Ist es das schlechte Gewissen, das zuschlug? Zumindest die Worte sind eindeutig. „Tausendmal sorry dafür“, sagt Jimi Blue Ochsenknecht laut einem Bericht des Standard. Der Empfänger der Nachricht: Wilhelm Steindl, Betreiber eines Hotels in Tirol und jener Hotelier, bei dem Ochsenknecht die Zeche geprellt haben soll.

Mehrfache Mahnung

Der Sohn des Schauspielers Uwe Ochsenknecht hatte Ende 2021 in einem Hotel in Tirol mehrere Tage lang einen Geburtstag gefeiert und soll die fast 14.000 Euro hohe Rechnung aber trotz mehrfacher Ermahnung, Ratenzahlungsangeboten und Gerichtsverhandlungen nicht gezahlt haben. Auch in Graz soll er eine Rechnung über 1900 Euro nicht beglichen haben.

Ende Juni war er nach der Landung am Hamburger Flughafen vorläufig festgenommen worden, weil er wegen der Schulden mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wurde. „Ich hätte wissen müssen, wie ernst die Situation ist und ich hätte es niemals so weit kommen lassen. Das war falsch“, schrieb er zuletzt auf Instagram.

Steindl sagt dem Standard: „Ich kann es immer noch nicht fassen, warum hat er es so weit kommen lassen?“. Jahrelang versuchte Steindl, das Geld vom Schauspieler zu bekommen. Letztlich hat er es von einer Ex-Freundin Ochsenknechts erhalten.

Da war Ochsenknecht aber bereits festgenommen worden. „Für mich ist mit der Bezahlung der Rechnung der Fall abgeschlossen“, sagt Steindl. Immer wieder hätte sich Ochsenknecht auch bei Steindl gemeldet. Beispielsweise in der Sprachmemo von Beginn der Geschichte. In derselben sagt er: „Das ist nicht meine Art.“

Vorwürfe der Aiola Gruppe

Wieso Ochsenknecht die Rechnung nicht bezahlt hat, ist unklar. Klar ist, der Tiroler Wirt ist nicht der einzige, der auf sein Geld wartete. Auch aus der steirischen Hauptstadt gibt es Vorwürfe des „gewerbsmäßigen Betrugs“ an den Schauspieler. Wie die Kronen Zeitung berichtet, hatte Ochsenknecht am Vorabend der Hochzeit seiner Schwester Cheyenne, die in Dobl lebt, 2021 im „Miss Cho“ und im Club „Katze Katze“ Party gemacht. Die Rechnung über 1900 Euro konnte er nicht bezahlen. „Weil er keine Geldtasche und Kreditkarte dabei gehabt hat, hat er uns eine Adresse gegeben und wir haben die Rechnung dorthin geschickt“, so Gastronom und „Aiola“-Chef Gerald Schwarz gegenüber der Krone.

Das Geld kam allerdings nie, der Fall wurde dem Juristen Wolfgang Dlaska übergeben. Sowohl bei der Staatsanwaltschaft Graz als auch bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig wurde Klage eingereicht. Erreicht werden konnte der Schauspieler nie – bis jetzt. „Als wir erfahren haben, dass er in Hamburg festgenommen wurde und nach Tirol ausgeliefert wird, haben wir uns beim Bezirksgericht Innsbruck angehängt, die Klage wird ihm in der Justizanstalt endlich zugestellt werden können“, so der Anwalt gegenüber der Krone.