gängen des Betriebsgebäudes. Auch E-Zigaretten fallen unter dieses Verbot.

Darf jetzt nirgendwo in Betrieben mehr geraucht werden?

Ist eine ausreichende Zahl von Räumlichkeiten vorhanden, kann der Arbeitgeber sogenannte „Raucherräume“ einrichten. „Wichtig ist dabei, dass kein Nichtraucher durch den Passivrauch gefährdet wird“, erklärt der Arbeitsrechtsexperte weiter. Diese Raucherräume dienen ausschließlich dem Zweck des Rauchens und dürfen keine Arbeitsräume oder Aufenthaltsräume sein. „Raucherbüros“ sind daher künftig nicht mehr erlaubt. „Auch weil dadurch andere Kollegen gefährdet werden, die den Raum ebenfalls betreten, wie etwa Reinigungskräfte“, sagt Lorber. In Unternehmen, in denen ausschließlich Raucher beschäftigt sind, darf weiterhin in der Arbeitsstätte geraucht werden, unter der Voraussetzung, dass in der Arbeitsstätte kein Kundenverkehr herrscht.

In der Gastronomie darf im Raucherbereich gequalmt werden. Wie werden Arbeitnehmer dort geschützt?

Die Gastronomie zählt zwar zum öffentlichen Raum – Gastwirte können das Rauchen jedoch für ihre Gaststätte erlauben. In diesem Fall sind nichtrauchende Arbeitnehmer nicht geschützt. Schwangere werden daher vom Dienst freigestellt und erhalten Wochengeld. Auch Jugendliche erhalten besonderen Schutz. „Bei Lehrlingen unter 18 Jahren sollte gewährleistet werden, dass diese sich hauptsächlich im Nichtraucherbereich aufhalten“, erklärt Lorber. Wie das genau umsetzbar sei, ist jedoch unklar. Die Ärztekammer Wien kritisiert, dass die Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereiche nicht ausreichend sei, denn die Feinstaubbelastung sei auch in Nichtraucherbereichen deutlich erhöht und gesundheitsgefährdend.

Kommentare (13)

Kommentieren
Superjuegi
0
0
Lesenswert?

Mich würde interessieren .....

....... wo ich die Höhe der Strafen für "Rauchsünder" finde, die sich in dem Betrieb in dem ich arbeite, nicht ans Rauchverbot halten !
Wird der Chef der es zwar einerseits verboten hat weil es Gesetz ist, andererseits aber duldet weil er keinen Stress mit den Mitarbeitern haben will, ebenfalls zur Verantwortung gezogen ?
Wer wird wie hoch gestraft ??? Findet man das irgendwo ???

Antworten
Apulio
3
5
Lesenswert?

Nichtraucherschutz in Betrieben,

lt. Gewerbeordnung sind auch Gaststätten, Restaurants usw. Betriebe.
Dieses Gesetz verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz und wird vor dem VFGH nicht halten.

Antworten
Schwupdiwup
4
10
Lesenswert?

.

Die Verschärfungen des Nichtraucherschutzes an den Arbeitsplätzen sind zwar zu begrüßen, aber wenn der
Schutz der jugendlichen Lehrlinge in der Gastronomie aus „soll“ und „hauptsächlich“ besteht, dann ist dieser Paragraph des Gesetzestextes in der Praxis das Papier nicht wert, auf dem er steht.
Überhaupt scheinen Mitarbeiter in der Gastronomie für unsere Chaos-Riegierung Menschen zweiter Klasse zu sein.
Nachdem hier eindeutig eine Ungleichbehandlung zum Rest der Bevölkerung besteht, wäre eigentlich der oberste Gerichtshof gefragt um dieses Pfusch-Gesetz zu reparieren

Antworten
Madame Curie
10
11
Lesenswert?

Tief Luft holen!!!

