Floyd-ProzessEin historisches Urteil - und doch nur ein erster Schritt

Amerika atmet auf: Das klare Urteil im Floyd-Prozess sorgt für Erleichterung. Doch ob es auch zukunftsweisend sein wird, bleibt abzuwarten: Noch können sich Farbige in den USA nicht sicher sein, ob sie eine Polizeikontrolle überleben.

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Jubel  nach dem Floyd-Urteil
Jubel nach dem Floyd-Urteil © AFP
 

Es ist ein Aufatmen, das durch weite Teile der USA geht: Die Geschworenen, die im Fall Floyd zu urteilen hatten, haben ein klares Urteil gefällt - und ein eindeutiges. In allen Anklagepunkten befanden sie den Ex-Polizisten Derek Chauvin, unter dessen Knie der Afroamerikaner George Floyd erstickt war, für schuldig. Die Videoaufnahmen vom qualvollen Tod Floyds und seine letzten Worte "I can't breathe" - "ich kann nicht atmen" hatten das Land aufgerüttelt.

Kommentare (3)
mocharitsch
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Selbstgewählte Bezeichnung

Die simpelste Erklärung ist wohl, dass die Bezeichnung BIPoC SELBST gewählt wurde und die deutsche Bezeichnung(so wie alle anderen Deutschen Bezeichnungen) durch Weiße gewählt wurde, um BIPoC zu beschreiben...
Es geht in diesen Diskussionen meiner Meinung nach immer zu sehr um die Befindlichkeiten von uns Weißen und darum, was wir noch dürfen und viel zu wenig um das Respektieren der Wünsche unserer BIPoC-Mitmenschen.
Es geht auch darum, dass wir Weiße uns damit auseinandersetzen sollten, was unser Gegenüber sich von uns wünscht. Dazu gehört in erster Linie auch, dass sich die Medien mit dem Thema auseinandersetzen und sich in diese Richtung weiterbilden.
Wenn man sich rassismuskritisch äussert, sollte man sich meiner Meinung nach auch mit den korrekten Begriffen auseinandersetzen. Gute Recherche ist wichtig im Journalismus, denke ich...
Zusätzlich denke ich nicht, dass es mir als Weiße zusteht über den selbstgewählten Begriff BIPoC oder PoC zu urteilen.

mocharitsch
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Rassmismuskritisch sieht anders aus


Farbige/farbig ist ein kolonialistischer Begriff und negativ konnotiert. Eine Alternative ist die Selbstbezeichnung People of Color (PoC, Singular: Person of Color). Begriffe wie "Farbige" oder "Dunkelhäutige" lehnen viele People of Color ab. Die Initiative "der braune mob e. V." schreibt: "Es geht nicht um 'biologische' Eigenschaften, sondern gesellschaftspolitische Zugehörigkeiten." Um das deutlich zu machen, plädieren sie und andere dafür, die Zuschreibungen Schwarz und Weiß groß zu schreiben.* (Quelle, www.Amnesty.de, 21.04.2021, 13.02)
BIPoC ist auch eine Möglichkeit, aber das von Euch benutzte Wort geht nicht - gar nicht.

BITTE setzt Euch mit den korrekten Begriffen auseinander. Danke!

lendlb
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Übersetzung

Aber wie würden Sie denn "People of Color" ins Deutsche übersetzten? Ich würde den Wortlaut genau mit "farbige Menschen" übersetzten. Also was wäre denn im Deutschen die richtige Bezeichnung? Und warum wird "farbig" auf Deutsch abgelehnt, auf Englisch aber akzeptiert?