Abschied vom ThronJapans Prinzessin Mako hat geheiratet

Eine einfache Hochzeit mit großem Echo ist jene der japanischen Prinzessin Mako und Kei Komuro. Misstrauen begleitete das Ausscheiden der 30-Jährigen aus dem Kaiserhaus.

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Japan s Princess Mako marries Komuro Former Japanese princess Mako, a niece of Emperor Naruhito, and her husband Kei Ko
Nach der Hochzeit präsentierte sich das Paar der Öffentlichkeit. © imago images/Kyodo News
 

Die japanische Prinzessin Mako (30) hat nach jahrelangem Warten ihre Studienliebe Kei Komuro (30) geheiratet. Das japanische Haushofamt reichte am Dienstag für das Paar die notwendigen Unterlagen zur amtlichen Registrierung der Heirat bei den Behörden ein, wie japanische Medien berichteten. Weil Komuro ein Bürgerlicher ist, ist Mako damit aus dem Kaiserhaus ausgeschieden.

Die Eheschließung der beiden wurde ohne die am kaiserlichen Hof eigentlich üblichen traditionellen Hochzeitszeremonien vollzogen. Grund dafür ist eine Kontroverse um Geldstreitigkeiten in der Familie Komuros. Seit Jahren gibt es in Japan Berichte darüber, dass seine Mutter einem Mann Geld schulde, mit dem sie einmal verlobt war. Viele Japaner empört der Gedanke, dass die Schulden der Mutter mit Makos steuerfinanzierter Mitgift in Höhe von umgerechnet gut einer Million Euro beglichen werden könnten. Die Prinzessin verzichtete nun auf die Mitgift.

Prinzessin Mako hat geheiratet: Bilder vom Hochzeitstag

Die japanische Prinzessin Mako (30) hat nach jahrelangem Warten ihre Studienliebe Kei Komuro (30) geheiratet.

(c) AFP (NICOLAS DATICHE)

Es hieß Abschied vom japanischen Königshaus zu nehmen. Auf dem Bild ist Prinzessin Mako zu sehen, als sie ihre Schwester Prinzessin Kako umarmt, bevor sie den Familiensitz in Tokio verlässt.

(c) imago images/Kyodo News (via www.imago-images.de)

Nach der Hochzeit traf das glückliche Hochzeitspaar die Presse und verlas eine Erklärung.

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Eigentlich hatten Mako und Kei Komuro schon 2018 heiraten wollen, doch war die Hochzeit wegen der öffentlichen Kritik und finanzieller Probleme in Komuros Familie verschoben worden.

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Die jahrelange Negativpresse hat bei Mako zu einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) geführt.

(c) AFP (NICOLAS DATICHE)

Auf die normalerweise bei Hochzeiten am kaiserlichen Hof üblichen Riten und Zeremonien wurde verzichtet. Ihren Mann Mako lernte sie während des Studiums kennen.

(c) AP (Nicolas Datiche)

Es wird erwartet, dass die beiden in die USA ziehen werden, wo Komuro in einer US-Anwaltskanzlei arbeiten wird.

(c) AP (Nicolas Datiche)

Makos Hochzeit ist in Japan keine Privatsache: Am Tag der Hochzeit gingen Hunderte Menschen in Tokio auf die Straße um gegen die Ehe zu protestieren.

(c) AFP (KAZUHIRO NOGI)
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Posttraumatischen Belastungsstörung

Eigentlich hatten die beiden schon 2018 heiraten wollen, doch war die Hochzeit wegen der öffentlichen Kritik verschoben worden. Die jahrelange Negativpresse hat bei Mako zu einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) geführt, wie das Hofamt kurz vor der Heirat der beiden bekannt gab. Die frisch Vermählten wollen Japan verlassen und ihr Leben fortan in den USA verbringen. Komuro hatte dort Jus studiert und arbeitet bei einer US-Anwaltskanzlei.

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