Die französische Schauspielerin Nadia Farès ist tot. Wie ihre Töchter Cylia und Shana Chasman offiziell gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP bestätigten, ertrank die 57-Jährige beim Schwimmen in einem privaten Schwimm-Club in Paris.

Wie französische Medien berichten, soll die Schauspielerin, die als gute Schwimmerin galt, plötzlich unter der Wasseroberfläche versunken sein. Erst nach wenigen Minuten sei das von anderen Fitness-Club-Besuchern bemerkt worden. Die 57-Jährige wurde sofort reanimiert, kam ins Krankenhaus und wurde ins künstliche Koma versetzt. Schließlich verstarb die Schauspielerin am Freitag (17. April) an den Folgen des Unfalls. Die Pariser Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die Umstände des mutmaßlichen Ertrinkungstodes aufzuklären.

Aneurysma und Herz-OPs

Mit tiefer Trauer geben wir den Tod von Nadia Farès am vergangenen Freitag bekannt. Frankreich hat eine große Künstlerin verloren, aber für uns ist es vor allem eine Mutter, die wir verloren haben“, schrieben Cylia und Shana Chasman in einer Nachricht an die Agence France-Presse (AFP). Laut der französischen Zeitung „Le Monde“ wurde Farès 2007 wegen eines Aneurysmas am Gehirn operiert. Außerdem soll sie innerhalb von vier Jahren drei Herz-OPs gehabt haben, wird sie in „le Monde“ zitiert.

Schauspielerin Nadia Farès 2000 an der Seite von Jean Reno (links) und Vincent Cassel
Schauspielerin Nadia Farès 2000 an der Seite von Jean Reno (links) und Vincent Cassel © IMAGO/FIZET-BORDE-MARTINEZ / BESTIMAGE

International bekannt wurde die in Marokko geborene Nadia Farès 2001 an der Seite von Jean Reno in dem Thriller „Die purpurnen Flüsse“. Vor allem in Frankreich war sie seit den 1990er Jahren eine gefeierte Schauspielerin. Sie galt aufgrund der großen Ähnlichkeit mit dem Supermodel als die französische Cindy Crawford. Rollen in internationalen Produktionen wie „Rogue: The Final Showdown“ oder „Insane“ folgten. Doch sie blieb auch dem französischen Film treu, spielte in zahlreichen Produktionen mit.

Comeback an der Seite von Gérard Depardieu

Zwischen 2006 und 2016 zog sie sich nach der Hochzeit mit dem US-Produzenten Steve Chasman aus dem Filmgeschäft zurück, übersiedelte in die USA. Sie bekamen zwei Töchter, Cylia und Shana. 2022 trennten sich Farès und Chasman, die Schauspielerin kehrte nach Paris zurück. Bereits 2016 hatte sie die Schauspielerei wieder aufgenommen und war unter anderem in der Netflix-Serie „Marseille“ an der Seite von Gérard Depardieu und Benoît Magimel zu sehen.