Die österreichische Neutralität gilt als „identitätsstiftend“. Demnach hat die Sowjetunion uns einen wesentlichen Teil unserer nationalen Identität gespendet. Denn die Neutralität war bekanntlich deren Bedingung für die Wiedererlangung unserer staatlichen Souveränität. Identitätsstiftung schafft Nähe. Kein Wunder, dass es bei den Staatsvertragsverhandlungen in Moskau zu kleinen Irrtümern kommen konnte. Außenminister Leopold Figl wollte nach langer Verhandlungsrunde mit vielen Trinksprüchen und anschließendem Zuprosten in die Peter-Jordan-Straße gebracht werden. Die ist in Wien.