Wenn ich einkaufen gehe, müssen meine Kids und ich erst Mal tief Luft holen, um relativ unbeschadet durch die dichten Rauchschwaden das Geschäft betreten und verlassen zu können. Links und rechts der Eingänge laden meist Riesenaschenbecher die Einkäufer ein, doch noch schnell eine zu rauchen, oder wenn Bekannte getroffen werden, dort gemütlich abzuhängen und sich eine reinzuziehen. Dort muss man sich erst durch das Rudel Jugendlicher durchkämpfen „Entschuldigung, darf ich schnell da durch?“ Auch vor anderen Gebäuden diese Einladung bzw. dieses Verhalten beobachtet (vor Schulen, Amtsgebäuden, Arztpraxen, …)!!!

Antworten
cockpit
3
13
Lesenswert?

Toll gemacht!

Wo bleibt der Gleichheitsgrundsatz?

Antworten
UHBP
4
8
Lesenswert?

Wenn ich was zu sagen hätte,

Ich würde die Gesetze nach Höhe der Wahlspenden umsetzen.
Wer spendet wird entlastet, wer nicht der nicht.
Hätte ich kanditiert und die Floristen hätten brav gespendet, hätte ich deren Steuersetz auch wieder von 13% auf 10% gesenkt.
Es hat ja keiner etwas zu verschenken. Oder wie heißt es so schön: eine Hand wäscht die andere.

Antworten
sapientia
1
4
Lesenswert?

UHBP, bitte wegen der Schlichten nicht auf den Zusatz "Ironie" vergessen!

!

Antworten
Mein Graz
3
25
Lesenswert?

Was soll das?

Sind Jugendliche im Auto anders zu schützen, mehr wert, als Jugendliche, die in der Gastronomie beschäftigt sind?
Dürfen sich Jugendliche unter 18 Jahren in Raucherbereichen aufhalten, wenn dort ebenso alte Jugendliche arbeiten?

Wenn im Gesetz "sollte" steht, liegt es im Ermessen des AG in der Gastronomie, wo der Jugendliche arbeitet.

Die Regierung teilt m.E. die Jugendlichen in 2 Kategorien: schützenswert und zum Abschuss freigegeben.

Pfui Teufel.

Antworten
WernStein
0
28
Lesenswert?

Wenn in einem Gesetz....

...das Wort "soll" vorkommt, dann ist die Nichtbeachtung schon vorprogrammiert!

Antworten
baldasar
4
12
Lesenswert?

Toll

Wie die blauen und schwarztürkisen Marionetten Abgeordneten die Gesundheit von Mitarbeitern und Lehrlingen in der Gastronomie schützen...

Antworten
UHBP
4
27
Lesenswert?

Alles klar!

Passivrauchen für Jugendliche in der Gastronomie ist unbedenklich, im Auto gefährlich.
Ein 17 Jähriger der im Auto raucht wird bestraft, wenn er aussteigt ist es Ok.
Ein Wischiwaschigesetz einer Wischiwaschiregierung.
Hätte da eine Idee: Lassen wir doch diese Gesetze durch Volkschulkinder begutachten, dann würde nicht so ein Schwachsinn herauskommen.
PS: Umstellen der Zigarettenautomaten kann erst mit 2019 erfolgen, zu aufwendig O:))))). Dieser Regierung kann man wohl alles einreden, mit den RICHTIGEN Argumenten in der Tasche.

Antworten
tturbo
8
28
Lesenswert?

75 % Nichtraucher werden von einer Minderheit in der Gastronomie genötigt,

diese zu meiden. Ich spare mir sehr viel Geld.

Antworten
bmn_kleine
4
28
Lesenswert?

Interresant ist,

dass diejenigen, die sich über das Rauchverbot in Lokalen mit dem Argument der Einschränkung persönlichen Freiheit echauffieren, nichts gegen das Rauchverbot in Autos (wenn Minderjährige unter 18 Jahren dabei sind) haben.

Liegt das daran, dass da ohne nachzudenken nur Argumente der Regierung wiedergegeben werden, oder glauben das diese Leute wirklich (was nicht gerade für deren Intelligenz sprechen würde)?

Antworten