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Diskussion um FahrradanhängerNach dem tödlichen Unfall mit einem Fahrradanhänger werden die falschen Fragen gestellt

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Die Fahrradanhänger sind in der Diskussion
Die Fahrradanhänger sind in der Diskussion © Zwei plus Zwei Marketing GmbH
 

Eine Tragödie in Niederösterreich rückt mit einem Schlag die Fahrradanhänger in den Fokus. Zwei Kleinkinder sind tot, nachdem ein Autofahrer eine Radfahrerin samt Kindern im Anhänger erfasst und 15 Meter durch die Luft geschleudert hat. Jetzt fragt aufgeregt das halbe Land: Ist es verantwortungslos, seine Kinder in einen Fahrradanhänger zu setzen? Manche sehen in den Anhängern überhaupt eine „tödliche Gefahr“ – und betreiben damit eine radikale Täter-Opfer-Umkehr.

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Danke für Ihr Verständnis.

Sicherheitsfachkraft
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Mit Sicherheit ist ein sehr großes Kapital von Nöten, aber .......

das Erste Mal werden AutofahrerInnen, von RadlerInnen und vice Versa geschützt sein, wenn Straßen und Radwege vollkommen getrennt sein werden!

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paulrandig
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Sicherheitsfachkraft

Das geht nach hinten los.
Warum?
Erstens geht es schon platztechnisch nicht, alle Straßen, von der kleinen Zufahrtsstraße bis zur Bundesstraße mit Radwegen zu flankieren.
Wenn aber nur fast alles und nicht wirklich alles getrennt ist, sind die Radler auf den wenigen verbliebenen Strecken unerwartete Hindernisse, mit denen nicht gerechnet wird.
Besser ist es, immer und überall mit anderen schwächeren Verkehrsteilnehmern zu rechnen und auf sie Rücksicht zu nehmen.
Ich bin überhaupt nicht dafür, die Straßen für die Autofahrer völlig leerzuräumen. Da verlernen sie die Achtsamkeit komplett.

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sonniboy
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Würden sich alle Verkehrsteilnehmer an die StVO halten ...

... könnte man auch auf Autobahnen als Fußgänger, Rad-, Scooter oder Mopedfahrer unterwegs sein. Es ist aber verboten, und das aus gutem Grund, weil ganz einfach der Geschwindigkeitsunterschied zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern viel zu groß wäre. Wer einmal eine Panne auf der Autobahn hatte und miterleben musste, wie der Verkehr an einem vorbeibraust, weiß, wie gefährlich das ist.
Nun ist dieser Geschwindigkeitsunterschied idealerweise auf der Landstraße etwas geringer, dafür kommen andere Gefahren wie fehlende Ausweichmöglichkeiten durch den Gegenverkehr hinzu. Wer sich also mit einem Rad mit Kinderanhänger, der sicherheitstechnisch jeder Beschreibung spottet, noch dazu in der abendlichen Dämmerung auf so eine Straße begibt, sollte sich im Klaren sein, welcher Gefahr er sich (und seine Kinder) damit aussetzt. Im Falle eines Unfalls hilft es wenig, im Recht gewesen zu sein.

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teacup
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Maschinenbetriebenes Kraftfahrzeug > mechanisch betriebenes Fortbewegungsgerät.

Zitat: "Wir müssen wegkommen von dem 'aber die Rad-/Autofahrer'". Nächster Satz: "Wir müssen die echte Gefahrenquelle benennen
'das Auto'"... tut mir ja leid aber da fängt dieselbe Diskussion wieder von vorne an und führt genau nirgends hin, denn selbst wenn ein Auto 30 km/h fährt, kann es ein Fahrrad immer noch überrollen und zu den Pferdekutschen will auch keiner zurückkehren. Anstatt sich zu fragen was die wahre Gefahr im Straßenverkehr ist, wäre es sinnvoller sich zu überlegen, wo die Radwege als nächstes erweitert werden sollten, um in Zukunft weitere Unfälle dieser Art vermeiden zu können. PKWs und Fahrräder sollen meiner Meinung nach auf getrennten Wegen fahren.

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homerjsimpson
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Sehr guter Kommentar, danke!

Es kann nicht sein, dass immer etwas verboten werden soll, wenn Unfälle passieren. Manche fordern ja gar, dass Rad(Anhänger) weg von der Fahrbahn sollen. Ja aber hallo.... das wäre wie wenn ich sage, 30 Männer im Jahr bringen Menschen um, also weg mit den Männern.... Rücksicht nehmen auf die anderen, vorausschauenden fahren, Abstand halten, mehr braucht es nicht.

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gerbur
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Der Individualverkehr

mit dem Auto ist schnell reduziert. Generelle Höchstparkdauer für absolut jeden, auch für Anrainer, von 15 Minuten. Diese Maßnahme lässt sich schnell umsetzen, kostet nix und ist wirkungsvoll.

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stprei
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Amazon sagt danke

Diese Aussage ist sowohl in ihrer Radikalität als auch in ihrer Banalität schmerzhaft.
Aber Amazon übermittelt seinen Dank, wohingegen das Personal ihres Supermarktes sowie ihres Lieblingscafes in der Innenstadt fragt, wieso es jetzt arbeitslos ist.

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bluebellwoods
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Warum muss immer erst was passieren?

