Ab Juni 2026 erstattet Italien Mautgebühren bei längeren Staus durch Baustellen, beginnend auf einzelnen Abschnitten und ab Dezember 2026 auf dem gesamten Netz. Die Pläne der Verkehrsbehörde in Rom sehen vor, dass Autofahrer schon entschädigt werden sollen, wenn die Fahrt auf einer Strecke von bis zu 50 Kilometern zehn Minuten länger dauert als üblich. Bei längeren Strecken soll es ab 15 Minuten Verspätung eine Erstattung geben. Bei einer Verspätung von mindestens drei Stunden gibt es die gesamte Maut zurück.

Aber: Sind Unfälle oder Extremwetter für den Stillstand verantwortlich, gibt es keine Maut-Erstattung. Insgesamt sind noch viele Details offen: Darunter auch die Frage, ob ausländische Autofahrer ebenfalls Geld zurückverlangen können. 

Venedig erweitert 2026 die Eintrittsgebühr für Tagestouristen deutlich: Sie wird an 60 ausgewählten Tagen zwischen April und Juli erhoben – jeweils Freitag bis Sonntag sowie an einzelnen zusätzlichen Terminen wie Ostermontag, Ende April und Anfang Juni. Die Gebühr beträgt fünf Euro, bei kurzfristiger Registrierung zehn Euro, und ist jeweils von 8.30 bis 16 Uhr gültig.

In Rom wiederum soll der Trevi-Brunnen ab 7. Jänner zwei Euro Eintritt für Touristen kosten, berichten mehrere italienische Medien. Jedes Jahr kommen Millionen Menschen zum größten Brunnen der Ewigen Stadt, es soll Glück bringen, eine Münze ins Wasser zu werfen. Die dürfte man auch nach dem Zahlen der Gebühr noch übrighaben.

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Digitale Autobahnmaut in Kroatien

Mit Herbst 2026 – voraussichtlich September – will Kroatien auf die lange angekündigte digitale Autobahnmaut umstellen. Um die eMaut in Zukunft zu begleichen, können Lenker von Motorrädern und Kraftfahrzeugen bis 3,5 Tonnen künftig zwischen der digitalen Kfz-Registrierung und damit bargeldlosen Bezahlung oder einer Mautbox wählen. Für Lkw, Busse und andere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ist die Mautbox Pflicht.

Urlaub in den USA wird teurer

Bereits seit dem 30. September haben sich die Kosten für die elektronische Einreisegenehmigung Esta mit 40 US-Dollar fast verdoppelt.

Ab Jänner fällt in den elf meistbesuchten Nationalparks der USA für ausländische Besucher eine Zusatzgebühr von 100 US-Dollar pro Person an. Ausgenommen sind Kinder unter 16 Jahren.

Werden Touristen bei der Einreise in die USA bald zur Offenlegung ihrer Social-Media-Konten verpflichtet? So steht es zumindest in einem Änderungsvorschlag, den die Grenzschutzbehörde CBP Mitte Dezember vorgelegt hat. Demnach müssen Einreisende den Grenzbeamten ihre Beiträge in sozialen Netzwerken wie Tiktok, X oder Instagram aus den vergangenen fünf Jahren zugänglich machen, falls die Regel in Kraft tritt. Das würde dann alle Touristen betreffen, die mit der Einreisegenehmigung Esta einreisen wollen – und damit auch viele österreichische Urlauber.

Tempo 30 in Griechenland

In Wohngebieten und engen innerstädtischen Straßen gelten ab 2026 generell 30 km/h, auch ohne Beschilderung. Auf größeren Hauptstraßen bleiben 50 km/h erlaubt.

Aus für Warndreieck in Spanien

Wer in Spanien mit einem Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass künftig bei einem Unfall oder einer Panne keine Warndreiecke mehr aufgestellt werden dürfen. Stattdessen ist ein spezielles Blinklicht vorgeschrieben, eine sogenannte V16-Warnleuchte, die mit einem intensiven gelben oder orangen Licht blinkt.

Die Leuchte wird nach Unfällen und bei Pannen aufs Dach gesetzt und sendet ein weithin sichtbares Licht aus. So erspart man sich das gefährliche Laufen entlang von Straßen und Autobahnen, um das Warndreieck aufzustellen. 

