Ein im Tiroler Unterland lebender 60-jähriger Bosnier hat seit dem Jahr 2011 offenbar mehr als 100.000 Euro an Sozialleistungen erschlichen. Der Mann soll für seine beeinträchtigte 62-jährige Schwester an seiner Wohnadresse einen Scheinwohnsitz angemeldet und für sie ungerechtfertigterweise Pflegegeld sowie Waisenpension beantragt haben. Für die Formalia holte der Beschuldigte die im Ausland lebende Schwester immer wieder kurze Zeit nach Tirol, teilte die Polizei mit.
Mehr als zehn Jahre unbemerkt
Bis Oktober 2024 blieb der Sozialleistungsbetrug an der Pensionsversicherungsanstalt unbemerkt, hieß es am Freitag. Dem Mann wurden die Gelder jahrelang als Sachwalter auf sein Konto überwiesen. Der Bosnier zeigte sich geständig und wurde der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Sozialhilfebetrugs angezeigt.