Mutige EntscheidungWarum Japan seine Prinzessin Mako liebt

Makos ohnehin großer Popularität dürfte die Entscheidung, einen Bürgerlichen zu heiraten und auf Mitgift zu verzichten, einen weiteren Schub geben.

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Prinzessin Mako von Akishino
Prinzessin Mako von Akishino © imago images/AFLO (Motoo Naka via www.imago-images.de)
 

Es ist eine Geschichte wie in einer rosarot durchwirkten Kino-Romanze – und doch ist sie wahr: Prinzessin Mako von Akishino verliebte sich (nur!) aus Sicht von Japans kaiserlichem Hof in den falschen Mann. Die 29-Jährige ist die älteste Tochter von Kronprinz Akishino bzw. dessen Frau Kiko und schenkte dem Bürgerlichen Kei Komuro ihr Herz. Das bedeutet, dem strengen "Gesetz über den kaiserlichen Haushalt" folgend, dass Mako durch die nun geplante Hochzeit mit ihrem ehemaligen Studienkollegen zur Privatperson wird.

Mako wird dementsprechend beim Ausscheiden aus der kaiserlichen Familie auch auf die übliche finanzielle Mitgift verzichten. Nach der Ehelichung will sie mit ihrem Mann, einem Juristen, in den USA leben und arbeiten. Das erinnert an einen gewissen abtrünnigen britischen Prinzen, den es ebenfalls dorthin zog – in Makos Fall aber ohne viel böses Blut. Die Trauung soll noch vor Jahresende über die Bühne gehen, allerdings ohne die am kaiserlichen Hof übliche traditionelle Hochzeitszeremonie.



Auf ihren großen Tag musste die Noch-Prinzessin lange warten: Erstmals war davon schon 2017 die Rede gewesen. Makos ohnehin großer Popularität dürfte die Entscheidung – keine Mitgift, dafür mit viel Liebe – einen weiteren Schub geben. Sie erlangte in ihrem Heimatland längst den Status eines "Aidoru", was auf Deutsch etwa "Idol" bedeutet. Eine Sympathieträgerin, die auch auf eine Auszahlung ihrer Regierung verzichten will: Laut Gesetz steht einer Prinzessin, die durch Heirat ihren Status verliert, eine nicht ganz unbeträchtliche Summe zu. Im Fall von Mako wären es 1,1 Millionen Euro.

Schon als Jugendliche zeigte sie, dass sie keine Tendenzen hat, abzuheben: 2006 verbrachte sie z. B. zwei Wochen bei einer österreichischen Gastfamilie. Nach Studien in Schottland und England begann Mako Ende 2015 damit, bei Auslandsreisen repräsentative Aufgaben wahrzunehmen – eben das dürfte sie in Zukunft so nicht mehr treffen.

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