Der Auftakt der Bundespräsidentschaftswahl verläuft holprig. Berichte über Probleme beim Ausfüllen der Unterstützungserklärungen häufen sich. 6000 dieser Formulare müssen Kandidatinnen und Kandidaten sammeln, wenn sie es auf den Wahlzettel schaffen wollen. Die Abgabe kann nur persönlich, mit Ausweis, in einem Amt in der Hauptwohnsitzgemeinde erfolgen. Und das verläuft nicht immer reibungslos.

Dass man in diesem Land seine Steuererklärung machen, den Hauptwohnsitz ummelden und Volksbegehren digital unterzeichnen kann, für die Unterstützung einer Hofburg-Kandidatur jedoch ein Amt aufsuchen muss, ist kaum nachvollziehbar. Technisch sollte die Möglichkeit nicht schwer umzusetzen sein, die Handy-Signatur hat sich bewährt. Für weniger digitalaffine Menschen muss der Amtsbesuch möglich bleiben.

Politik und Gesellschaft fürchten sich vor sinkender politischer Partizipation, vor allem bei jungen Wahlberechtigten – zu Recht. Der Abbau einer so unnötigen Hürde wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.