Von einer Häufung kann man bei zwei zeitnahen Unfällen nicht sprechen - es ist ein sehr sehr tragischer Vorfall und egal wie angeregt diskutiert wird, die beiden Kinder bringt es nicht mehr zurück und alle Unfallbeteiligten werden damit umgehen müssen.
Leider muss immer erst so etwas Schreckliches passieren, bis das Sicherheitsthema diskutiert wird.
Gegenseitige Rücksichtnahme ist erforderlich (leider gibt es quer durch alle Verkehrsteilnehmer immer mehr Egoisten), allerdings muss es klare gesetzliche Vorgaben geben (besonders was Signalgebung beim Abbiegen, Befahren von Geh-/Radwegen, Beleuchtung bzw. Sichtbarmachung betrifft)- gerade durch die Zunahme von diversen Scootern, Radhängern, etc. kommt es mir vor, dass manche keine Ahnung haben wie sie sich verhalten müssen oder sie pfeifen einfach drauf.

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gerbur
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Die oft verwaisten Gehwege

könnte man ja für Radler und Scooter freigeben, mit der Einschränkung, dass bei Begegnung mit Fussgängern abzusteigen ist oder auf die Fahrbahn ausgewichen werden muss!

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Mein Graz
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@gerbur

Absteigen ist unrealistisch, abbremsen und bemerkbar machen funktioniert auch.
Auf die Fahrbahn ausweichen erscheint mir noch gefährlicher als gleich auf der Fahrbahn unterwegs zu sein, denn dann könnte es doch passieren, dass ein Radfahrer plötzlich auf die Straße schießt und so vor einem Auto auftaucht. Manche Verkehrsteilnehmer sind heute schon unaufmerksam unterwegs (und ich meine ALLE damit, vom Autofahrer bis zum Fußgänger!), und so würde noch eine Komponente dazu kommen, die man im Auge behalten müsste: als Autofahrer nicht nur die Radfahrer sondern auch noch, wer auf dem Weg nebenan unterwegs ist, als Radfahrer (neben den generell zu beobachtenden Fußgängern) muss der Autoverkehr auf der Straße beobachtet werden.
Ob das ein praktikabler Weg ist?

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gerbur
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@Mein Graz

Ihre Argumente sind richtig, die von mir vorgeschlagene Benützung geht nur, wenn man mit grosser Gelassenheit das Rad benutzt und sich mit grosser Disziplin bewegt. Für die breite Masse der Radler ist das wohl eine Überforderung.

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queicheng
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@gerbur

Nein, falsch. Es ist nicht für die "breite Masse" der Radler, sondern bestenfalls für ein paar schwarze Schafe eine "Überforderung", sich ordentlich zu verhalten.

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gerbur
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@queicheng

Ich bin eher pessimistisch, wollte aber die " breite Masse" nicht schlecht hinstellen.

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paulrandig
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Lassen wir einmal Emotionen beiseite.

Es passiert dauernd etwas. Wo gehobelt wird, fallen Späne und so. Viel zu oft, aber doch fast regelmäßig krachen Autos irgendwo hinein. In andere Autos, in Hausmauern, in Bäume, in Fußgänger, Motorräder oder Radfahrer - die Verteilung entspricht ungefähr der Verteilung des Vorkommens dieser bedauernswerten Ziele.
Je exotischer, also seltener das Opfer scheint, desto mehr Aufmerksamkeit erregt es. Auch unser Verhältnis zur Statistik spielt hier hinein. Zwei ähnliche Ereignisse, die statistisch völlig im Rahmen sind, aber zufällig knapp aufeinander folgen, werden von unserem mustersuchenden Hirn sofort als Serie oder Häufung interpretiert.
Ja, es ist immer gut, Varianten durchzudenken und dann Möglichkeiten zu suchen, die Sicherheit zu erhöhen. Vor allem "Neuerungen", wie Radanhänger, Longboards, Segways oder E-Scooter gehören mit ihren Eigenheiten beobachtet und von der Gesetzgebung begleitet um ihren sicheren Platz im Verkehr einzunehmen.

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lage
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Völlig Richtiger Kommentar

Völlig Richtig , hier wird auf was hingetreten das sich so gar nicht mit der Realität verträgt.

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Eisapfel00
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So schlimm es ist

Aber, wenn wie es in den Medien zu Lesen ist, und der Unfall um ca. 21.00 Uhr war, dann bin ich mir nicht so sehr sicher über das Allgemeine Verantwortungsgefühl .

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Mein Graz
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Danke für diesen Kommentar.

Es ist unmaßgeblich, wer bei den tragischen Unfällen die "Schuld" trägt - die Kinder kommen nicht mehr ins Leben zurück.
Richtig ist: es wird ständig gefordert, die Menschen sollen die "sanfte Mobilität" wählen - und die Infrastruktur fehlt!
Es gibt gerade entlang von Hauptverkehrsrouten kaum Geh- bzw. Radwege. Wo sollen sie Menschen sich "sanft" fortbewegen? Es bleibt wohl nur die Straße übrig.

Will man die Menschen zum zu Fuß gehen, zum Radfahren und zur Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel animieren muss das Angebot stimmen.
Mein Ansinnen an die Politik: steckt weniger Geld in den Ausbau für den motorisierten Individualverkehr - nehmt dieses Geld in die Hand und baut Fußgänger- und Radfahrwege und die Öffis aus!

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wolfisch
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Radunfälle

Aufmerksamkeit und Rücksicht wären auch sehr nötig.

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queicheng
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@wolfisch

Ich nehme an, Sie meinen selbstverständlich "...von allen Beteiligten ausgehend"?

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