Die Pflicht betrifft ausschließlich in Spanien zugelassene Fahrzeuge – wer mit dem eigenen Auto reist, bleibt davon also unbehelligt.

Einreise nach Großbritannien

Die elektronische Einreisegenehmigung ETA (Electronic Travel Authorisation) ist zwar schon seit April 2025 Pflicht, wenn man ins Vereinigte Königreich reist und kein Visum besitzt. So richtig kontrolliert wurde sie bisher aber nur selten. Doch das ändert sich nun. Nach Angaben der Regierung in London wird das System ab 25. Februar strikt umgesetzt. Airlines werden vor der Reise prüfen, ob die Genehmigung vorliegt. Warum das bisher laxer gehandhabt wurde? Damit die Reisenden Zeit haben, sich umzustellen, heißt es aus London.

Die an einen gültigen Reisepass gekoppelte ETA kostet 16 Pfund (gut 18 Euro) und wird am besten über die „UK ETA“-App beantragt. Einmal erteilt ist sie zwei Jahre lang gültig und berechtigt zu mehreren Aufenthalten, die jeder für sich maximal 180 Tage dauern dürfen.

Versicherung für Georgien

Reisende, die das Kaukasus-Land besuchen wollen, müssen bei der Einreise ab dem 1. Jänner 2026 eine Kranken- und Unfallversicherung nachweisen können. Darauf macht das österreichische Außenministerium in seinen Reisehinweisen aufmerksam.

Die Versicherung muss eine Mindestdeckungssumme von 30.000 Georgischen Lari (GEL) aufweisen – das sind umgerechnet knapp 10.000 Euro. Ein Nachweis muss bei der Einreise in englischer oder georgischer Sprache vorliegen, als Ausdruck oder digital. Außerdem muss ersichtlich sein, dass die Police die Zeit von der Ein- bis zur Ausreise abdeckt.

Bulgarien führt den Euro ein

Mit dem 1. Jänner 2026 führt Bulgarien statt dem Lewa den Euro ein. Bis Ende des Monats können beide Währungen verwendet werden, ab 1. Februar ist dann ausschließlich der Euro gültiges Zahlungsmittel. Bis zum 30. Juni 2026 kann man Lewa bei Banken und Postämtern in Bulgarien gebührenfrei umtauschen. Bulgarien ist das 21. Land, in dem mit Euro gezahlt wird. Zuletzt hat Kroatien vor drei Jahren die Gemeinschaftswährung eingeführt.

Und ab 3. Februar wird in Bulgarien eine Tagesvignette für die Autobahn eingeführt. Sie ersetzt die bisherige Wochenvignette und kostet rund vier Euro.

Neue Umweltzone in Polen

Krakau führt ab 1. Jänner 2026 eine Umweltzone ein. Einfahren dürfen nur noch Benziner mit mindestens Abgasnorm Euro 4 oder Diesel mit mindestens Abgasnorm Euro 6. Bis 2028 wird die Einfahrt aber noch gegen Gebühr möglich sein. Ausländische Fahrzeuge müssen sich vorab registrieren.

Eintritt für berühmte Mühlen in den Niederlanden

Mit seinen Mühlen zählt die Zaanse Schans im Norden Amsterdams zu den meistbesuchten Orten der Niederlande. Wer nicht in eine der Mühlen oder Museen hineinwill, kann das Freilichtmuseum bislang kostenlos erkunden. Doch das wird sich ändern. Der Zutritt soll künftig 17,50 Euro kosten, beginnend mit dem 1. April. Der Starttermin für den Eintritt könnte sich aber verzögern: Noch sind praktische Fragen zur Umsetzung ungeklärt.

Die Zaanse Schans wurde 1963 in der Kommune Zaanstad eingerichtet. Historische Holzgebäude und Industriemühlen aus der Region wurden dort wieder aufgebaut und mit der Zeit um Museen ergänzt. 2024 kamen mehr als 2,6 Millionen Besucher. Das zusätzliche Geld sei nötig, um die Zaanse Schans langfristig zu erhalten. Im Gemeinderat beklagt man Übertourismus.