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Offen gesagtSebastian Kurz erlebt die erste politische Krise seiner Karriere

Befreien kann er sich nur, wenn er die Koordinaten seines bisherigen Erfolgssystems radikal hinterfragt.

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© Kleine Zeitung
 

Alles hätte sich so schön gefügt. Kein fahrlässiges Erwartungsmanagement, das in Vertröstungen mündet. Wirklichkeit und Drehbuch wären zum ersten Mal eins: die sinkenden Infektionszahlen und die steigenden Temperaturen. Der nahe Sommer und die Rückkehr zu den alten Freiheiten, zum alten Leben. Der Schließungskanzler könnte als Öffnungskanzler das Land aus der Krise führen. Stattdessen fesselt ihn die eigene.

Kommentare (12)
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ilselampl
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Es sind zwar

hochakademisch verarbeitete, aber trotzdem nur zusammengetragene von der Opposition unterstellte, Stehsätze.
Hoffentlich können sie noch in den Spiegel schauen ohne vorher etwas geraucht zu haben.

Patriot
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Jetzt, wo ihn fast alle Österreicher*innen durchschaut haben,

kann er sich der Probleme nicht mehr erwehren! Da helfen ihm auch die 210 Mio., die er sich zur Anfütterung der Medien aus unserer Kassa gekrallt hat, nichts!
Zum Vergleich zu den 210 Mio.: Die letzte Aktion "Licht ins Dunkel" hat 20 Mio. eingebracht. Geht da ein Licht auf?

gehtso
1
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Sebastian Kurz

erlebt die erste politische Krise seiner Karriere deshalb, weil es sich in der Summe der einzelnen Vorfälle mehr und mehr zeigt, dass da nichts von dem ist, was großspurig versprochen wurde.
Kein "neuer Stil", von wegen "er spricht eure Sprache", nur message control, irrsinnige Ausgaben für PR, alle bisherigenMaßnahmen haben nur einem bestimmten Klientel genutzt, am meisten der IV und/oder der "Familie".
Die großartig angepriesene Steuersenkung für Familien zahlen sich die Arbeitnehmer durch die kalte Progression (die wollte er eigentlich auch abschaffen!) letztendlich selber.
Wo ist die eingesparte Patientenmilliarde duch die Zusammenlegung der Krankenkassen, usw.?
Dann kam Corona und damit einerseits ein für die nächsten Jahre perfekter "Schuldiger" für praktisch alles was kommt, andererseits zeigte sich der Mangel an politischer Erfahrung!
In der Krise ist PR und Selbstdarstellung nicht so gefragt!
Bei der Vergabe der Hilfsmittel werden auch noch einige Ungereimtheiten auftauchen! (Das Thema wird sicher ein U-Ausschuss)Dann die unsinnige und unnötige Aktion zur Impfbeschaffung! Und jetzt auch noch die Aktion, am Bundeskanzleramt und am Außenministerium die israelisch Fahne zu hissen!
Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

stierwascher
2
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Wozu die Schuldzuweisung an die Neos

Ich verstehe die Formulierung, Zitat: "für die mutwillige Erweiterung der politischen Kampfzone" nicht!
Denn, ob etwas vorsätzlich gesagt wurde, hat die Justiz zu klären. Und der Vorwurf der "mutwilligen Erweiterung" erschließt sich für mich nicht. Die Äußerung des BK darf wohl genauer angesehenen werden, ohne sich gleich mit dem Vorwurf der Mutwilligkeit konfrontiert zu sehen.

UVermutung
9
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Die für Österreich relevante Frage,

"Ist Schmidt geeignet oder nicht" interessiert interessanterweise niemanden. Vor allem nicht die Opposition.
Das ist wahrscheinlich schwer zu beantworten. Das wäre eine lohnenswerte Aufgabe für die kleine Zeitung.
Ferner wäre interessant, wie anderwärts in der Politik mit Personalsuche umgegangen wird und wurde. Aber das weiss man ja nicht. Also auch schwer zu beantworten. Weil es da ja keine veröffentlichte private Nachrichten über Jahre gibt.

gehtso
3
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Der liebe

Herr Schmid wäre bei einem "richtigen" Hearing mit einer, "wirklich" auf die Aufgaben bezogenen Ausschreibung, die nicht er selbst verfasst und auf sich zugeschnitten hat, mangels seiner Erfahrungen in der Wirtschaft, mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichtkeit nicht als der am besten geeignete Kandiatat hervor gegangen.

redlands
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kommt drauf an WER sich sonst noch bewirbt(bewarb)!!

