Wer dieser Tage um einen Termin für eine Vorsorgeuntersuchung bei der ÖGK anfragt, bekommt einen Vorschlag für Februar oder März 2026. Die Wartezeit auf Termine bei Fachärzten mit Kassenvertrag ist zum Teil noch länger – ähnlich wie bei Terminen für nicht akute Operationen oder dringend benötigte Therapie- und Rehaplätze. Tatsachen, an die sich die Menschen in Österreich, im Widerspruch zum wachsenden Anspruchsdenken, gewöhnen werden müssen. Denn die Art und Weise, wie seit einer Woche über die nicht sonderlich gelungene Reform der Krankenkassen diskutiert wird, macht wenig Hoffnung, dass sich Österreichs Gesundheitswesen bald im Sinne der Patientinnen und Patienten verbessern wird. Partikularinteressen, Macht, Einfluss, Lobbying und parteipolitische Überlegungen prägen die Diskussion. Sie entpuppen sich als Krankmacher eines Systems, das Heilung bringen sollte.
So gesehen
Die vielen Krankmacher des österreichischen Gesundheitssystems
© APA / Jakob Langwieser