"Das Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen, vor demografischen Herausforderungen. Die Medizin wird ambulanter, das Anspruchsverhalten der Menschen verändert sich", so Wurzer. "Diese Herausforderungen wollen wir österreichweit einheitlich - vom Bodensee bis zum Neusiedlersee umsetzen und annehmen, zum Beispiel durch Telemedizin." Gleichzeitig betonte er, die Reform auch kritisch zu beleuchten: "Ich denke, natürlich muss man bei Reform sich immer selbst evaluieren, das tun wir auch laufend." An der Grundsatzentscheidung der Kassenzusammenlegung will Wurzer aber keinesfalls rütteln: "Die österreichische Gesundheitskasse ist sehr wohl richtig und gut für die Menschen."
Wien
ÖGK-Chef Wurzer verteidigt Kassenfusion
Der Generaldirektor der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Bernhard Wurzer, hat nach am Wochenende aufgekommener breiter Kritik an der Kassenreform unter der türkis-blauen Regierung diese verteidigt. Herausforderungen könnten nur einheitlich bewältigt werden, betonte er. Gleichzeitig signalisierte er Reformbereitschaft: Man müsse sich "natürlich" immer selbst evaluieren, sagte er im "Ö1"-Radio am Dienstag.
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