Sooo sicher wäre ich da nicht…

UVermutung
5
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@geht so: Ah Sie kennen ihn persönlich?

Erzählen Sie....

gehtso
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nein,

aber ich kenne seinen Lebenslauf und die Kriterien einer Jobvergabe in dieser Ebene!

MuskeTiere4
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Das erste Mal aber nicht das letzte Mal? Ddas ist hier die Frage

Eine erste Krise ist wie ein erstes Anklopfen der Wirklichkeit, wie sie außerhalb der selbstgezimmerten Hermetik stattfindet. Diese mag auch nicht die einzig reine Wahrheit sein, aber der eigene Erfolgsflug droht zu einem deutlich wahrnehmbaren Schlingerkurs zu werden.
Ob es ein (Total)Absturz wird, hängt in der Tat vom Reagieren des Cliquen-Piloten ab.
Das in den Himmel projizierte Selbstbildnis des jugendlichen Überfliegers allerdings ist ramponiert. Da nützt tatsächlich keine Weiterführung der bisher so erfolgreichen "Nachrichten aus dem Cockpit-Kontrolle" mehr!
Wie viel dieser Art Funkverkehr verträgt die oppositionelle Ground Control beim Landeversuch eigentlich noch?
Es wäre an der Zeit für eine harte, lehrreiche Landung! Aber radikale Veränderung des bisher Erfolg versprechenden Flugkurses?
Die ist weder aus eigener Einsicht noch wegen geänderten Flugklimas zu erwarten. Da muss wohl doch der Tower nachhelfen bei einer ruppigen Landung in dem was auf Erden geht oder eben nicht!

jg4186
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Machtfülle und Jugendlichkeit

Ich war immer dafür, dass junge Menschen mehr Verantwortung in der Politik übernehmen sollten - "Alte denken nicht an Morgen!"
Bei SK merkte man bald, dass er mit dem Amt überfordert ist. Er kann mit Macht nicht ausgewogen umgehen, denkt nicht zuerst an das Land und die Menschen, sondern an seinen nächsten Wahlsieg. Dementsprechend war auch die Auswahl seiner Mitstreiter. Bisher hieß es "Freunderl-Wirtschaft", jetzt muss man offensichtlich zur "Familie" gehören.
Wiesehr er in seiner Jugendlichkeit mit der Macht nicht umgehen kann, zeigt das Hissen der israelischen Fahne auf dem Kanzleramt. Das ist absolute Einseitigkeit, macht Israel zum Opfer, obwohl es auch Täter ist, macht uns lächelrich in der Welt, besonders in der arabischen. Ich befürchte, man ist derzeit im Kanzleramt überfordert, den Nahost-Konflikt wirklich in seiner ganzen Dimension zu verstehen.

zweigerl
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Bitte keine Reprise der Schmierenkomödie

Ist Kurz wirklich der Volkskanzler, der sich hinter der Herrschaft des Volkes (Demokatos) versteckt und nicht vielmehr ein Regierungschef, der seit Langem das Gesetz des Handelns an sich gezogen hat? Und dadurch die Wut einer Opposition auf sich zieht, die tatenlos in einer Leerlaufschleife rotiert? Das Ganze hat etwas von einem Theaterdonner in einem ziemlich durchsichtigen Stück. Das wurde schon einmal gespielt und endete ziemlich voraussehbar mit der glanzvollen Restauration des als "Basti mit den großen Ohren" abgewatschten Kanzlers. Das sollte man uns nun wirklich ersparen. Insofern ist dieser Kommentar in seiner Conclusio beherzigenswert.