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MorgenpostVertrauliches unter Kronleuchtern

Der Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion zum "Hintergrundgespräch" mit Sebastian Kurz, das für Wirbel gesorgt hat.

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Bundeskanzler Sebastian Kurz © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Guten Morgen!

Wie ist das so, wenn man als Journalist zu einem "Hintergrundgespräch" mit einem Regierungschef eingeladen wird? Nervig verführerisch. Verführerisch, weil man eingeladen wird, nervig, weil man ohne Geschichte spät nachts heimfährt. Hintergrundgespräche finden oft an den Tagesrändern statt und sehr oft an jenen Orten, wo die Macht sesshaft ist. Das ergibt eine gewisse Aura, gegen die man immunisiert sein sollte, sonst hat man schon verloren und im Beruf nichts zu suchen. Die Polizisten am Schranken und an den Drehkreuzen winken einen durch. Sie wissen Bescheid. Hinauf über die barocke Feststiege, nur noch wenige Lichter sind an. Vorbei an den leeren, finsteren Vorzimmern. Der Kanzler kommt einem persönlich entgegen. Im Saal ist der Tisch gedeckt. Auf der Ablage stehen Weine. Man sitzt unter Kronleuchtern. Man wird ins Vertrauen gezogen. Der Kanzler, eben noch in Prag, hat die Krawatte abgelegt. Zwischendurch steht er auf und schenkt selbst nach. An der Wand Hermann Nitsch und ein Foto von Figl, der den Saal als Erster benützt hat. Weiter weg ein Stehtisch mit den Zeitungen von morgen.

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Müder Versuch des Chefredakteurs

seine Gilde reinzuwaschen. Das Volk nennt das Packelei!

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UHBP
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Die Korruptionsstaatsanwaltschaft habe eine gegen den Kanzler und seine Partei gerichtete Agenda.

Ist es nicht die Aufgabe der Korruptionsstaatsanwaltschaft Kurruption zu bekämpfen, unabhängig von welcher Partei? Oder darf sie nur mehr gegen die "Oppositin" ermitteln.
Kein Wunder das sich Kurz so gut mir Orban in Ungarn und mit den Polen versteht. Das scheinen seine Vorbilder, bezüglich, wo der Rechtsstaat hin soll, zu sein.

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